Wer eine Bitpanda Alternative sucht, will meist günstiger handeln, mehr Coins oder andere Funktionen. Für niedrige Handelsgebühren eignen sich Bitvavo und das Orderbuch von Kraken, für Aktien plus Krypto mit Social Trading eToro, als reine Kryptobörse Coinbase und als Anbieter aus Deutschland BISON. Der Vergleich zeigt Gebühren, Angebot und Aufsicht der Plattformen und für wen sich ein Wechsel lohnt. Stand: Oktober 2026.
Bitpanda ist eine Multi-Asset-Plattform aus Wien: In einer App lassen sich dort über 650 Kryptowährungen, mehr als 10.000 Wertpapiere und Edelmetalle handeln. Der Komfort hat seinen Preis. Auf jeden Bitcoin-Trade schlägt der Broker 0,99 Prozent auf, auf die Mehrzahl der Altcoins 1,49 Prozent, auf kleinere bis zu 2,49 Prozent. Für Vieltrader und Sparer mit großen Summen summiert sich das. Hinzu kommen persönliche Gründe: der Wunsch nach einem Orderbuch, nach Copy Trading oder nach einer Plattform mit Sitz in Deutschland.
Alternativen zu Bitpanda: das Wichtigste in Kürze
- Bitvavo: Krypto-Börse aus Amsterdam, Maker zahlen 0,15, Taker 0,25 Prozent, mehr als 400 Coins.
- eToro: Multi-Asset-Broker mit Copy Trading, Krypto 1 Prozent je Trade, ETFs ohne Provision.
- Coinbase: reine Kryptobörse mit einfachem Kauf und eigenem Orderbuch.
- Kraken: Orderbuch ab 0,40 Prozent Maker-Gebühr, im einfachen Modus 1 Prozent plus Spread.
- BISON: App der Börse Stuttgart, ohne Ordergebühr, dafür mit Spread, rund 70 Kryptowährungen.
Bitpanda im Überblick: Stärken und Schwächen

Quelle: Gebührenseiten von Bitpanda, Bitvavo, eToro und Kraken, abgerufen 03./04.10.2026
Bevor Anleger wechseln, lohnt eine ehrliche Bilanz. Für Bitpanda sprechen die große Auswahl an Anlageklassen, die einsteigerfreundliche App, Sparpläne ab 10 Euro und die Aufsicht: Deutsche Kunden betreut eine Berliner Gesellschaft, deren MiCA-Erlaubnis die BaFin am 24.01.2025 erteilt hat. Wertpapiere kosten 1 Euro je Order.
Gegen Bitpanda sprechen vor allem die Kosten bei Kryptos. Wer häufig handelt, zahlt beim Broker-Modell mit Aufschlag deutlich mehr als an einer Börse mit Orderbuch. Bitpanda hat dafür ein eigenes Angebot, Bitpanda Fusion, mit Handelsgebühren von 0,25 Prozent, die mit steigendem 30-Tage-Volumen bis auf 0,02 Prozent sinken. Bevor Sie die Plattform wechseln, ist Fusion deshalb die naheliegendste Ausweichmöglichkeit im eigenen Haus. Jede Kostenposition erklärt der Ratgeber Bitpanda Gebühren, die Gesamtbewertung in unserem Bitpanda Test.
Bitvavo: Krypto-Börse mit niedrigen Gebühren
Bitvavo aus Amsterdam ist die naheliegende Wahl für Anleger, denen es vor allem um günstigen Krypto-Handel geht. Über 400 Coins stehen dort gegen Euro zur Auswahl. Wer Liquidität ins Orderbuch stellt, zahlt weniger als jemand, der sie entnimmt: Bis 100.000 Euro Monatsvolumen zahlen Maker 0,15 und Taker 0,25 Prozent. Ein Bitcoin-Kauf über 1.000 Euro kostet damit höchstens 2,50 Euro statt 9,90 Euro bei Bitpanda.
Überweisungen per SEPA sind gratis, für Kartenzahlungen und Wallets wie Apple Pay verlangt Bitvavo 1 Prozent, für PayPal das Doppelte. Euro zurück aufs Bankkonto kostet nichts. Reguliert ist die Börse über die AFM in den Niederlanden, die ihr am 27.06.2025 die MiCA-Zulassung erteilt hat; deutsche Kunden betreut Bitvavo seit Anfang September 2025 wieder selbst. Der Nachteil: Wertpapiere und Edelmetalle gibt es nicht, die Plattform ist reiner Kryptohandel. Mehr dazu in den Beiträgen zu den Bitvavo Gebühren und zu Bitvavo in Deutschland.
eToro: Aktien, ETFs und Krypto mit Social Trading
eToro ist wie Bitpanda eine Multi-Asset-Plattform, setzt aber andere Schwerpunkte. Neben Kryptowährungen und Wertpapieren gibt es Rohstoffe und Devisen als CFD, also als Derivate. Das Besondere ist das Social Trading: Über den CopyTrader übernehmen Anleger die Trades erfahrener Nutzer automatisch ins eigene Depot.
Bei den Kosten liegt eToro näher an Bitpanda als Bitvavo. Für Coins berechnet eToro 1 Prozent pro Trade, für Aktien meist 1 US-Dollar Provision, ETFs kosten keine Provision. Weil Guthaben in Dollar geführt wird, fällt beim Einzahlen von Euro ein Währungsaufschlag an. Einsteiger schätzen das virtuelle Übungsportfolio, das es bei Bitpanda nicht gibt. Was jede Position genau kostet, listet unser Ratgeber zu den eToro Gebühren.
Coinbase: die reine Kryptobörse
Bei Coinbase dreht sich alles um Coins und Token. Anfänger kaufen einfach in der App, Fortgeschrittene nutzen das Orderbuch mit Maker- und Taker-Gebühren. Im einfachen Modus zahlen Kunden den Spread plus eine Coinbase-Gebühr. Wer eine einfache Limit-Order setzt, trägt laut Hilfe-Center 1 Prozent Ausführungsgebühr und obendrauf eine Coinbase-Gebühr von höchstens 1,875 Prozent. Abonnenten von Coinbase One sparen sich die Handelsgebühr teilweise, den Spread aber nicht.
Zugelassen ist Coinbase in der EU über Luxemburg: Die CSSF hat im Juni 2025 die MiCA-Erlaubnis erteilt, die für alle Mitgliedstaaten gilt. Beim Staking behält die Börse standardmäßig 35 Prozent der Erträge, bei Bitpanda sind es 20 Prozent. Für die Selbstverwahrung gibt es eine separate Wallet-App. Einen direkten Vergleich mit eToro enthält der Beitrag eToro vs Coinbase.
Kraken: Orderbuch für aktive Trader
Kraken richtet sich mit seinem Pro-Bereich an Trader, die direkt im Orderbuch handeln. In der untersten Volumenstufe liegen die Gebühren bei 0,40 Prozent für Maker und 0,80 Prozent für Taker; ab 100.000 US-Dollar Monatsvolumen sinken sie auf 0,12 und 0,25 Prozent. Im einfachen Modus kostet ein Sofort- oder Sparplankauf 1 Prozent, eine benutzerdefinierte Order 1,5 Prozent, jeweils plus Spread.
Damit ist Kraken für Gelegenheitskäufer kaum günstiger als Bitpanda. Interessant wird die Börse erst, wenn große Volumen über das Orderbuch laufen.
BISON: die Krypto-App der Börse Stuttgart
BISON ist das Angebot der Gruppe Börse Stuttgart. Handelspartner für Kauf und Verkauf ist die EUWAX AG, das Euro-Guthaben liegt bei der Solaris SE und der Deutschen Bank, wo es laut Anbieter bis 100.000 Euro je Anleger und Bank gesetzlich geschützt ist. Handel, Einzahlung und Auszahlung sind ohne Gebühr; verdient wird über den Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
Die Auswahl ist schmaler als bei Bitpanda: Bitcoin und 69 weitere Kryptowährungen, dazu Wertpapiere und weitere börsengehandelte Produkte. BISON hat nach eigenen Angaben mehr als 1,05 Millionen Nutzer. Wer Wert auf einen Anbieter mit Sitz in Deutschland legt, findet hier eine Alternative zu Bitpanda; die Höhe des Spreads sollten Anleger vor dem Kauf in der App prüfen.
Trade Republic und andere Neobroker
Viele Anleger vergleichen Bitpanda auch mit Neobrokern wie Trade Republic, die Kryptowährungen neben Aktien und ETF-Sparplänen im selben Depot führen. Für Kunden, die ohnehin dort ein Depot haben, kann das bequem sein. Die Konditionen für den Kryptohandel unterscheiden sich aber je nach Anbieter und ändern sich häufig; Anleger sollten Gebühren, Spread und die Frage, ob sich Coins in ein eigenes Wallet übertragen lassen, direkt beim Broker prüfen.
Sicherheit und Regulierung der Plattformen
Alle hier genannten Anbieter mit Krypto-Diensten in der EU brauchen eine Zulassung nach der europäischen MiCA-Verordnung. Wer sie erteilt hat, unterscheidet sich:
- Bitpanda: deutsche Kunden über die Berliner Tochter, MiCA-Erlaubnis der BaFin seit 2025.
- Bitvavo: MiCA-Zulassung der niederländischen AFM.
- eToro: zyprische Aufsicht CySEC, ebenfalls mit MiCA-Zulassung.
- Coinbase: MiCA-Zulassung der CSSF in Luxemburg.
- BISON: Teil der Gruppe Börse Stuttgart, Kryptos laut Anbieter mit Lizenz in Deutschland verwahrt.
Euro-Guthaben ist dabei nicht überall gleich geschützt. Bei BISON liegt es auf Bankkonten mit gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 Euro, bei Bitpanda ist es E-Geld auf getrennten Konten, ohne Einlagensicherung. Wie Bitpanda Kundenvermögen schützt, steht im Beitrag zur Bitpanda Einlagensicherung.
Zahlungsmethoden: PayPal, Kreditkarte und SEPA
Auch bei den Zahlungsmethoden gibt es Unterschiede. SEPA-Überweisungen sind bei Bitpanda, Bitvavo und BISON kostenlos. Für PayPal verlangt Bitpanda 1,49 Prozent, Bitvavo 2 Prozent; bei Bitvavo kostet auch die Kreditkarte 1 Prozent. Bei Kraken fallen je nach Zahlungsmethode, etwa Kredit- oder Debitkarte, zusätzliche Gebühren an. Wer große Summen bewegt, spart mit der Banküberweisung am meisten.
Krypto Börse oder Broker: alle Anbieter im Vergleich
| Anbieter | Typ | Krypto-Gebühr | Aktien, ETFs | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Bitpanda | Multi-Asset-Broker | 0,99 % Bitcoin, 1,49 % die meisten Coins | ja, 1 € je Order | Edelmetalle, Fusion mit Orderbuch |
| Bitvavo | Krypto-Börse | Maker 0,15 %, Taker 0,25 % | nein | über 400 Coins |
| eToro | Multi-Asset-Broker | 1 % je Trade | ja, Aktien 1 USD, ETFs 0 | Copy Trading, Demokonto |
| Coinbase | Krypto-Börse | Spread plus Gebühr, Orderbuch Maker/Taker | nein | Wallet-App |
| Kraken | Krypto-Börse | 1 % Sofortkauf, Pro ab 0,40 % / 0,80 % | nein | Volumenrabatte |
| BISON | Krypto-App | ohne Gebühr, nur Spread | ja | Börse Stuttgart |
Wechsel von Bitpanda: was Anleger beachten sollten
Kryptowährungen lassen sich per Auszahlung an die neue Börse senden. Bitpanda verlangt dafür eine Netzwerkgebühr und wegen der EU-Travel-Rule Name und Wallet-Host des Empfängers. Wertpapiere ziehen per Depotübertrag um; Bitpanda berechnet dafür 30 Euro je Wertpapier, also je ISIN. Ob der neue Broker, etwa Trade Republic, Überträge von Bitpanda annimmt, sollte vorher geklärt sein.
Bei Gewinnen ist der Verkauf steuerlich relevant, ein Übertrag dagegen nicht. Kryptos, die länger als ein Jahr gehalten wurden, bleiben auch nach einem Umzug steuerfrei, wenn Kaufdatum und Kaufpreis dokumentiert sind. Viele Anleger nutzen statt eines Komplettwechsels zwei Konten: die günstige Börse für große Krypto-Käufe, Bitpanda für Sparpläne, Aktien und Edelmetalle.
Fazit: welche Alternative passt, hängt vom Ziel ab
Für günstigen Krypto-Handel ist Bitvavo die stärkste Alternative, für Copy Trading und Demokonto eToro, für eine reine Kryptobörse Coinbase und für große Volumen das Orderbuch von Kraken. BISON passt zu Anlegern, die einen Anbieter aus Deutschland ohne Ordergebühr wollen. Wer Kryptos, Aktien und Gold in einer App bündeln möchte, findet dagegen kaum Ersatz für Bitpanda.
Häufige Fragen zu Alternativen für Bitpanda-Kunden
Welche Krypto-Börse ist günstiger als Bitpanda?
Bitvavo mit Handelsgebühren zwischen 0,15 und 0,25 Prozent und das Orderbuch von Kraken bei größeren Volumen. Bitpanda selbst bietet mit Fusion ebenfalls niedrigere Sätze ab 0,25 Prozent.
Ist BISON oder Bitpanda besser?
BISON verlangt keine Ordergebühr, nur einen Spread, und hat rund 70 Coins. Bitpanda bietet über 650 Kryptos, Edelmetalle und mehr Funktionen, verlangt aber eine Gebühr ab 0,99 Prozent.
Kann ich mein Depot von Bitpanda zu Trade Republic übertragen?
Bitpanda erlaubt den Übertrag von Wertpapieren zu einem anderen Broker für 30 Euro je ISIN. Ob Trade Republic den Übertrag annimmt, klärt der neue Broker.
Was ist besser, Bitpanda oder Coinbase?
Coinbase eignet sich für reinen Krypto-Handel mit Orderbuch, Bitpanda für Anleger, die zusätzlich Wertpapiere und Edelmetalle halten wollen. Beim Staking behält Coinbase mit 35 Prozent mehr ein als Bitpanda mit 20 Prozent.
Welche Alternative zu Bitpanda hat ein Demokonto?
eToro bietet ein virtuelles Portfolio mit Spielgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar.



























