Polygon

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Polygon auf einen Blick

Einordnung
Sidechain für Ethereum Proof of Stake

Aktuelle Marktdaten

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Umlaufmenge
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Max: —
Startmenge 10 Mrd.; rund 2 % Neuausgabe pro Jahr, keine Obergrenze
Performance 30d
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Monatstrend
Performance 1J
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Jahrestrend

Netzwerk & Ökosystem

Wie stark wird Polygon tatsächlich genutzt? Der TVL zeigt, wie viel Kapital in Anwendungen wie Börsen, Kreditplattformen und Staking steckt; Handelsvolumen und Gebühren zeigen die laufende Nutzung.

Total Value Locked (TVL)
676,07 Mio. $
−14,6 % in 30 Tagen
DEX-Handelsvolumen (24 h)
200,60 Mio. $
5,98 Mrd. $ in 30 Tagen
Gebühren der Nutzer (24 h)
1,62 Mio. $
37,13 Mio. $ in 30 Tagen

Quelle: DefiLlama, Stand 19.10.2026. TVL-Verlauf über 12 Monate.

Polygon im Detail

Eckdaten

Gründer: Jaynti Kanani, Sandeep Nailwal, Anurag Arjun
Entwickler: Polygon
Veröffentlichung: 2017
Sektor: Sidechain für Ethereum
Kernmerkmal: EVM-kompatible PoS-Sidechain für Ethereum
Open Source: Ja

Technologie

Blockchain: Polygon PoS (zusätzlich ERC-20 auf Ethereum)
Staking: Ja
Konsens-Algorithmus: Proof of Stake
Energieverbrauch: Niedrig
TPS: bis ca. 5.000 TPS (laut Projekt)

Das Wichtigste in Kürze

  • Polygon Krypto meint nicht das geometrische Vieleck, sondern ein Netz, das Ethereum schneller und günstiger nutzbar machen soll.
  • Entstanden ist es 2017 als Matic Network, seit Februar 2021 heißt es Polygon.
  • Am 4. September 2024 begann der Tausch des alten Tokens MATIC in POL im Verhältnis 1:1.
  • POL bezahlt die Gebühren auf der Polygon Chain und sichert sie per Staking ab.
  • Seit Juli 2025 sind Transaktionen nach rund fünf Sekunden endgültig bestätigt.

Was ist Polygon als Krypto-Projekt? Ein Netz neben Ethereum, auf dem Zahlungen und Anwendungen zu niedrigen Gebühren laufen, während Ethereum im Hintergrund als Anker dient. Die Währung heißt seit 2024 POL, vorher MATIC. Mit POL zahlst du die Gebühren auf der Polygon Chain, und Validatoren hinterlegen POL als Pfand, um Blöcke prüfen zu dürfen.

Polygon Krypto: Was ist das, und wie ist es entstanden?

Gegründet wurde das Projekt 2017 als Matic Network, unter anderem von Jaynti Kanani. Das Ziel war von Beginn an, Ethereum für sehr viele Nutzer tauglich zu machen. Im Februar 2021 benannte sich Matic in Polygon um und weitete den Anspruch aus: Statt einer einzelnen Kette sollte eine ganze Familie von Netzen rund um Ethereum entstehen. Die bestehende Kette lief dabei unverändert weiter, Nutzer mussten nichts tun.

Die Entwicklung treibt heute vor allem Polygon Labs voran. Daneben gibt es eine Community-Kasse, die aus neu ausgegebenen POL gespeist wird und Förderungen, Forschung und Upgrades bezahlt.

Von MATIC zu POL

Am 4. September 2024 startete der Wechsel vom alten Token MATIC zum neuen POL. Auf der Polygon Chain selbst wurde das Gas-Token automatisch umgestellt. Wer MATIC als ERC-20-Token auf Ethereum hielt, tauscht über einen Migrationsvertrag im Verhältnis 1:1. Die alten MATIC werden dabei nicht verbrannt, sondern bleiben in diesem Vertrag; einen Rücktausch kann die Gemeinschaft per Abstimmung erlauben.

Für dich heißt das: Kurse und Charts unter dem Namen Polygon beziehen sich seither auf POL. MATIC führt CoinGecko als eigenen Eintrag weiter, deshalb tauchen dort für beide Token unterschiedliche Rekordhochs auf.

So ist die Polygon Chain aufgebaut

Das Hauptnetz, früher Polygon PoS genannt, besteht aus drei Schichten. Auf Ethereum liegen Verträge für Staking, die Brücke und die Prüfpunkte. Darüber arbeitet Heimdall, eine Konsensschicht auf Basis von Cosmos SDK und CometBFT. Die Blöcke selbst erzeugt Bor, eine Abwandlung der Ethereum-Software Go Ethereum.

In regelmäßigen Abständen fassen die Validatoren alle Blöcke seit dem letzten Stand zu einem Prüfwert zusammen und schreiben ihn auf Ethereum. Diese Checkpoints dienen unter anderem als Nachweis, wenn du Token zurück auf Ethereum holst.

Endgültig ist eine Transaktion aber schon früher. Heimdall schlägt laufend sogenannte Meilensteine vor, also Abschnitte der Kette, über die die Validatoren abstimmen. Stimmen mehr als zwei Drittel des gestakten Gewichts zu, gilt der Abschnitt als final, auch wenn der nächste Checkpoint auf Ethereum noch aussteht.

Sidechain oder Layer 2?

Häufig wird Polygon als Layer 2 bezeichnet. Die Dokumentation beschreibt die Polygon Chain aber als Proof-of-Stake-Kette mit eigenen Validatoren, die Ethereum für Staking und Prüfpunkte nutzt. Anders als ein Rollup erbt sie die Sicherheit von Ethereum also nicht vollständig. Für den Alltag ist der Unterschied klein, für die Einschätzung des Risikos ist er wichtig.

Schneller durch Heimdall v2 und Rio

2025 brachte zwei große Umbauten. Mit Heimdall v2 sank im Juli die Zeit bis zur endgültigen Bestätigung von ein bis zwei Minuten auf etwa fünf Sekunden. Im Oktober folgte das Upgrade Rio: Seitdem wählen die Validatoren einen kleinen Kreis von Blockproduzenten, von denen jeweils einer über längere Zeit Blöcke erzeugt, während Ersatzkandidaten bereitstehen.

Laut Polygon beendet Rio die nachträgliche Umsortierung von Blöcken weitgehend und schafft Raum für rund 5.000 Transaktionen pro Sekunde. Dazu kommt zustandslose Prüfung: Knoten kontrollieren Blöcke anhand kompakter Nachweise, ohne den gesamten Datenbestand vorzuhalten. Das senkt die Hardwarekosten für Betreiber.

Polygon in Zahlen

  • 1:1Tausch von MATIC in POL seit September 2024
  • 10 Mrd.POL zum Start der Umstellung
  • 2 %neue POL pro Jahr seit Juni 2025
  • ca. 5 Sek.bis zur endgültigen Bestätigung

Quelle: Polygon-Dokumentation und Polygon-Blog

AggLayer: viele Ketten im Verbund

Neben der Polygon Chain entwickelt das Team den AggLayer. Er soll unterschiedliche Blockchains so verknüpfen, dass Werte zwischen ihnen ohne verpackte Token und tagelange Wartezeiten wandern. Kern ist eine gemeinsame Brücke zu Ethereum, die Unified Bridge. Ein Zero-Knowledge-Nachweis namens Pessimistic Proof stellt sicher, dass keine angeschlossene Kette mehr abziehen kann, als bei ihr eingezahlt wurde.

Wichtig dabei: Der AggLayer macht einzelne Ketten nicht sicherer, jede behält ihren eigenen Mechanismus für die Endgültigkeit. Er begrenzt aber den Schaden, falls eine Kette ausfällt oder angegriffen wird.

Ein Rechenbeispiel aus der Polygon-Dokumentation macht das greifbar: Hat eine Kette 500 ETH über die gemeinsame Brücke erhalten, kann sie nicht eine Million ETH abziehen, selbst wenn ihr eigener Code fehlerhaft ist oder jemand Guthaben doppelt ausgibt. Die Einlagen der übrigen Ketten bleiben unberührt.

Abschied von zkEVM

Ein früheres Vorzeigeprojekt, das Polygon zkEVM Mainnet Beta, stellt Polygon Labs 2026 ein. Als Gründe nannte das Team technische Verzögerungen und zu wenig Abgrenzung von anderen Netzen. Die Entwicklungsarbeit fließt stattdessen in Zahlungen und die Polygon Chain.

POL: Ausgabe und Staking

Zur Umstellung gab es 10 Mrd. POL, genauso viele wie zuvor MATIC. Eine Höchstmenge existiert nicht: Seit Juni 2025 kommen jährlich effektiv 2 % hinzu, je zur Hälfte für Validatoren und für die Community-Kasse. Derzeit sind laut unseren Marktdaten 10,6 Mrd. POL im Umlauf. Wie diese Rate neben anderen Coins wirkt, zeigt unsere Statistik zur Inflation von Kryptowährungen.

Gestakt wird über Verträge auf Ethereum. Validatoren hinterlegen dort POL, Besitzer können ihre Coins an Validatoren delegieren und erhalten einen Anteil der Belohnung. Wer selbst staken will, braucht deshalb POL auf Ethereum und nicht nur auf der Polygon Chain.

Wofür Polygon genutzt wird

Polygon richtet sich zunehmend auf Zahlungen und Stablecoins aus. Im Januar 2026 kündigte Polygon Labs an, den US-Zahlungsdienst Coinme und den Wallet-Spezialisten Sequence für zusammen mehr als 250 Mio. $ zu übernehmen. Daraus soll der Open Money Stack entstehen, eine Infrastruktur für weltweite Überweisungen mit Stablecoins.

Daneben laufen dezentrale Börsen, Kreditprotokolle und Spiele. Mitte Oktober 2026 steckten laut DefiLlama rund 604 Mio. € in Anwendungen auf Polygon. An dezentralen Börsen im Netz wurden an einem einzigen Tag knapp 153 Mio. € umgesetzt, binnen 30 Tagen gut 6,3 Mrd. €. Auf dem Netz wird also rege gehandelt, auch wenn der Kurs von POL davon bisher wenig hatte.

Was POL im Alltag erledigt

Für Nutzer hat POL drei Aufgaben. Erstens bezahlst du damit jede Transaktion auf der Polygon Chain, auch wenn du eigentlich Stablecoins überweist. Zweitens sichern Validatoren und Delegierende das Netz mit gestakten POL ab. Drittens finanziert die laufende Ausgabe die Community-Kasse, aus der Förderungen für Projekte im Ökosystem bezahlt werden.

Polygon auf einen Blick

Stärken

  • Kompatibel mit Ethereum-Werkzeugen und -Wallets
  • Endgültige Bestätigung nach rund fünf Sekunden
  • Reger Handel an dezentralen Börsen im Netz

Schwächen

  • Keine Höchstmenge, jährlich 2 % neue POL
  • Eigene Validatoren statt voller Ethereum-Sicherheit
  • Häufige Strategiewechsel, eingestellte Projekte wie zkEVM

Risiken bei Polygon

Ethereum hat inzwischen viele Rollups, die ebenfalls niedrige Gebühren bieten und stärker auf die Sicherheit von Ethereum bauen. Gegen sie und gegen schnelle Einzelketten muss sich Polygon behaupten. Nach Marktkapitalisierung steht POL laut unseren Marktdaten derzeit auf Rang 77; auf Jahressicht −53,0 %. Den direkten Vergleich mit dem Netz, das Polygon entlasten soll, findest du unter Ethereum vs. Polygon.

Was diese Lage für den Ausblick bedeutet, analysiert die Polygon Prognose.

Welche Anbieter POL günstig verkaufen und auf welchem Netz sie auszahlen, zeigt die Seite Polygon kaufen.

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