Canton Coin auf einen Blick
- Einordnung
- Smart-Contract-Plattform Canton Network (Global Synchronizer)
- Kaufen ab
- 0,15 % Kosten bei Finst (1.000 € per SEPA, inkl. Spread) – alle Börsen →
Aktuelle Marktdaten
Netzwerk & Ökosystem
Wie stark wird Canton tatsächlich genutzt? Der TVL zeigt, wie viel Kapital in Anwendungen wie Börsen, Kreditplattformen und Staking steckt; Handelsvolumen und Gebühren zeigen die laufende Nutzung.
Quelle: DefiLlama, Stand 19.10.2026. TVL-Verlauf über 12 Monate.
Canton Coin im Detail
Eckdaten
Technologie
Community & Links
Das Wichtigste in Kürze
- Was ist Canton Coin? Der Token CC gehört zum Global Synchronizer, dem öffentlichen Knotenpunkt des Canton Network.
- Das Canton Network richtet sich an Banken und andere Finanzinstitute, die Daten nur mit den direkt Beteiligten teilen wollen.
- Gebühren werden in US-Dollar berechnet und mit CC beglichen, die dabei verbrannt werden.
- Neue CC entstehen nur als Belohnung für Infrastruktur und Anwendungen, einen Vorverkauf gab es nicht.
- Eine feste Höchstmenge fehlt: Nach zehn Jahren dürfen jährlich bis zu 2,5 Mrd. CC neu entstehen.
Was ist Canton Coin? CC ist der Nutzungs-Token des Global Synchronizer, über den Teilnehmer im Canton Network ihre Transaktionen abgleichen. Anders als die meisten Kryptowährungen wurde CC nie an Anleger verkauft, er entsteht ausschließlich als Lohn für Arbeit am Netz. Um den Coin zu verstehen, lohnt sich deshalb zuerst ein Blick auf das Netzwerk dahinter.
Was ist Canton Coin und was ist das Canton Network?
Das Canton Network beschreibt sich im MiCA-Whitepaper als „Netz aus Netzen“ für Smart Contracts. Jede Anwendung legt selbst fest, wer ihre Daten sieht, wie sie skaliert und wer über sie bestimmt. Trotzdem bleiben alle Anwendungen Teil eines gemeinsamen, öffentlichen Systems und können untereinander Geschäfte abwickeln.
Klassischen Smart-Contract-Netzen hält das Whitepaper zwei Schwächen vor: Alle Daten liegen offen, und alle Anwendungen streiten um dieselbe Kapazität. Für regulierte Finanzhäuser ist schon der erste Punkt ein Ausschlusskriterium.
Privatsphäre eingebaut: Daml und Teil-Transaktionen
Verträge im Canton Network entstehen in Daml, einer funktionalen Programmiersprache. Schon im Code steht, wer einen Vertrag unterzeichnet, wer ihn einsehen darf und wer welche Aktion auslösen kann. Daten bleiben standardmäßig vertraulich.
Daraus folgt das Prinzip der Teil-Transaktionen. Ein Geschäft kann aus mehreren Abschnitten bestehen, und jede Partei sieht nur den Teil, an dem sie beteiligt ist. Ihr eigener Knoten prüft diesen Ausschnitt, ohne einer fremden Partei vertrauen zu müssen.
Proof of Stakeholder statt globaler Kopie
Weil kein Knoten alle Daten kennt, passt der übliche Konsens nicht. Canton trennt ihn deshalb in zwei Schichten. Die erste stimmt einen Vertrag nur unter seinen Beteiligten ab, die zweite bringt verschlüsselte Nachrichten in eine verbindliche Reihenfolge. Im Global Synchronizer erledigt das ein byzantinisch fehlertolerantes Verfahren, das eine Zweidrittelmehrheit der Super Validators braucht.
Global Synchronizer und Super Validators
Der Global Synchronizer ist die erste dezentrale Synchronisationsdomäne des Netzes. Nach einem Testnetz ab Juni 2023 ging sein Hauptnetz im Juni 2024 live. Betrieben wird er von unabhängigen Organisationen, den Super Validators. Die Canton Foundation zählt auf ihrer Seite im Oktober 2026 63 Super-Validator-Knoten und 831 Validatoren.
Laut Whitepaper darf jeder eigene, auch nicht öffentliche Domänen betreiben. CC wird nur dort gebraucht, wo Teilnehmer den öffentlichen Synchronizer nutzen.
Wofür Canton Coin gebraucht wird
- Datenverkehr: Knoten brauchen ein Guthaben in Megabyte, um Transaktionen über den Global Synchronizer zu senden. Es entsteht, wenn jemand CC im passenden Gegenwert verbrennt.
- Anwendungsgebühren: Anbieter dürfen ihre Preise in CC abrechnen, etwa der Namensdienst der Super Validators.
- Anreize: Wer Infrastruktur oder Anwendungen bereitstellt, darf neue CC prägen.
Bemerkenswert: Der Einsatz bleibt freiwillig. Ein Teilnehmer kann sein Verkehrsguthaben auch von einem Dritten einrichten lassen, ähnlich einem Datentarif, den er in Dollar bezahlt.
Burn-Mint-Gleichgewicht: verbrennen statt überweisen
Gebühren gehen bei Canton nicht direkt an einen Betreiber. Der Nutzer vernichtet stattdessen CC im Wert der fälligen Dollar-Gebühr. Getrennt davon prägen Betreiber neue Coins als Belohnung für ihre Leistung.
Ziel dieses Kreislaufs ist laut Whitepaper ein Marktpreis, der sich langfristig am Nutzen des Netzes ausrichtet. Wächst die Nutzung, wird mehr verbrannt; schrumpft sie, überwiegt die Neuausgabe. Damit die Umlaufmenge im Dauerbetrieb stabil bleibt, müssten jedes Jahr rund 2,5 Mrd. CC vernichtet werden. Wie sich der Preis tatsächlich entwickelt, zeigt die Seite Canton Coin Kurs.
Canton Coin in Zahlen
- 06/2024Start des Global-Synchronizer-Hauptnetzes
- 100 Mrd.CC prägbar in den ersten zehn Jahren
- 2,5 Mrd.CC pro Jahr danachObergrenze der Neuausgabe
- 2/3Mehrheit der Super Validators für Änderungen
Quelle: Canton-Coin-Whitepaper nach MiCA
Wer neue CC erhält: die Prägekurve
In den ersten zehn Jahren können insgesamt 100 Mrd. CC entstehen, je zur Hälfte für Infrastruktur und für Anwendungen. Anfangs ging der größte Teil an die Super Validators, die das Netz aufgebaut haben. Ihr Anteil sinkt laut Plan bis zum zehnten Jahr auf 10 %, Anwendungsanbieter steigen im selben Abschnitt auf 69 %.
Gegen Missbrauch gibt es Obergrenzen: Neue Anwendungen dürfen höchstens 80 % ihrer verbrannten Gebühren als frische CC zurückholen, bis zwei Drittel der Super Validators sie als nützlich einstufen. Wie stark neue Coins andere Netzwerke verwässern, vergleicht unsere Statistik zur Inflation von Kryptowährungen.
Wer hinter Canton steht
Das Canton-Protokoll stammt von Digital Asset Holdings, einem 2015 gegründeten Unternehmen aus New York. Über die Regeln des Global Synchronizer wacht die Canton Foundation, eine gemeinnützige Gesellschaft aus Delaware, gegründet am 24. Juni 2024 und bis September 2025 unter dem Namen Global Synchronizer Foundation bekannt. Der Kerncode steht unter der Apache-2.0-Lizenz offen.
Für den Handel in der EU hat die Stiftung ein Whitepaper nach der MiCA-Verordnung vorgelegt. Als erste Handelsplattform in der EU nennt es Kraken, die Zulassung zum Handel war für etwa November 2025 angesetzt. Mehr zu Kosten und Sicherheit dort liest du im Kraken-Testbericht.
CC selbst verwahren
Gängige Wallets für Ethereum oder Solana können mit CC nichts anfangen, weil der Coin auf dem Canton-Protokoll läuft. Ledger hat im August 2026 die Unterstützung in der App Ledger Wallet freigeschaltet, Transaktionen bestätigst du dabei auf dem Bildschirm des Geräts. Trezor führt laut eigener Seite nur Wrapped Canton Coin (wCC), eine Abbildung auf der BNB Smart Chain, nicht den ursprünglichen Coin.
Canton Coin kritisch betrachtet
Was dafür spricht
- Kein Vorverkauf und keine Zuteilung an Gründer
- Neuausgabe an messbare Leistung für das Netz gekoppelt
- Datenschutz auf Ebene einzelner Verträge
Was dagegen spricht
- Keine Höchstmenge, Prägung auch nach zehn Jahren
- Teilnehmer können das Netz ohne eigene CC nutzen
- Kurze Kurshistorie an den Börsen
Für wen ist Canton Coin interessant?
CC ist eine Wette darauf, dass Finanzinstitute ihre Geschäfte tatsächlich über den öffentlichen Global Synchronizer abwickeln und dabei Coins verbrennen. Laut Whitepaper nutzten im September 2025 über 300 Teilnehmer CC für Gebühren. Ob das die Neuausgabe aufwiegt, ist offen.
Dazu kommen die üblichen Risiken: starke Schwankungen, kein Einlagenschutz und, wie das Whitepaper selbst warnt, ein möglicher Verlust des gesamten Werts. Welche Börsen CC anbieten und was der Kauf kostet, siehst du unter Canton Coin kaufen.
Weitere Informationen zu Canton Coin
Canton Coin im Vergleich
Wie schlägt sich Canton Coin gegen andere Kryptowährungen? Rendite, Risiko, Staking, Gebühren und Prognose im direkten Vergleich.










































































