Kryptowährungen: Was sie sind, welche es gibt und worauf du achten musst

Kryptowährungen sind digitale Vermögenswerte, die ohne Bank oder Zentralbank auskommen. Wer sie besitzt und wohin sie fließen, hält ein öffentliches, dezentrales Register fest: die Blockchain. Die erste und bis heute größte Kryptowährung ist Bitcoin, inzwischen gibt es Tausende weitere. Hier erfährst du, wie Kryptowährungen funktionieren, welche Arten es gibt, wie es um den Kryptomarkt gerade steht und was du in Deutschland zu Steuern und Sicherheit wissen musst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kryptowährungen sind digitale Werte, die auf einer Blockchain verbucht werden – ohne Bank oder Staat dahinter.
  • Bitcoin ist die älteste und größte Kryptowährung, dazu kommen Plattformen wie Ethereum, Stablecoins und Tausende Token.
  • In Deutschland ist der Handel legal; Anbieter brauchen seit Ende 2024 eine Zulassung nach MiCA.
  • Gewinne sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, die Kurse schwanken aber stark – ein Totalverlust ist möglich.

Was sind Kryptowährungen?

Eine Kryptowährung ist eine digitale Währung, deren Einheiten auf einer Blockchain verbucht werden. Statt einer Bank bestätigen viele unabhängige Rechner im Netzwerk jede Überweisung. Kryptografie sorgt dafür, dass nur der Besitzer des privaten Schlüssels über seine Coins verfügen kann und dass gebuchte Transaktionen nachträglich nicht verändert werden können. Daher kommt auch der Name: „Krypto“ steht für Verschlüsselung, nicht für etwas Geheimes.

Anders als Euro oder Dollar haben Kryptowährungen keinen Staat und keine Zentralbank, die Geld ausgibt oder den Wert stützt. Ihr Kurs entsteht allein aus Angebot und Nachfrage. Das macht sie unabhängig – aber auch sehr schwankungsanfällig. Die Grundidee formulierte der Bitcoin-Erfinder schon im ersten Satz seines Whitepapers:

A purely peer-to-peer version of electronic cash …

Satoshi Nakamoto, Bitcoin-Whitepaper, 31.10.2008 · bitcoin.org

Gemeint ist elektronisches Bargeld, das direkt von Person zu Person fließt, ohne Finanzinstitut dazwischen.

Digitale Währung ist nicht gleich Kryptowährung

Auch das Guthaben auf deinem Girokonto ist digital. Der Unterschied: Es ist eine Forderung gegen deine Bank, und die Bank führt das Konto. Bei einer Kryptowährung gibt es diesen Mittelsmann nicht. Ebenfalls etwas anderes ist der geplante digitale Euro der Europäischen Zentralbank: Er wäre digitales Zentralbankgeld und damit gerade keine dezentrale Kryptowährung.

Girokonto, digitaler Euro und Kryptowährung im Vergleich

MerkmalGuthaben auf dem GirokontoDigitaler Euro (geplant)Kryptowährung
Wer gibt es aus?GeschäftsbankEuropäische Zentralbankniemand, das Netzwerk nach festen Regeln
Wer verwaltet die Guthaben?deine BankBanken und Zahlungsdienstleister für die EZBeine öffentliche Blockchain
Wertschwankung gegenüber dem Eurokeinekeinehoch
Gesetzliche Einlagensicherungbis 100.000 €nicht nötig, da Zentralbankgeldkeine

Die größten Kryptowährungen heute

Gemessen wird die Größe an der Marktkapitalisierung, also Kurs mal Anzahl der umlaufenden Coins. Bitcoin macht dabei seit Jahren mehr als die Hälfte des gesamten Kryptomarkts aus. Die aktuellen Werte siehst du hier live:

Der Kryptomarkt heute

Alle Krypto-Statistiken

Alle 500 größten Kryptowährungen mit Kurs, 24-Stunden-Änderung und Handelsvolumen findest du in unserer Übersicht der Krypto Kurse.

Rangliste: die zehn größten Kryptowährungen

So sah die Rangliste nach Marktkapitalisierung am 09.10.2026 aus. Die Reihenfolge ändert sich mit jedem Kursausschlag, die aktuelle Liste zeigt unsere Kursübersicht.

  1. Bitcoin (BTC): das „digitale Gold“, begrenzt auf 21 Millionen Coins.
  2. Ethereum (ETH): die größte Plattform für Smart Contracts, DeFi und NFTs.
  3. Tether (USDT): der größte Stablecoin, an den US-Dollar gekoppelt.
  4. BNB (BNB): der Coin der BNB Chain, ursprünglich von der Börse Binance herausgegeben.
  5. XRP (XRP): gedacht für schnelle internationale Zahlungen, eng verbunden mit dem Unternehmen Ripple.
  6. USDC (USDC): ein Stablecoin auf US-Dollar-Basis von Circle.
  7. Solana (SOL): eine schnelle Smart-Contract-Blockchain mit sehr niedrigen Gebühren.
  8. TRON (TRX): eine Blockchain, über die ein großer Teil der USDT-Überweisungen läuft.
  9. Figure Heloc (FIGR_HELOC): ein tokenisiertes Kreditprodukt und damit eher ein digitales Wertpapier als eine klassische Kryptowährung.
  10. Zcash (ZEC): ein Coin, der auf Wunsch die Absender, Empfänger und Beträge verschleiert.

Den Kryptomarkt lesen: Kurs, Volumen und Stimmung

Wer den Kryptomarkt verfolgt, stößt auf immer dieselben Kennzahlen. Sie helfen, das Geschehen einzuordnen – vorhersagen lässt sich der Preis damit nicht.

Die wichtigsten Kennzahlen

  • Kurs in US-Dollar oder Euro

    International wird der Preis fast immer in US-Dollar angegeben. Kurse in Euro sind umgerechnet; deshalb kann sich der Euro-Kurs leicht anders bewegen als der Dollar-Kurs.

    Zum aktuellen Wert
  • Marktkapitalisierung

    Kurs mal umlaufende Coins (kurz Marktkap). Sie bestimmt die Rangliste und zeigt, wie groß ein Projekt im Verhältnis zum gesamten Markt ist.

    Zum aktuellen Wert
  • Handelsvolumen

    Wie viel in den letzten 24 Stunden gehandelt wurde. Geringes Volumen bedeutet, dass schon kleine Aufträge den Kurs stark bewegen können – ein Einfallstor für Manipulation.

  • Bitcoin-Dominanz

    Der Anteil von Bitcoin am gesamten Kryptomarkt. Steigt sie, fließt Geld eher in Bitcoin als in Altcoins.

    Zum aktuellen Wert
  • Marktstimmung

    Der Fear and Greed Index fasst Kursschwankungen, Volumen und weitere Daten zu einer Zahl zwischen 0 (extreme Angst) und 100 (extreme Gier) zusammen.

    Zum aktuellen Wert
  • On-Chain-Daten

    Informationen direkt aus der Blockchain, etwa die Zahl der Transaktionen oder die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks, die Hashrate.

    Zum aktuellen Wert

Ein Chart zeigt, wie sich der Kurs entwickelt hat, ein Trend ist aber keine Garantie für die Zukunft.

Wie funktionieren Kryptowährungen?

Blockchain-Technologie: das gemeinsame Kassenbuch im Internet

Jede Transaktion landet in einem Block, und jeder Block verweist auf den vorherigen. So entsteht eine Kette, die auf Tausenden Rechnern gleichzeitig gespeichert ist. Wer einen alten Eintrag ändern wollte, müsste die Mehrheit dieser Rechner kontrollieren – bei großen Netzwerken wie Bitcoin praktisch unmöglich.

So landet eine Überweisung in der Blockchain

  1. Überweisung signieren

    Deine Wallet unterschreibt die Transaktion mit deinem privaten Schlüssel.

  2. Im Netzwerk verteilen

    Die Transaktion geht an viele Rechner (Knoten), die prüfen, ob die Unterschrift stimmt und das Guthaben reicht.

  3. In einen Block aufnehmen

    Ein Miner oder Validator bündelt geprüfte Transaktionen zu einem neuen Block.

  4. An die Kette anhängen

    Der Block wird an die Blockchain angehängt. Mit jedem weiteren Block gilt die Überweisung als sicherer bestätigt.

Wer neue Blöcke schreiben darf: Mining und Staking

Bei Bitcoin entscheiden „Miner“ mit Rechenleistung, wer den nächsten Block anhängt (Proof of Work); im Schnitt dauert das etwa zehn Minuten. Ethereum und viele jüngere Netzwerke nutzen Proof of Stake: Hier hinterlegen Teilnehmer eigene Coins als Sicherheit und werden dafür belohnt. Mehr dazu zeigen unsere Seiten zur Bitcoin Hashrate und zum Bitcoin Halving.

Proof of Work und Proof of Stake

MerkmalProof of WorkProof of Stake
Wer schreibt den nächsten Block?Miner mit der meisten RechenleistungValidatoren, die Coins als Pfand hinterlegen
BeispieleBitcoin, Litecoin, DogecoinEthereum, Solana, Cardano
Energiebedarfhochgering
Strafe bei BetrugStromkosten ohne BelohnungVerlust eines Teils des Pfands

Neue Bitcoin entstehen nur als Belohnung für Miner. Diese Belohnung halbiert sich etwa alle vier Jahre, deshalb kommen immer weniger neue Coins in Umlauf:

Bitcoin-Belohnung je Block seit 2009
  • 200950 BTC
  • 201225 BTC
  • 201612,5 BTC
  • 20206,25 BTC
  • seit 20243,125 BTC

Quelle: Bitcoin-Protokoll (Halving alle 210.000 Blöcke)

Wallet und privater Schlüssel

Deine Coins liegen nicht in einer App, sondern auf der Blockchain. In der Wallet steckt der private Schlüssel, mit dem du über sie verfügst. Wer diesen Schlüssel – meist als Seed Phrase aus 12 oder 24 Wörtern – verliert, verliert auch den Zugriff. Wie du ihn sicher verwahrst, erklärt unser Ratgeber zur Seed Phrase; für größere Beträge lohnt eine Hardware Wallet.

Welche Arten von Kryptowährungen gibt es?

Arten von Kryptowährungen

  • Nr. 1

    Bitcoin

    Die erste Kryptowährung, 2008 im Whitepaper von Satoshi Nakamoto beschrieben und seit dem 3. Januar 2009 in Betrieb. Die Menge ist auf 21 Millionen BTC begrenzt; weil Bitcoin damit ähnlich knapp ist wie Gold, sprechen viele vom „digitalen Gold“.

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  • Plattform-Coins

    Ethereum (seit 2015), Solana und andere Netzwerke, auf denen Programme laufen – sogenannte Smart Contracts. Darauf bauen dezentrale Börsen, Kreditplattformen und NFTs auf.

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  • Stablecoins

    Token wie USDT oder USDC, die an den Dollar oder Euro gekoppelt sind. Sie schwanken kaum und dienen vor allem zum Handeln und Parken von Geld auf Kryptobörsen.

  • Token

    Einheiten, die nicht auf einer eigenen Blockchain laufen, sondern auf einer bestehenden, etwa Ethereum. Dazu zählen Governance-Token von DeFi-Projekten wie UNI von Uniswap: Wer sie hält, darf über ein Protocol mitbestimmen.

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  • Sehr riskant

    Meme-Coins

    Coins wie Dogecoin, deren Wert vor allem von Aufmerksamkeit lebt. Sie gehören zu den riskantesten Anlagen am Kryptomarkt.

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Alles außer Bitcoin wird oft als Altcoin bezeichnet. Ob Altcoins gerade besser laufen als Bitcoin, misst unser Altcoin Season Index.

Weitere bekannte Kryptowährungen

Neben den Top 10 gibt es Tausende weitere Coins und Token. Einige Namen tauchen in Ranglisten und Nachrichten immer wieder auf:

Bekannte Coins und Token kurz erklärt

NameKürzelWofür steht das Projekt?
CardanoADAeine Proof-of-Stake-Blockchain, gegründet von Ethereum-Mitgründer Charles Hoskinson
DogecoinDOGE2013 als Scherz gestartet, heute einer der größten Meme-Coins
LitecoinLTC2011 als schnellere, leichtere Variante von Bitcoin entstanden
StellarXLMein Netzwerk für günstige Überweisungen zwischen Währungen
NEARNEAReine Smart-Contract-Plattform, die ihre Last auf mehrere Teilnetze verteilt
UniswapUNIder Governance-Token der größten dezentralen Börse auf Ethereum
IOTAIOTAein Netzwerk für Datenübertragung und Maschinenzahlungen, getragen von einer Stiftung in Berlin
XDCXDCeine Blockchain mit Fokus auf Handelsfinanzierung für Unternehmen
HyperliquidHYPEeine eigene Blockchain für den dezentralen Handel mit Futures
Ethena USDeUSDEein synthetischer Dollar, der seinen Wert über Absicherungsgeschäfte statt über Bankguthaben hält

Daneben gibt es Token rund um künstliche Intelligenz (AI), Gaming oder tokenisiertes Gold. Gerade bei kleineren Münzen gilt: Name und Hype sagen wenig darüber, ob hinter dem Projekt eine funktionierende Technologie steht.

Neue Kryptowährungen: Chancen und Risiken

Jeden Monat kommen neue Kryptowährungen hinzu. Manche bringen echte technische Neuerungen, viele verschwinden aber so schnell, wie sie gekommen sind. Bei sehr kleinen Coins reicht oft schon ein großer Verkäufer, um den Kurs einbrechen zu lassen.

Typische Warnzeichen bei neuen Coins

  • Anonyme Gründer ohne nachprüfbare Vergangenheit
  • Große Anteile der Coins beim Team oder bei wenigen Adressen
  • Kein funktionierendes Produkt, nur Versprechen
  • Werbung mit garantierten Renditen
  • Sehr geringes Handelsvolumen

Die „beste“ Kryptowährung gibt es nicht

Welche Kryptowährung zu dir passt, hängt von deinem Ziel ab. Wer langfristig in den Kryptomarkt investieren will, setzt meist auf die großen, liquiden Werte wie Bitcoin und Ethereum. Wer Geld zwischen Börsen bewegt, nutzt Stablecoins. Kleine Altcoins sind eher Spekulation. Auch große Investoren aus aller Welt setzen überwiegend auf Bitcoin und Ethereum, seit 2024 zunehmend über börsengehandelte Produkte wie ETFs und ETPs.

Wie lange gibt es Kryptowährungen schon?

  1. 31.10.2008

    Bitcoin-Whitepaper

    Satoshi Nakamoto veröffentlicht das Konzept.

  2. 03.01.2009

    Bitcoin startet

    Der erste Bitcoin-Block entsteht, das Netzwerk geht in Betrieb.

  3. 22.05.2010

    Bitcoin Pizza Day

    Laszlo Hanyecz bezahlt zwei Pizzen mit 10.000 BTC – der erste bekannte Kauf mit Bitcoin (Bitcoin Pizza Day).

  4. 2011

    Litecoin

    Einer der ersten Altcoins folgt.

  5. 30.07.2015

    Ethereum geht online

    Smart Contracts kommen auf die Blockchain.

  6. 2017

    Erster großer Boom

    Bitcoin steigt im Dezember auf fast 20.000 US-Dollar.

  7. 15.09.2022

    The Merge

    Ethereum stellt von Proof of Work auf Proof of Stake um.

  8. 11.11.2022

    FTX-Insolvenz

    Einer der größten Einbrüche der Branche.

  9. 10.01.2024

    Spot-Bitcoin-ETFs

    Die US-Börsenaufsicht SEC genehmigt die ersten Spot-Bitcoin-ETFs in den USA.

  10. 20.04.2024

    Viertes Halving

    Das Bitcoin Halving halbiert die Belohnung für neue Blöcke auf 3,125 BTC.

  11. 30.12.2024

    MiCA gilt vollständig

    Die EU-Verordnung für Kryptowerte ist in allen Teilen anwendbar.

Sind Kryptowährungen in Deutschland erlaubt?

Ja. Kryptowährungen zu kaufen, zu halten und zu verkaufen ist legal. Seit dem 30. Dezember 2024 gilt in der EU die MiCA-Verordnung: Anbieter, die Kryptowerte für Kunden handeln oder verwahren, brauchen eine Zulassung, in Deutschland meist von der BaFin. Ob eine Börse diese Erlaubnis hat, zeigen wir in unserem Krypto-Börsen-Vergleich.

Wie werden Kryptowährungen versteuert?

Für Privatanleger in Deutschland gelten Kryptowährungen als „andere Wirtschaftsgüter“ (§ 23 EStG). Die wichtigsten Zahlen:

  • 1 JahrHaltefristdanach ist der Verkaufsgewinn steuerfrei
  • 1.000 €Freigrenze pro Jahrfür alle privaten Veräußerungsgewinne zusammen
  • 256 €Freigrenze pro Jahrfür Erträge aus Staking oder Lending
  • Verkaufst du Coins nach mehr als einem Jahr, ist der Gewinn steuerfrei.
  • Verkaufst du innerhalb eines Jahres, ist der Gewinn steuerpflichtig – es sei denn, alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres bleiben unter der Freigrenze von 1.000 €.
  • Auch der Tausch einer Kryptowährung in eine andere gilt als Verkauf.
  • Einnahmen aus Staking oder Lending sind sonstige Einkünfte; hier liegt die Freigrenze bei 256 € im Jahr.

Wann deine Haltefrist endet, kannst du mit unserem Haltefrist-Rechner prüfen; dort findest du auch alles zum Thema Freigrenze. Bei vielen Transaktionen helfen Krypto-Steuertools.

Kryptowährungen kaufen: drei Wege

Drei Wege zu Kryptowährungen

MerkmalKrypto-Börse oder BrokerNeobroker und BankenKrypto-ETPs
Was du kaufstechte CoinsCoins, teils nur in der App nutzbarein Wertpapier, das den Kurs abbildet
Auszahlung auf eigene Walletjateilsnein
Wo du handelstApp oder Website der BörseBanking- oder Broker-AppWertpapierdepot
Worauf du achtestMiCA-Zulassung, Gebühren, SpreadGebühren, Coin-Auswahl, AuszahlungKosten (TER), Struktur, Steuer

Bei Krypto-ETPs können je nach Struktur andere Steuerregeln gelten als bei direkt gehaltenen Coins. Welcher Anbieter für deinen Betrag am günstigsten ist, rechnet unser Krypto-kaufen-Rechner aus.

So kaufst du deine ersten Coins

  1. Anbieter auswählen

    Vergleiche Zulassung, Gebühren und die Auswahl an Coins.

  2. Konto eröffnen

    Mit E-Mail registrieren und die Identität per Ausweis bestätigen.

  3. Geld einzahlen

    Zum Beispiel per SEPA-Überweisung, Karte oder PayPal.

  4. Coins kaufen

    Kryptowährung und Betrag wählen und den Kauf bestätigen.

  5. Sicher verwahren

    Größere Beträge auf eine eigene Wallet übertragen und die Seed Phrase offline aufbewahren.

Risiken von Kryptowährungen

Chancen und Risiken auf einen Blick

Chancen

  • Unabhängig von Banken und Staaten, rund um die Uhr handelbar
  • Schon mit kleinen Beträgen möglich, etwa per Sparplan
  • Bei Bitcoin fest begrenzte Menge von 21 Millionen Coins

Risiken

  • Kursschwankungen: Rückgänge von 50 % und mehr hat es bei Bitcoin mehrfach gegeben, bei kleinen Coins noch deutlich stärkere.
  • Verlust des Zugangs: Wer Schlüssel oder Seed Phrase verliert, kommt nicht mehr an seine Coins.
  • Betrug: Falsche Investmentseiten, angebliche Krypto-Berater in sozialen Netzwerken und Phishing gehören zu den häufigsten Maschen.
  • Anbieter-Risiko: Geht eine Börse pleite oder wird sie gehackt, können Kundengelder betroffen sein. MiCA-Zulassung und getrennte Verwahrung senken dieses Risiko, schließen es aber nicht aus.

Häufige Fragen zu Kryptowährungen

Was ist die bekannteste Kryptowährung?

Bitcoin – die erste Kryptowährung und mit Abstand die größte nach Marktkapitalisierung.

Wie viele Kryptowährungen gibt es?

Mehrere Tausend; ständig kommen neue hinzu und andere verschwinden. Für die meisten Anleger sind nur die größten Werte relevant, die wir in der Kursübersicht zeigen.

Kann man mit Kryptowährungen bezahlen?

Teilweise. Einige Händler akzeptieren Bitcoin direkt, häufiger zahlst du mit einer Krypto-Karte, die Coins beim Bezahlen in Euro umtauscht – steuerlich ist das ein Verkauf.

Sind Kryptowährungen sicher?

Die großen Blockchains gelten technisch als sehr robust. Die größten Risiken liegen bei Kursschwankungen, beim eigenen Umgang mit Schlüsseln und bei unseriösen Anbietern.

Wie viel Bitcoin bekomme ich für 100 €?

Das hängt vom Preis ab. Ein Beispiel: Am 09.10.2026 lag Bitcoin bei rund 74.000 €, für 100 € gab es also etwa 0,00135 BTC – vor Gebühren und Spread. Was nach allen Kosten übrig bleibt, rechnet unser Krypto-kaufen-Rechner für jeden Anbieter aus.

Muss ich Kryptogewinne unter 1.000 € versteuern?

Nein, wenn alle privaten Veräußerungsgewinne eines Jahres zusammen unter der Freigrenze von 1.000 € bleiben. Liegst du darüber, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil über 1.000 €.

Wie kann man mit Kryptowährungen Geld verdienen?

Vor allem durch Kursgewinne oder durch Staking-Erträge. Beides ist nicht garantiert: Den Chancen stehen hohe Kursrisiken und mögliche Verluste gegenüber.

Was ist der digitale Euro – und was passiert mit meinem Geld?

Der digitale Euro ist eine geplante digitale Form des Bargelds, herausgegeben von der Europäischen Zentralbank. Die EZB bereitet ihn seit 2023 vor; eingeführt werden kann er erst, wenn das EU-Gesetz dazu verabschiedet ist. Bargeld und Bankkonten bleiben bestehen. Mit Kryptowährungen hat er wenig gemein, weil er zentral ausgegeben wird.

Welche Krypto-Börse eignet sich in Deutschland?

Achte auf eine MiCA-Zulassung, niedrige Gebühren und Spreads und die Möglichkeit, Coins auf eine eigene Wallet zu übertragen. Wie die Anbieter abschneiden, zeigt unser Krypto-Börsen-Vergleich.

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