Günstige Krypto-Börsen mit niedrigen Gebühren

Kevin van der Linden
Von Aktualisiert Geprüft von Sven Meisinger

Krypto-Börsen mit einer Kaufgebühr von höchstens 1 % – sortiert von günstig nach teuer. Achte zusätzlich auf Spread und Einzahlungsgebühren.

Im Test 27 Anbieter
Günstigster Bitcoin-Kauf 0,15 % Finst
Höchster Trust Score 90/100 Plus500
Stand 20.10.2026 Daten laufend geprüft

Unsere Empfehlungen

Günstigste Börse

Finst

8,3/10
  • Gebühr 0,15 %
  • Trust Score 77/100
  • Coins 479+
  • Regulierung MiCA
Zu Finst* Testbericht

Krypto-Börsen mit geringen Gebühren im Vergleich

Klicke auf eine Spalte, um danach zu sortieren. Wähle zwei Börsen aus, um sie direkt zu vergleichen.

27 Anbieter
Vergleichen Regulierung Sparplan Staking Zahlung Anbieter
1 XTB Neobroker · Trading-Plattform DE 5,5/10 A87/100 0,00 % 54+ BaFin PayPalVisa+3 Zu XTB* CFD-Handel: 77 % der Privatkonten verlieren Geld
2 Trade Republic Neobroker DE AT 9,1/10 A86/100 1 € je Order 50+ BaFin, MiCA VisaSEPA+5 Zu Trade Republic*
3 bitFlyer Kryptobörse DE AT CH 6,0/10 B72/100 0,10 % 29+ MiCA SEPAKrypto-Einzahlung Zu bitFlyer*
4 Gate EU Kryptobörse DE AT 5,7/10 B72/100 0,10 % 200+ MiCA VisaSEPA+4 Zu Gate EU*
5 KuCoin Kryptobörse 3,0/10 D41/100 0,10 % 831+ MiCA
6 Finst Kryptobörse DE AT 8,3/10 B77/100 0,15 % 479+ MiCA SEPASEPA-Echtzeit+1 Zu Finst*
7 Plus500 Trading-Plattform DE AT CH 6,0/10 A+90/100 0,15 % 24+ – PayPalVisa+6 Zu Plus500* CFD-Handel: 80 % der Privatkonten verlieren Geld
8 OKX Kryptobörse DE AT 8,2/10 B76/100 0,20 % 194+ MiCA PayPalVisa+6 Zu OKX*
9 Bitvavo Kryptobörse DE AT Bonus 8,9/10 A88/100 0,25 % 426+ MiCA PayPalVisa+5
10 Bybit EU Kryptobörse DE AT 7,8/10 B74/100 0,25 % 108+ MiCA PayPalVisa+6 Zu Bybit EU*
11 Coinmerce Kryptobörse DE CH 7,8/10 B77/100 0,25 % 300+ MiCA SEPAKrypto-Einzahlung Zu Coinmerce*
12 justTRADE Neobroker DE 7,2/10 B76/100 0,30 % 73+ BaFin, MiCA SEPA Zu justTRADE*
13 BSDEX Kryptobörse DE 6,5/10 B77/100 0,35 % 10+ BaFin, MiCA SEPASEPA-Echtzeit+1 Zu BSDEX*
14 Coinbase Kryptobörse · Trading-Plattform DE AT 8,0/10 B76/100 0,50 % 250+ MiCA PayPalVisa+5 Zu Coinbase*
15 flatex Neobroker DE 7,0/10 A85/100 0,60 % 25+ BaFin, MiCA SEPASEPA-Echtzeit Zu flatex* CFD-Handel: 70,9 % der Privatkonten verlieren Geld
16 Bit2Me Kryptobörse DE AT CH 6,5/10 A85/100 0,60 % 249+ MiCA PayPalVisa+5 Zu Bit2Me*
17 Kraken Kryptobörse DE AT CH 8,2/10 A85/100 0,80 % 603+ MiCA, FCA PayPalVisa+7 Zu Kraken*
18 Crypto.com Kryptobörse DE AT Bonus 7,7/10 B72/100 0,80 % 400+ MiCA, FCA VisaSEPA+4 Zu Crypto.com*
19 Smartbroker+ Neobroker DE 6,3/10 B79/100 0,90 % 39+ BaFin, MiCA SEPASEPA-Lastschrift Zu Smartbroker+*
20 Traders Place Neobroker DE 6,0/10 B73/100 0,90 % 59+ BaFin, MiCA SEPA Zu Traders Place*
21 Robinhood Neobroker DE AT 6,0/10 A80/100 0,95 % 96+ MiCA SEPASEPA-Echtzeit+1 Zu Robinhood*
22 Bitpanda Neobroker · Kryptobörse DE AT CH 8,6/10 A82/100 0,99 % 827+ BaFin, MiCA PayPalVisa+6 Zu Bitpanda* CFD-Handel: 53,2 % der Privatkonten verlieren Geld
23 SwissBorg Kryptobörse DE AT CH 6,5/10 C58/100 0,99 % 400+ MiCA SEPAApple Pay+6 Zu SwissBorg*
24 eToro Trading-Plattform DE AT Bonus 7,3/10 A83/100 1,00 % 150+ MiCA PayPalVisa+3 Zu eToro* CFD-Handel: 51 % der Privatkonten verlieren Geld
25 Relai Kryptobörse DE AT CH 6,7/10 B76/100 1,00 % 1+ MiCA VisaMastercard+3 Zu Relai*
26 Swissquote Trading-Plattform DE AT 6,5/10 A88/100 1,00 % 40+ MiCA SEPAKrypto-Einzahlung Zu Swissquote* CFD-Handel: 55,1 % der Privatkonten verlieren Geld
27 finanzen.net zero Neobroker DE 6,5/10 A80/100 1,00 % 59+ BaFin, MiCA SEPASEPA-Echtzeit+1 Zum Anbieter*

Gebühr = Kaufgebühr laut Börse für den einfachen Kauf (ohne Spread). Trust Score: Vertrauenswürdigkeit von 0 bis 100, berechnet aus festen Kriterien.

So testen wir Krypto-Börsen

Jede Börse eröffnen und nutzen wir selbst. Die Gesamtwertung (0 bis 10) setzt sich aus sechs Kriterien zusammen; der Trust Score (0 bis 100) bewertet getrennt davon, wie vertrauenswürdig ein Anbieter ist.

Gesamtwertung

  • Bedienung und Nutzerfreundlichkeit
  • Funktionen und Angebot
  • Anfängerfreundlichkeit
  • Gebühren und Kosten
  • Sicherheit und Vertrauen
  • Support

Trust Score

  • Regulierung & Lizenz (30 Punkte)
  • Sicherheit (25)
  • Unternehmen & Erfahrung (20)
  • Nutzerzufriedenheit (10)
  • Transparenz & Support (15)

Berechnet aus festen Kriterien mit Quellen – nie von Hand gesetzt.

Günstige Krypto-Börsen mit niedrigen Gebühren im Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die günstigste Krypto Börse erkennst du nicht an einer einzelnen Zahl, sondern an der Summe aus Gebühr, Spread, Einzahlung und Auszahlung.
  • Eine feste Ordergebühr von 1 € ist bei 100 € teurer als 0,99 %, bei 10.000 € aber kaum spürbar.
  • Im Profi-Modus zahlst du bei vielen Anbietern nur einen Bruchteil dessen, was der einfache Kauf in der App kostet.
  • CFD-Anbieter mit 0 % Kommission verkaufen dir keine echten Coins, sondern Wetten auf den Kurs.
  • Ohne MiCA-Lizenz ist auch der niedrigste Preis kein guter Deal, denn dann fehlt der Schutz deiner Coins.

Günstigste Krypto Börse: Warum die Gebühr in der Tabelle nur der Anfang ist

Die günstigste Krypto Börse ist die, bei der von deinem Geld am meisten im Coin ankommt. Unsere Tabelle oben sortiert nach der Kaufgebühr, die ein Anbieter für den einfachen Kauf nennt. Das ist ein guter Startpunkt, aber nicht die ganze Rechnung.

Zur Kaufgebühr kommen je nach Anbieter ein nicht ausgewiesener Preisaufschlag und Kosten für die Einzahlung per Karte oder PayPal. Schickst du Coins auf deine eigene Wallet, wird oft noch einmal eine Gebühr fällig. Wer nur auf die erste Zahl schaut, zahlt am Ende oft mehr als nötig. In diesem Ratgeber zerlegen wir die Kosten in ihre Bausteine und rechnen mit echten Gebührensätzen aus unseren Prüfungen, Stand Oktober 2026.

Sieben Kostenarten beim Kauf und Verkauf von Coins

Ein Kryptokauf kostet selten nur eine Gebühr. Je nach Anbieter können bis zu sieben Posten zusammenkommen, die an ganz unterschiedlichen Stellen versteckt sind.

Handelsgebühr

Die Handelsgebühr ist der Preis für die Ausführung deiner Order. Sie wird meist als Prozentsatz vom Kaufbetrag berechnet, bei manchen Neobrokern auch als fester Betrag. Finst nimmt zum Beispiel 0,15 % je Order, Bitpanda für Bitcoin 0,99 % und für viele andere Coins 1,49 %.

Spread

Der Spread ist der Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Er taucht auf keiner Rechnung auf, weil er schon im Preis steckt, den du siehst. Viele Anbieter beziffern ihn nicht, darunter Trade Republic, Coinbase beim einfachen Kauf und Kraken beim Sofortkauf.

Es gibt Ausnahmen, die mehr Klarheit schaffen. Finst erhebt laut eigener Aussage keinen zusätzlichen Spread. Flatex nennt Gesamtkosten inklusive Spread: 0,6 % für liquide und 0,7 % für weniger gehandelte Coins. Bei justTRADE kommt ein Spread von mindestens 0,175 % zur Provision von 0,125 % hinzu.

Maker und Taker

An Handelsplätzen mit Orderbuch zählt, ob du Liquidität bringst oder nimmst. Eine Limit-Order, die nicht sofort ausgeführt wird, macht dich zum Maker. Kaufst du sofort zum aktuellen Angebot, bist du Taker und zahlst meist mehr.

Bei Kraken Pro sind es in der Einstiegsstufe 0,40 % als Maker und 0,80 % als Taker, bei BSDEX 0,20 % und 0,35 %. Mit wachsendem Monatsvolumen sinken die Sätze, doch für die meisten Privatanleger gilt die erste Stufe.

Beispiel einer Volumenstaffel: Bitvavo

Unter 100.000 € Handelsvolumen in 30 Tagen zahlst du 0,15 % als Maker und 0,25 % als Taker.
Ab 100.000 € sinken die Sätze auf 0,10 % und 0,20 %, ab 1 Mio. € auf 0,05 % und 0,14 %.
Erst ab 10 Mio. € entfällt die Maker-Gebühr ganz. Die Staffel gilt für Euro-Märkte, nicht für den einfachen Kauf mit Preisgarantie.

Einzahlung und Auszahlung in Euro

Die SEPA-Überweisung ist bei fast allen Anbietern unserer Tabelle kostenlos. Teurer wird es mit Karte, Apple Pay oder PayPal. Bitvavo und Trade Republic nehmen für Karten 1 %, OKX 1,99 % und Kraken für Debitkarten 3,75 % plus 0,25 €. Welche Zahlungswege es gibt und was sie kosten, vergleicht unsere Übersicht Krypto kaufen: alle Zahlungsarten.

Wer es eilig hat, muss dafür nicht mehr zahlen. Banken im Euroraum dürfen für eine Echtzeitüberweisung seit dem 9. Januar 2025 nicht mehr verlangen als für eine normale Überweisung. Viele Anbieter, darunter Bitvavo, BSDEX und Finst, nehmen solche Zahlungen ohne eigene Gebühr an. Damit ist das Geld in Sekunden da, ohne den Aufschlag einer Karte.

Netzwerkgebühr beim Coin-Versand

Schickst du Coins auf eine eigene Wallet, fällt eine Gebühr an, die stark schwankt. Manche Anbieter reichen nur die aktuelle Netzwerkgebühr weiter, etwa Trade Republic. Andere verlangen feste Beträge: bitFlyer berechnet für eine Bitcoin-Auszahlung 0,0004 BTC, Bitvavo zum Zeitpunkt unserer Prüfung 0,000017 BTC.

Finst legt auf die Netzwerkgebühr 2,50 € Kosten Dritter je Auszahlung. BSDEX und Gate EU nennen für Bitcoin keine Auszahlungsgebühr. Gerade bei kleinen Sparplänen lohnt es sich deshalb, Coins zu sammeln und seltener zu versenden.

Verwahrung und Inaktivität

Eine laufende Verwahrgebühr für Coins verlangen die Anbieter unserer Tabelle in der Regel nicht. Anders sieht es bei Krypto-ETPs aus, die über Broker gehandelt werden: Dort fallen jährliche Produktkosten an, beim CoinShares Physical Bitcoin zum Beispiel 0,15 % pro Jahr.

Inaktivitätsgebühren sind bei echten Kryptoanbietern selten. Plus500 berechnet dagegen bis zu 10 US-Dollar im Monat, wenn du dich drei Monate lang nicht einloggst. Wer ein Konto nur gelegentlich nutzt, sollte das vorher prüfen.

Feste Ordergebühr oder Prozent: Wann welches Modell günstiger ist

Zwei Preismodelle stehen sich gegenüber. Trade Republic berechnet keine Provision, sondern 1 € pauschal je Einzelorder, dazu einen Spread ohne genaue Angabe. Die meisten Kryptoanbieter nehmen dagegen einen Prozentsatz vom Ordervolumen.

Welches Modell besser passt, hängt allein von deiner Ordergröße ab. Gegen Bitvavo mit 0,25 % lohnt sich die Pauschale ab 400 € je Kauf, gegen Finst mit 0,15 % erst ab rund 667 €. Bei 100 € dagegen entspricht 1 € schon 1 % und liegt damit sogar über dem Bitcoin-Aufschlag von Bitpanda.

Pauschale je Order im Vergleich zum Prozentsatz

Pauschale spricht für sich, wenn

  • du selten, aber mit größeren Beträgen kaufst
  • du die Kosten vorab auf den Cent genau kennen willst
  • du große Beträge in einer Order umschichtest

Prozentsatz ist besser, wenn

  • du oft kleine Beträge unter 400 € kaufst
  • du nur 25 oder 50 € auf einmal investieren willst
  • du vor allem den Spread vergleichbar halten möchtest

Einen Mischfall bietet finanzen.net zero: 1 % Provision je Kauf und unter 500 € Ordervolumen zusätzlich 1 € Mindermengenzuschlag. Bei einer Order über 100 € zahlst du dort also 2 €, das sind 2 % des Betrags.

Rechenbeispiele: Was 100 €, 1.000 € und 10.000 € kosten

Die folgende Rechnung zeigt nur die ausgewiesene Gebühr für einen Bitcoin-Kauf, ohne Einzahlungskosten. Den Spread rechnen wir nur dort ein, wo der Anbieter ihn selbst in seine Gesamtkosten einbezieht, also bei flatex. Bei Trade Republic, Bitpanda und Bitvavo im einfachen Kauf kommt ein Aufschlag hinzu, den die Anbieter nicht beziffern.

Kaufgebühr bei drei Ordergrößen

Anbieter 100 € 1.000 € 10.000 €
Trade Republic 1,00 € 1,00 € 1,00 €
Finst 0,15 € 1,50 € 15,00 €
Bitvavo 0,25 € 2,50 € 25,00 €
BSDEX 0,35 € 3,50 € 35,00 €
flatex 0,60 € 6,00 € 60,00 €
Bitpanda 0,99 € 9,90 € 99,00 €

Die Tabelle zeigt, wie stark sich die Rangfolge mit dem Betrag verschiebt. Bei 100 € liegt Finst vorn, Trade Republic fast gleichauf mit Bitpanda. Bei 10.000 € ist die Pauschale unschlagbar, sofern ihr Spread nicht deutlich über dem der anderen liegt.

Zahlst du per Karte ein, verschiebt sich das Bild erneut. Bei 1.000 € über eine Kreditkarte kostet allein die Einzahlung bei Bitvavo 10 € und bei Kraken 37,75 €, also mehr als jede Kaufgebühr in der Tabelle. Mit Betrag, Coin und Zahlungsart deiner Wahl rechnet unser Kauf-Rechner für alle Coins die Kosten je Anbieter aus.

Kleine Beträge: Wo Mindestgebühren den Einstieg verteuern

Gerade wer vorsichtig mit 20 oder 50 € anfängt, sollte auf Mindestbeträge und Zuschläge achten. Prozentuale Gebühren skalieren sauber nach unten, feste Beträge nicht. Eine Pauschale von 1 € auf einen Kauf über 25 € entspricht schon 4 % des Betrags.

Auch die Mindestorder unterscheidet sich deutlich. Bei Trade Republic, Bitpanda, Finst und flatex geht es ab 1 €, bei Bitvavo ab 5 €. Relai setzt 50 € je Transaktion voraus, BSDEX berechnet mindestens 0,01 € je Order und bleibt damit auch bei Kleinstbeträgen beim Prozentsatz.

Für sehr kleine Käufe sind daher Anbieter mit reinem Prozentsatz und ohne Mindermengenzuschlag im Vorteil. Wer stattdessen einmal im Quartal eine größere Summe anlegt, kann mit einer Pauschale günstiger fahren. Ein Blick auf deine geplante Kaufgröße spart hier mehr als jeder Rabattcode.

Profi-Modus oder einfacher Kauf: derselbe Coin, zwei Preise

Viele Anbieter haben zwei Wege zum selben Coin. Der einfache Kauf in der App ist bequem, kostet aber oft deutlich mehr als eine Order im Profi-Bereich mit Orderbuch. Der Unterschied steht selten auf der Startseite.

  • Coinbase: Einfacher Kauf mit Gebühr und nicht beziffertem Spread, in Coinbase Advanced 0,25 % Maker und 0,50 % Taker.
  • Bitpanda: Im Standard ab 0,99 %, in Bitpanda Fusion 0,25 % in der Einstiegsstufe.
  • Bybit EU: One-Click Buy mit 1,30 % werktags tagsüber und 1,80 % nachts und am Wochenende, im Orderbuch 0,25 %.
  • OKX: Einfacher Kauf mit einem Spread von höchstens 1,00 %, im Spot-Handel 0,20 % als Taker.
  • Bitvavo: Kauf mit Preisgarantie mit nicht beziffertem Aufschlag, über das Orderbuch 0,25 %.

Der Profi-Modus sieht anfangs komplizierter aus, ist aber nach zwei, drei Käufen vertraut. Eine Limit-Order schützt dich zusätzlich davor, in einer hektischen Minute zu einem schlechten Kurs zu kaufen. Bei Bybit EU kommt noch die Uhrzeit dazu: Wer abends oder am Wochenende per One-Click kauft, zahlt mehr.

Sparplan: Wo regelmäßige Käufe am wenigsten kosten

Bei einem Sparplan fällt jede Gebühr jeden Monat neu an, deshalb lohnt hier der genaueste Blick. Trade Republic führt Krypto-Sparpläne ab 1 € ohne Ausführungsgebühr aus, der nicht bezifferte Spread bleibt. Finst berechnet auch im Sparplan 0,15 % ohne zusätzlichen Spread, Mindestrate 10 €.

Bitvavo rechnet Sparplan-Käufe zur Taker-Gebühr von 0,25 % ab. Relai, das nur Bitcoin anbietet, verlangt sonst 1 % Servicegebühr, im monatlichen Sparplan ist aber ein Kauf bis 100 € je Monat gebührenfrei. Für eine kleine Monatsrate ist das ein Argument, für größere Beträge eher nicht.

Ein Rechenbeispiel mit 100 € im Monat über ein Jahr macht die Unterschiede greifbar. Bei Finst zahlst du zwölfmal 0,15 €, also 1,80 €, bei Bitvavo zwölfmal 0,25 €, also 3 €. Bei Trade Republic und bei Relai fällt keine ausgewiesene Gebühr an, bei Trade Republic bleibt aber der unbekannte Spread. Zahlst du die Rate dagegen per Karte mit 1 % Aufschlag ein, kostet allein das 12 € im Jahr, ein Vielfaches der Kaufgebühr.

Wie viel ein Plan über Jahre kostet, hängt neben der Gebühr von Rate und Laufzeit ab. Anbieter mit Sparplan und ihre Bedingungen findest du im Krypto-Sparplan-Vergleich.

Finst oder Bitvavo: zwei günstige Anbieter im Direktvergleich

Finst

Kryptobörse

Bitvavo

Kryptobörse

Finst und Bitvavo im Vergleich
Merkmal Finst Bitvavo
Wertung
8,3/10 8,9/10 (besser)
Trust Score
B 77/100 A 88/100 (besser)
Gebühr
0,15 % 0,25 %
Coins
479+ 426+
Regulierung
MiCA MiCA

Ausführlicher Vergleich: Finst oder Bitvavo

Kosten nach dem Kauf: Staking-Anteil, Abos und Verkauf

Ein Teil der Kosten zeigt sich erst, wenn du deine Coins arbeiten lässt oder wieder verkaufst. Diese Posten fehlen in den meisten Gebührenvergleichen.

Staking: Der Anbieter verdient mit

Beim Staking behalten Anbieter einen Teil der Erträge ein. Coinbase nimmt 35 %, BSDEX 27 %, Kraken und Bitpanda je 20 %. Bei Finst sind es je nach Coin 25 bis 45 %, bei Bitvavo 10 bis 40 % für festes und 50 bis 80 % für flexibles Staking.

Abo-Modelle

Einige Anbieter verkaufen niedrigere Gebühren im Abo. Coinbase One kostet ab 4,99 € im Monat, Kraken+ ebenfalls 4,99 €. Ein Abo rechnet sich nur, wenn die gesparten Gebühren über diesem Betrag liegen, bei einem monatlichen Kauf von 50 € ist das kaum zu schaffen.

Tausch von Coin zu Coin

Wer Bitcoin direkt gegen Ether tauscht, zahlt dafür oft einen eigenen Preis. Coinbase berechnet bei der Umwandlung eine Gebühr plus Spread ohne festen Satz. OKX nennt für Convert einen Spread von höchstens 1,00 %, Gate EU wirbt mit Tausch ohne Gebühren, beziffert den Aufschlag im Kurs aber nicht.

Im Orderbuch kann der Weg über Euro günstiger sein: zwei Orders zu je 0,25 % ergeben 0,50 % und damit weniger als ein Tausch mit einem Prozent Aufschlag. Die günstigste Krypto Börse für Käufe ist deshalb nicht automatisch die günstigste für häufiges Umschichten.

Verkauf und Euro-Auszahlung

Beim Verkauf gelten meist dieselben Sätze wie beim Kauf, die Gebühr fällt also zweimal an. Die Euro-Auszahlung aufs Referenzkonto ist bei vielen Anbietern kostenlos, bei Bitvavo dauert sie nach Deutschland rund zwei Werktage. Was am Ende eines Verkaufs übrig bleibt, zeigt unser Rechner für den Krypto-Verkauf.

0 % Gebühr? Warum CFD-Anbieter keine echten Coins liefern

In unserer Tabelle steht XTB mit 0,00 % ganz oben, Plus500 mit 0,15 % ebenfalls weit vorn. Beide verkaufen in Deutschland aber keine Kryptowährungen, sondern Differenzkontrakte. Du setzt damit nur auf die Kursbewegung, besitzt keinen einzigen Coin und kannst nichts auf eine Wallet übertragen.

Die Kosten stecken bei CFDs im Spread, bei XTB laut Anbieter ab 0,22 % des Marktpreises. Wer Positionen über Nacht hält, zahlt je nach Produkt weitere Finanzierungskosten. Die 0 % in der Tabelle beziehen sich also auf die Kommission, nicht auf die Gesamtkosten.

Erst Lizenz, dann Preis: Warum die günstigste Krypto Börse eine MiCA-Erlaubnis braucht

Seit dem 1. Juli 2026 dürfen Kryptodienstleister in der EU nur noch mit einer Erlaubnis nach der MiCA-Verordnung tätig sein. Deutschland hatte die Übergangsfrist sogar schon zum 31. Dezember 2025 enden lassen. Ein Anbieter ohne diese Lizenz darf dir in Deutschland keine Coins verkaufen oder verwahren.

Für dich zählt vor allem eine Pflicht: Lizenzierte Anbieter müssen die Coins ihrer Kunden rechtlich und operativ vom eigenen Vermögen trennen. Geht ein Anbieter pleite, gehören deine Coins nicht in die Insolvenzmasse. Ein paar gesparte Zehntelprozent wiegen dieses Risiko nicht auf.

Ob ein Anbieter zugelassen ist, kannst du selbst nachsehen. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA führt ein Register aller Kryptodienstleister mit MiCA-Erlaubnis, in dem auch die zuständige Aufsicht und das Datum der Zulassung stehen. Bitvavo etwa wurde dort am 26. Juni 2025 von der niederländischen AFM zugelassen und darf über den EU-Pass auch in Deutschland tätig sein.

Auch innerhalb der lizenzierten Anbieter lohnt der zweite Blick. KuCoin steht mit 0,10 % weit oben in der Tabelle, kommt im Trust Score aber nur auf 41 von 100 Punkten. Bei Bitvavo, Trade Republic oder Kraken liegt der Wert zwischen 85 und 88 Punkten. Wie sich Sicherheit und Kosten insgesamt verteilen, zeigt unser Vergleich aller Krypto-Anbieter.

So prüfst du die Kosten eines Anbieters selbst

Gebühren ändern sich, Coinbase hat zum Beispiel seine Sätze in Advanced erst im September 2026 gesenkt. Mit fünf Schritten kannst du jeden Anbieter in wenigen Minuten selbst durchrechnen.

Kostencheck in fünf Schritten

  1. Preisverzeichnis öffnen

    Suche die offizielle Gebührenseite oder das PDF mit Kosteninformationen, nicht die Werbeseite.

  2. Kaufweg festlegen

    Notiere, ob du im einfachen Kauf oder im Orderbuch handelst, denn die Sätze unterscheiden sich.

  3. Zahlungsart einrechnen

    Addiere die Gebühr für Karte, PayPal oder Klarna, falls du nicht per Überweisung einzahlst.

  4. Kaufvorschau prüfen

    Vergleiche den angezeigten Kurs mit einem neutralen Kurs, um den Spread zu schätzen.

  5. Auszahlung bedenken

    Prüfe die Gebühr für den Versand auf deine Wallet und die Euro-Auszahlung.

Woran du einen fairen Preis erkennst

  • Gebühren stehen vollständig auf einer offiziellen Seite
  • Der Spread ist beziffert oder in Gesamtkosten enthalten
  • SEPA-Einzahlung kostet nichts
  • Coins lassen sich auf eine eigene Wallet übertragen
  • Kein Anbieter ohne MiCA-Lizenz, auch wenn er billiger wirkt
  • Keine Lockangebote mit 0 %, hinter denen nur CFDs stehen

Fazit: Welche günstigste Krypto Börse zu dir passt

Eine einzige günstigste Krypto Börse für alle gibt es nicht, weil Ordergröße, Zahlungsweg und Kaufmodus die Rechnung bestimmen. Mit den folgenden Profilen findest du schnell den passenden Anbieter, alle mit MiCA-Erlaubnis.

Du kaufst kleine Beträge und willst transparente Kosten? Dann passt Finst zu dir: 0,15 % je Order ohne zusätzlichen Spread, Details im Testbericht zu Finst.

Du kaufst selten, aber in größeren Summen, und willst Aktien im selben Konto? Dann passt Trade Republic mit 1 € je Order und kostenlosem Sparplan, mehr dazu im Testbericht zu Trade Republic.

Du willst eine große Auswahl und nutzt gern das Orderbuch? Dann passt Bitvavo mit über 426 Coins und 0,25 % als Taker, siehe Bitvavo im Test.

Du fängst gerade erst an? Dann zählen einfache Bedienung und guter Support mehr als der letzte Zehntelprozentpunkt. Passende Anbieter stehen bei unseren Krypto-Börsen für Anfänger.

Häufige Fragen: Günstige Krypto-Börsen mit niedrigen Gebühren

Welche Krypto-Börse hat die geringsten Gebühren?

In unserer Tabelle steht die Börse mit der niedrigsten Kaufgebühr oben. Prüfe zusätzlich Spread und Einzahlungsgebühren deiner Zahlungsmethode.

Ist die günstigste Krypto Börse auch für Anfänger geeignet?

Nicht unbedingt, denn niedrige Gebühren gibt es oft nur im Profi-Modus mit Orderbuch. Wer neu ist, kommt mit einer einfachen App besser zurecht und zahlt dafür etwas mehr. Ein guter Kompromiss ist ein Anbieter mit niedrigem Prozentsatz und übersichtlicher Bedienung.

Wie finde ich heraus, wie hoch der Spread wirklich ist?

Vergleiche in der Kaufvorschau den angebotenen Kurs mit einem neutralen Referenzkurs zur selben Minute. Die Differenz in Prozent ist ungefähr dein Aufschlag. Wiederhole das zu verschiedenen Tageszeiten, weil der Abstand bei unruhigem Markt wächst.

Lohnt sich ein Gebühren-Abo wie Coinbase One?

Das hängt von deinem Handelsvolumen ab. Ein Abo für 4,99 € im Monat zahlt sich erst aus, wenn du dadurch mehr als diesen Betrag an Gebühren sparst. Bei kleinen monatlichen Käufen ist das meist nicht der Fall.

Fallen beim Verkauf von Coins dieselben Gebühren an wie beim Kauf?

Bei den meisten Anbietern ja, die Handelsgebühr wird beim Verkauf erneut fällig. Dazu kann ein Spread kommen, weil der Verkaufskurs unter dem Kaufkurs liegt. Plane deshalb immer beide Richtungen ein, wenn du Anbieter vergleichst.

Sind Limit-Orders günstiger als Market-Orders?

Oft ja, weil eine Limit-Order, die im Orderbuch wartet, zur niedrigeren Maker-Gebühr abgerechnet wird. Bei Kraken Pro sind das zum Beispiel 0,40 % statt 0,80 %. Der Nachteil: Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Kurs deinen Wunschpreis erreicht.

Warum ist die Auszahlung von Bitcoin bei manchen Anbietern so teuer?

Einige Anbieter verlangen feste Beträge pro Auszahlung, die über der aktuellen Netzwerkgebühr liegen können. Bei bitFlyer sind es 0,0004 BTC, bei Finst kommen 2,50 € zur Netzwerkgebühr hinzu. Sammle kleine Beträge deshalb und überweise sie seltener auf deine Wallet.

Weitere Krypto-Börsen-Vergleiche

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