Zwei Emittenten mit Vorzugspreis
Im Depot der Consorsbank findest du Krypto-ETNs mehrerer Anbieter, darunter Global X, Invesco, iShares, VanEck, WisdomTree und 21Shares, außerdem Hebelprodukte auf Kryptowerte. Entscheidend für die Kosten ist, von wem das Produkt stammt. VanEck und WisdomTree sind sogenannte StarPartner: Ihre Krypto-ETNs kaufst du bis 1.000 € für 3,95 € und ab 1.000 € ohne Ordergebühr, sofern du über Tradegate BSX oder Quotrix handelst. Für alle anderen Emittenten gilt der Regelpreis im Modell Silver: 4,95 € plus 0,25 %, mindestens 9,95 € und höchstens 69 €, zuzüglich Handelsplatzentgelt von 0,95 € (Tradegate) bis 1,95 € (gettex, Xetra).
Consorsbank Bitcoin kaufen: Was Emittent und Handelsplatz ausmachen
Ein Rechenbeispiel zeigt, wie stark die Wahl des Produkts zählt. Kaufst du für 1.000 € das VanEck Bitcoin ETN über Tradegate BSX oder Quotrix, zahlst du keine Ordergebühr; bei 500 € sind es 3,95 €. Dieselben 1.000 € in einem Bitcoin-ETN von 21Shares oder iShares kosten den Regelpreis: 4,95 € plus 0,25 % ergeben nur 7,45 €, deshalb greift das Minimum von 9,95 €. Dazu kommen 0,95 € Handelsplatzentgelt an Tradegate, an gettex oder Xetra 1,95 €. Beim späteren Verkauf zahlst du in beiden Fällen den Regelpreis. Spread und laufende Produktkosten fallen jeweils zusätzlich an.
Sparpläne: gebührenfrei nur mit StarPartnern
Sparpläne auf ETCs und Zertifikate beginnen bei 10 € und lassen sich monatlich, alle zwei Monate, vierteljährlich oder halbjährlich anlegen. Für die Krypto-ETNs von VanEck und WisdomTree verzichtet die Bank auf eine Gebühr, es bleiben marktübliche Spreads. Bei allen anderen Krypto-ETNs kostet jede Ausführung 1,50 % – bei einer Rate von 50 € also 75 Cent. Die Aufträge leitet die Consorsbank um 09:30 Uhr an Tradegate Exchange weiter. Wer sparen will, wählt also gezielt eines der beiden Partnerprodukte.
Verkauf, Risiko und Freischaltung
Der Vorzugspreis gilt nur beim Kauf. Verkaufst du, zahlst du den Regelpreis von mindestens 9,95 € plus Handelsplatzentgelt. Vor dem ersten Kauf verlangt die Bank einen verpflichtenden Wissens-Check. Das hat einen ernsten Hintergrund: Krypto-ETNs sind Schuldverschreibungen, bei einer Pleite des Emittenten droht der Totalverlust. Eine Auszahlung von Coins auf eine eigene Wallet ist nicht möglich. Depotführung und Depotübertrag sind kostenlos. Euro-Guthaben auf dem Verrechnungskonto schützt die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis 100.000 €, dazu kommt eine freiwillige Einlagensicherung.
Laufende Gebühren: warum der StarPartner nicht automatisch günstiger ist
Ein ETN bildet die Wertentwicklung seines Basiswerts nach, abzüglich der jährlichen Gebühr des Emittenten. Genau hier lohnt der zweite Blick. Das VanEck Bitcoin ETN kostet laut VanEck 1,00 % im Jahr, das 21Shares Bitcoin ETP 1,49 %. Deutlich weniger verlangen Invesco Physical Bitcoin und 21Shares Bitcoin Core mit je 0,10 % sowie das iShares Bitcoin ETP mit 0,25 %. Ein Rechenbeispiel mit einer Einmalanlage von 1.000 €: Beim VanEck-ETN zahlst du über Tradegate keine Ordergebühr, aber rund 10 € laufende Gebühr pro Jahr. Bei Invesco werden zum Start 9,95 € Regelpreis plus 0,95 € Handelsplatzentgelt fällig, danach nur etwa 1 € jährlich. Nach zwei Jahren liegt Invesco damit vorn. Für Sparpläne mit kleinen Raten bleibt dagegen der gebührenfreie StarPartner im Vorteil – bei 50 € Rate in 1 Monat sparst du dort die 0,75 €, die bei anderen Emittenten anfallen.
Consorsbank Bitcoin oder Krypto-Börse wie Kraken und Coinbase?
Die Consorsbank ist ein Broker für Wertpapiere, keine Krypto-Börse. Echte Coins für dein Portfolio bekommst du nur bei einer Exchange, auf die du Geld per SEPA vom Girokonto überweist. Zwei bekannte Namen mit MiCA-Zulassung sind Kraken und Coinbase. Kraken handelt in der EU über die Payward Europe Solutions Limited, zugelassen von der Central Bank of Ireland seit 25.06.2025; die SEPA-Einzahlung ist dort kostenlos und schon ab 1 € möglich. Im Profi-Trading von Kraken Pro zahlst du in der ersten Volumenstufe 0,40 % als Maker und 0,80 % als Taker, außerdem gibt es Futures. Coinbase ist über die Coinbase Luxembourg S.A. seit 20.06.2025 als MiCA-Anbieter zugelassen. Wie jede regulierte Börse prüfen beide nach den Regeln gegen Geldwäsche deine Identität, bevor du handeln kannst.
Der Unterschied in der Praxis: Bei der Consorsbank liegen Krypto-ETNs neben Aktien, ETFs und anderen Finanzprodukten in einem Depot, Steuerunterlagen kommen von der Bank. Bei Kraken oder Coinbase besitzt du die Coins selbst, kannst sie übertragen und wählst aus deutlich mehr Kryptowährungen – musst Gewinne aber selbst in der Steuererklärung angeben. Wer beides nutzt, behält die Consorsbank für die Finanzen im Alltag und überweist nur den Krypto-Anteil an eine Börse.
Community, Fragen und Antworten: wo Consorsbank-Kunden sich austauschen
Neben Kundenservice und FAQ betreibt die Consorsbank eine eigene Community auf Reddit unter dem Namen r/Consorsbank, die sie nach eigenen Angaben aktiv moderiert. Mehr als 1.700 Mitglieder stellen dort Fragen, teilen Erfahrungen und bringen Ideen ein; Mitlesen geht ohne Account, für eigene Beiträge und Kommentare brauchst du ein kostenloses Reddit-Profil. Die Themen drehen sich laut Bank um Depot, ETFs und das Marktgeschehen, der Kanal richtet sich eher an Fortgeschrittene. Persönliche Anliegen gehören weiter an die Kundenbetreuung. Unser Hinweis: Inhalte aus Foren ersetzen keine Prüfung des Basisinformationsblatts, und Links zu angeblichen Krypto-Chancen solltest du dort wie überall mit Vorsicht behandeln.
App-Ratings und Handelsplätze im Alltag
Gehandelt wird am PC im Browser oder in der Consorsbank App. Die App kommt bei Apple im App Store auf 4,3 Sterne aus 30.285 Bewertungen und bei Google Play auf 4,6 Sterne aus 25.339 Bewertungen (Stand 06.10.2026). Für Krypto-ETNs entscheidet neben dem Emittenten der Handelsplatz: Die StarPartner-Konditionen gelten nur über Tradegate BSX und Quotrix, an anderen Handelsplätzen wie gettex oder Xetra fallen 1,95 € Entgelt an. Wer weniger zahlen will, wählt beim Ordern also bewusst den passenden Ort der Ausführung.
Gebühren im Detail: ETN-Verwaltungsgebühr gegen Börsenentgelt
Bei Bitcoin-ETPs reicht die jährliche Verwaltungsgebühr in unserer Datenbank von 0,10 % bis 2,00 % – am oberen Ende etwa das Bitwise Physical Bitcoin ETP mit 2,00 %, VanEck lag bis März 2021 ebenfalls bei 2,0 % und verlangt heute 1,00 %. Diese Gebühr zieht der Emittent laufend vom Wert ab, sie taucht also nie als eigene Buchung auf. Börsen arbeiten anders: Sie berechnen ein Entgelt je Order, laufend fällt nichts an. Bei Kraken wirbt eine Aktionsseite noch mit „ab 0,25 % Maker / 0,40 % Taker“, die offizielle Gebührentabelle nennt für die erste Stufe von Kraken Pro aber 0,40 % und 0,80 %. Bei Coinbase kann es teurer werden: Für einfache Limit-Orders nennt Coinbase 1 % Ausführungsgebühr plus je nach Zahlungsart eine mögliche Gebühr von 1,875 % – zusammen also über 2 %. Im Profi-Bereich Coinbase Advanced liegen die Sätze in der Einstiegsstufe bei 0,25 % Maker und 0,50 % Taker.
Die Faustregel daraus: Wer lange hält, achtet vor allem auf die jährliche Gebühr des ETN oder wählt echte Coins an einer Börse. Wer oft handelt, achtet auf das Entgelt je Order und meidet Sofortkauf-Funktionen mit hohen Aufschlägen.
Unsere Einschätzung
Für Anleger, die ohnehin bei der Consorsbank sind, ist der Weg über VanEck- oder WisdomTree-ETNs eine ordentliche Lösung: gebührenfreie Sparpläne und kostenlose Käufe ab 1.000 €. Die Auswahl außerhalb dieser Partner ist zwar groß, aber teuer. Im Kundenservice zeigt sich ein gespaltenes Bild: Die App erreicht im App Store 4,3 und bei Google Play 4,6 Sterne, auf Trustpilot steht die Bank nur bei 1,6 von 5. Für echte Coins, Staking oder eine eigene Wallet führt kein Weg an einer Krypto-Börse vorbei.