Die US-Handelsplattform Robinhood nimmt Bitcoin für 25 Millionen Dollar in die eigene Bilanz. Das hat Krypto-Chef Johann Kerbrat am Mittwoch mitgeteilt und den Kauf als Streuung des Firmenvermögens begründet. Gemessen an rund 5,4 Milliarden Dollar Barmitteln ist es ein kleiner Posten, weniger als ein halbes Prozent.
“I’m excited to share we’re adding $25 million of Bitcoin to our balance sheet”, schrieb Kerbrat, bei Robinhood für das internationale Geschäft und den Kryptobereich zuständig, am Mittwoch um 13:14 Uhr MESZ auf X. Das Unternehmen glaube an die Zukunft von Krypto und sehe den Schritt als “strategic move for our overall asset diversification”, also als Beitrag zur breiteren Streuung seines Vermögens. Zuerst hatte The Block am Morgen darüber berichtet.
Wie viele Bitcoin Robinhood gekauft hat und zu welchem Preis, sagte Kerbrat nicht; beim Kurs vom Mittwoch um 13 Uhr MESZ, rund 83.700 Dollar, entsprechen 25 Millionen Dollar knapp 300 Bitcoin. Quelle: CoinGecko
Nach Angaben der Analyseplattform Arkham ist es das erste Mal, dass Robinhood Bitcoin für die eigene Bilanz erwirbt.
Robinhood gibt für Aktienrückkäufe ein Vielfaches aus
Zum 30. Juni wies Robinhood in seinem Quartalsbericht Barmittel von 5,362 Milliarden Dollar aus; 25 Millionen sind davon 0,47 Prozent. Allein im zweiten Quartal kaufte das Unternehmen eigene Aktien für 414 Millionen Dollar zurück, gut das 16-Fache.
Mit Firmen wie Strategy, die Bitcoin zum Kern ihres Geschäftsmodells gemacht haben und deren Bestand inzwischen ganze Quartalsergebnisse bestimmt, hat das wenig gemein. Robinhood verdient am Kryptomarkt vor allem über den Handel seiner Kunden. Genau dieser Teil schwächelt: Im zweiten Quartal fielen die Krypto-Erlöse um 38 Prozent auf 100 Millionen Dollar, während der Gesamtumsatz um 32 Prozent auf den Rekord von 1,31 Milliarden Dollar stieg.
Am Angebot für Kunden ändert der Kauf nichts
In Europa ist Robinhood mit eigener Krypto-App und seit Juni 2025 zusätzlich über die übernommene Börse Bitstamp vertreten, beides bleibt wie es ist. Bitcoin auf der eigenen Bilanz zu halten, bindet das Unternehmen aber stärker an den Kurs, an dem es über die Handelsgebühren ohnehin hängt.
Ob es bei den 25 Millionen bleibt oder Robinhood nachkauft, ließ Kerbrat offen; der Bestand dürfte erstmals in den Zahlen zum dritten Quartal auftauchen.
Bitcoin lässt sich unter anderem bei eToro handeln. Wie sich Gebühren und Verwahrung bei den Plattformen unterscheiden, zeigt der Krypto-Börsen Vergleich.


























