Die Kraken-Mutter Payward darf in Dubai den regulären Betrieb aufnehmen: Die Aufsicht VARA hat ihrer Tochter Payward FZCO am 6. Oktober die Lizenz als Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte erteilt, auch für Privatkunden. Einen Starttermin nennt das Unternehmen in seiner Mitteilung vom Montag nicht.
Mit der Lizenz plant Kraken den Marktstart in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Kunden dort sollen zum Start Spot- und Margin-Handel in Paaren gegen den Dirham bekommen und direkt in Dirham ein- und auszahlen können, dazu Staking, tokenisierte Aktien über xStocks und Überweisungen mit der App Krak. Institutionelle Kunden erhalten außerdem außerbörslichen Handel und das Prime-Angebot.
“From launch, clients in the UAE get the same order book and multi-asset coverage we run in every other market”, sagte Arjun Sethi, Co-CEO von Payward und Kraken, in der Pressemitteilung. Kunden in den Emiraten handeln danach im selben Orderbuch wie Kunden in allen anderen Märkten, ein eigenes Orderbuch gibt es nicht.
Dubai hat die Lizenz in zwei Stufen vergeben
Der Weg zur Lizenz zog sich über fünf Monate:
- Mai 2026: Die Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) erteilt Payward eine vorläufige Zulassung. Sie erlaubt den Aufbau des Betriebs, aber noch keine Kunden.
- 6. Oktober: Die Lizenz VL/26/10/002 wird ausgestellt, nach dem öffentlichen Register der VARA für Broker-Dealer-Dienste sowie Verwaltungs- und Anlagedienste, mit der Auflage “Permitted to serve Institutional Investors, Qualified Investors and Retail Investors”.
- 12. Oktober: Payward macht die Lizenz öffentlich und kündigt den Start an.
Derivate und weitere Ertragsprodukte sollen nach Angaben des Unternehmens im Lauf von 2026 und 2027 folgen, vorbehaltlich weiterer Genehmigungen. Die Full Market Approval ist die letzte Stufe im Verfahren der VARA.
Kraken reiht sich damit in eine wachsende Liste ein. Nach Angaben von Cointelegraph führt das Register inzwischen 58 lizenzierte Anbieter, im Mai waren es 49. Payward selbst gibt an, weltweit mehr als 100 Lizenzen und Registrierungen zu halten.
Kunden in Europa betrifft die Lizenz nur mittelbar
Wer Kraken aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz nutzt, merkt von der Lizenz in Dubai zunächst nichts, denn die Mitteilung betrifft allein das Angebot in den Emiraten. Mittelbar betrifft es sie trotzdem, denn neue Kunden aus den Emiraten handeln im selben globalen Orderbuch, und mehr Teilnehmer bedeuten dort in der Regel mehr Liquidität. Wie viele es werden, sagt Payward nicht. Welche Produkte Kraken in der EU zuletzt ausgebaut hat, zeigen unsere Berichte über den Zugang zu Börsengängen über xStocks und über die DeFi-Zinsen in der Kraken-Wallet.
Offen ist, wann die ersten Kunden in den Emiraten tatsächlich handeln können.
Kraken ist kein Partner von krypto-boersen.com. Wie sich die Handelsplätze, die Anlegern in Deutschland offenstehen, bei Gebühren und Angebot unterscheiden, zeigt unser Krypto-Börsen Vergleich.


























