Die Börse Phemex hat die Unterstützung für die Netzwerke Metal, Taiko und Mantra beendet. Ein- und Auszahlungen über diese Ketten sind seit dem 23. September um 9 Uhr deutscher Zeit nicht mehr möglich. Wer Guthaben dort liegen hatte, musste es vorher abziehen.
Angekündigt hatte Phemex den Schritt am 18. September, fünf Tage vor dem Stichtag. Als Begründung nennt die Börse fehlende stabile Knoten für diese Netze und den Umstand, dass es auf Phemex ohnehin keine passenden Handelspaare dazu gab.
Das ist der Unterschied zu einem gewöhnlichen Delisting: Hier verschwindet keine Kryptowährung aus dem Handel, sondern ein Transportweg.
Netzwerk und Coin sind nicht dasselbe
Viele Kryptowährungen lassen sich über mehrere Ketten bewegen. Wer eine Auszahlung anstößt, wählt deshalb nicht nur den Coin, sondern auch das Netz. Fällt ein Netz weg, betrifft das alle Guthaben, die genau über diesen Weg auf die Börse gekommen sind.
Phemex weist darauf hin, was danach gilt: Betroffene Bestände lassen sich nicht mehr selbst auszahlen. Eingehende Überweisungen über die abgeschalteten Netze können ebenfalls verloren gehen.
Der Hinweis der Börse, die Zieladresse müsse das gewählte Netz unterstützen, klingt beiläufig, ist aber der häufigste teure Fehler beim Abziehen von Guthaben.
Was Anleger daraus mitnehmen
Fünf Tage Vorlauf sind wenig. Wer zwischen dem 18. und dem 23. September nicht in sein Konto geschaut hat, konnte die Frist verpassen, ohne etwas falsch gemacht zu haben.
Daraus folgt eine schlichte Regel: Wer Guthaben auf einer Börse hält, die in Deutschland keine Rolle spielt und über kein hiesiges Kundenservice-Angebot verfügt, muss deren Ankündigungen selbst verfolgen. Eine Benachrichtigung auf Deutsch kommt nicht.
Ob weitere Netze folgen, hat Phemex nicht mitgeteilt.
Welche Handelsplätze in Deutschland verfügbar sind und was sie kosten, steht im Krypto-Börsen Vergleich: Gebühren, Coin-Auswahl, Verwahrung und Regulierung nebeneinander.


























