Litecoin

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Litecoin auf einen Blick

Einordnung
Währung Proof of Work (Scrypt)

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Netzwerk & Ökosystem

Wie stark wird Litecoin tatsächlich genutzt? Der TVL zeigt, wie viel Kapital in Anwendungen wie Börsen, Kreditplattformen und Staking steckt; Handelsvolumen und Gebühren zeigen die laufende Nutzung.

Total Value Locked (TVL)
961.815 $
+15,1 % in 30 Tagen
DEX-Handelsvolumen (24 h)
—
dezentrale Börsen auf Litecoin
Gebühren der Nutzer (24 h)
3.393 $
70.482 $ in 30 Tagen

Quelle: DefiLlama, Stand 18.10.2026. TVL-Verlauf über 12 Monate.

Litecoin im Detail

Eckdaten

Gründer: Charlie Lee
Entwickler: Open-Source-Community (Litecoin Foundation)
Veröffentlichung: 2011
Sektor: Währung
Kernmerkmal: Schnelle Blöcke (2,5 Minuten)
Open Source: Ja

Technologie

Blockchain: Litecoin
Staking: Nein
Konsens-Algorithmus: Proof of Work (Scrypt)
Energieverbrauch: Hoch

Community & Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Litecoin? Eine der ältesten Kryptowährungen, im Oktober 2011 von Charlie Lee gestartet.
  • Der Code stammt von Bitcoin, Litecoin erzeugt aber alle 2,5 Minuten einen Block.
  • Statt SHA-256 nutzen Miner das Verfahren Scrypt.
  • Höchstens 84 Mio. LTC wird es geben, die Belohnung halbiert sich alle 840.000 Blöcke.
  • Seit Mai 2022 erlaubt die Erweiterung MWEB auf Wunsch vertrauliche Beträge.

Was ist Litecoin? Am einfachsten beschreibt man LTC als kleinen Bruder von Bitcoin, der an einigen Stellschrauben anders eingestellt ist. Das Netz läuft seit 2011, ohne Firma als Eigentümer und mit offenem Quellcode. Wer Litecoin verstehen will, fragt am besten: Was genau hat Charlie Lee an Bitcoin verändert, und was bringt das heute noch?

Was ist Litecoin und wer steht dahinter?

Charlie Lee veröffentlichte Litecoin im Oktober 2011 als Abspaltung des Bitcoin-Codes. Das sieht man bis heute: Im Quellcode stehen die Urheberhinweise der Bitcoin-Core-Entwickler neben denen von Litecoin. Der erste Block trägt als Zeitstempel eine Schlagzeile der New York Times vom 5. Oktober 2011 über den Tod von Steve Jobs.

Weiterentwickelt wird Litecoin von einer Open-Source-Gemeinschaft, unterstützt von der gemeinnützigen Litecoin Foundation. Einen Konzern, der über Ausgabe oder Regeln bestimmt, gibt es nicht. Änderungen am Protokoll setzen sich nur durch, wenn Knotenbetreiber und Miner die neue Software übernehmen.

Was Litecoin von Bitcoin unterscheidet

Die Unterschiede sind bewusst klein gehalten. Litecoin sollte Bitcoin nicht ersetzen, sondern als schnellere und günstigere Ergänzung für Zahlungen dienen. Vier Stellen machen den Unterschied:

  • Blocktakt: Ein Block alle 2,5 statt alle 10 Minuten. Eine Zahlung landet dadurch im Schnitt schneller in der Kette.
  • Menge: 84 Mio. statt 21 Mio. Coins, also genau das Vierfache.
  • Mining: Scrypt statt SHA-256. Bitcoin-Miner können deshalb nicht einfach auf Litecoin umschwenken.
  • Schwierigkeit: Sie passt sich alle 2.016 Blöcke an, bei Litecoin entspricht das etwa 3,5 Tagen.

Gemeinsam ist beiden das Sicherheitsmodell. Wer das Netz angreifen will, bräuchte die Mehrheit der Rechenleistung. Staking gibt es bei Litecoin deshalb nicht, neue Coins erhalten nur Miner.

Halvings: Wie neue LTC entstehen

Die Belohnung für einen Block halbiert sich alle 840.000 Blöcke, beim Takt von 2,5 Minuten also rund alle vier Jahre. Nach Halvings 2015 und 2019 sank sie am 2. August 2023 bei Block 2.520.000 von 12,5 auf 6,25 LTC. Beim nächsten Halving, das nach Schätzungen etwa Mitte 2027 ansteht, fällt sie auf 3,125 LTC.

Laut unseren Marktdaten sind derzeit 77,7 Mio. LTC im Umlauf, gut 92 % der Höchstmenge. Wie sich die Halvings bei Bitcoin auf das Angebot auswirken, zeigt zum Vergleich unsere Statistik zum Bitcoin-Halving.

Litecoin in Zahlen

  • 84 Mio.maximale LTC-Menge
  • 2,5 Min.Zeit pro Block
  • 840.000Blöcke bis zum nächsten Halvingrund vier Jahre

Quelle: Litecoin-Quellcode (GitHub), CoinGecko

MWEB: vertrauliche Beträge auf Wunsch

Normale Litecoin-Transaktionen sind wie bei Bitcoin öffentlich: Jeder sieht Adressen und Beträge. Mit dem Upgrade MWEB, kurz für Mimblewimble Extension Blocks, kam im Mai 2022 bei Block 2.265.984 eine zweite Ebene hinzu. Sie läuft neben der Hauptkette, Beträge bleiben dort vertraulich.

Die Nutzung ist freiwillig. Du schiebst LTC aktiv in den MWEB-Bereich und später wieder heraus. Eingebaut wurde die Funktion mit Litecoin Core 0.21.2, den Code hatte vorab die Sicherheitsfirma Quarkslab geprüft. MWEB-Adressen erkennst du am Anfang „ltcmweb“, normale Adressen beginnen meist mit „ltc1“, „L“ oder „M“.

SegWit: früher als Bitcoin

Am 10. Mai 2017 aktivierte Litecoin bei Block 1.201.536 Segregated Witness, kurz SegWit. Das Upgrade trennt die Signaturdaten vom übrigen Teil einer Transaktion und schafft so mehr Platz in jedem Block. Für die Aktivierung reichte bei Litecoin die Zustimmung von 75 % der Miner, bei Bitcoin lag die Schwelle bei 95 %. Laut CoinDesk lief das Netz schon eine Stunde nach der Umstellung normal weiter.

Wofür wird Litecoin genutzt?

Unsere Eckdaten ordnen Litecoin dem Sektor Währung zu. LTC ist zum Bezahlen und Überweisen gedacht, nicht als Plattform für Smart Contracts. Das zeigen auch die Netzwerkdaten: Mitte Oktober 2026 steckten laut DefiLlama nur knapp 0,9 Mio. € in Anwendungen auf Litecoin, die Nutzer zahlten an einem Tag rund 692 € Gebühren.

Als Anlage hat Litecoin neue Wege bekommen. Seit dem 28. Oktober 2025 wird in den USA der Canary Litecoin ETF gehandelt, der LTC direkt hält. In Deutschland bekommst du Litecoin bei Kryptobörsen, Neobrokern oder als Wertpapier, die Anbieter vergleicht unsere Seite Litecoin kaufen.

Litecoin auf einen Blick

Stärken

  • Seit 2011 in Betrieb, eines der am längsten laufenden Krypto-Netze
  • Feste Höchstmenge von 84 Mio. LTC mit planbaren Halvings
  • Optionale Vertraulichkeit über MWEB

Schwächen

  • Proof of Work mit hohem Energiebedarf
  • Kaum Anwendungen jenseits von Zahlungen
  • Kein Staking, laufende Erträge nur über Mining

Risiken bei Litecoin

Litecoin konkurriert mit Bitcoin selbst, mit Stablecoins und mit schnellen Netzen wie Solana um die Rolle als Zahlungsmittel. Auf Jahressicht steht LTC laut unseren Daten bei −36,9 %, Bitcoin bei −24,3 %. Wie beide über verschiedene Zeiträume abschneiden, zeigt der Vergleich Bitcoin vs. Litecoin.

Dazu kommt ein regulatorischer Punkt: Ab Juli 2027 dürfen Krypto-Dienstleister in der EU keine Konten mehr führen, die anonymitätsverstärkende Kryptowährungen ermöglichen. Ob eine freiwillige Funktion wie MWEB darunter fällt, ist nicht abschließend geklärt. Was das für den Ausblick heißt, ordnet unsere Litecoin Prognose ein.

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