Cosmos Hub auf einen Blick
- Einordnung
- Interoperabilität Cosmos Hub
- Kaufen ab
- 0,15 % Kosten bei Finst (1.000 € per SEPA, inkl. Spread) – alle Börsen →
- Prognose 2027
- ≈ 1,31 $ Datenmodell · Alle Szenarien und Jahre →
Aktuelle Marktdaten
Netzwerk & Ökosystem
Wie stark wird CosmosHub tatsächlich genutzt? Der TVL zeigt, wie viel Kapital in Anwendungen wie Börsen, Kreditplattformen und Staking steckt; Handelsvolumen und Gebühren zeigen die laufende Nutzung.
Quelle: DefiLlama, Stand 19.10.2026. TVL-Verlauf über 12 Monate.
Cosmos Hub im Detail
Eckdaten
Technologie
Community & Links
Das Wichtigste in Kürze
- Was ist Cosmos? Ein Netz eigenständiger Blockchains, die über das Protokoll IBC Daten und Token austauschen.
- Der Cosmos Hub ist die erste Kette dieses Netzes und die Heimat des Coins ATOM.
- Eigene Ketten entstehen mit dem Cosmos SDK und der Konsens-Software CometBFT.
- ATOM dient zum Staking, für Abstimmungen und für Gebühren auf dem Hub.
- Neue ATOM entstehen laufend: Die Inflation liegt zwischen 7 und 10 % pro Jahr, eine Höchstmenge fehlt.
Was ist Cosmos? Die Antwort hängt davon ab, wen du fragst: Für Entwickler ist Cosmos ein Werkzeugkasten für eigene Blockchains, für Anleger meist der Coin ATOM. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe. Dieser Text trennt die beiden Ebenen und zeigt, welche Aufgabe ATOM darin übernimmt.
Was ist Cosmos und was ist der Cosmos Hub?
Mit „Cosmos“ ist zunächst ein ganzes Ökosystem gemeint. Dazu zählen zahlreiche unabhängige Blockchains, die mit derselben offenen Software entstanden sind und sich über einen gemeinsamen Standard verständigen. Die Projektseite spricht von mehr als 150 Ketten, die diesen Software-Stapel nutzen. Jede davon hat eigene Validatoren, eigene Regeln und meist einen eigenen Token.
Der Cosmos Hub ist dagegen eine einzelne Blockchain in diesem Verbund. Laut Dokumentation ging er als erste Kette des Netzwerks an den Start, sein Staking-Token heißt ATOM. Wer ATOM kauft, setzt also auf den Hub und nicht automatisch auf den Erfolg aller Cosmos-Ketten.
Woher das Projekt kommt
Die Idee skizzieren Jae Kwon und Ethan Buchman im Cosmos-Whitepaper. Beide arbeiteten damals bei Tendermint, dem Team hinter der gleichnamigen Konsens-Software. Ihr Bild: ein Zentrum, der Hub, und viele angeschlossene Ketten, im Papier „Zonen“ genannt, die Pakete samt kryptografischer Nachweise austauschen. Am Ende sollte ein Internet des Werts stehen, in dem Vermögen ohne Mittelsmann von Kette zu Kette wandert.
Der Startblock des Hubs trägt laut Genesis-Datei den Zeitstempel 13. März 2019. Staking und Abstimmungen liefen von Anfang an, der Austausch mit anderen Ketten noch nicht. Diesen brachte erst das Upgrade Stargate am 18. Februar 2021. Token-Überweisungen per IBC schaltete eine weitere Abstimmung wenige Wochen später frei.
Drei Bausteine: CometBFT, Cosmos SDK und IBC
Hinter Cosmos steht ein Software-Stapel aus drei Schichten, den die Hub-Dokumentation Interchain Stack nennt.
CometBFT: Einigung ohne Abspaltungen
CometBFT sorgt dafür, dass sich die Validatoren einer Kette auf denselben Block einigen. Laut GitHub ist es eine Abspaltung und der Nachfolger von Tendermint Core und nutzt dessen Konsensverfahren. Schon das Whitepaper betont, dass dieses Verfahren gar nicht erst forken soll, ein Block gilt sofort als endgültig. Gefährdet ist diese Sicherheit erst, wenn mindestens ein Drittel der Stimmkraft böswillig handelt.
Cosmos SDK: der Baukasten
Auf CometBFT setzt das Cosmos SDK auf, ein Framework für die eigentliche Anwendung. Es liefert fertige Module, etwa für Staking, Abstimmungen und Token. Auch der Hub selbst entstand so: Seine Software heißt Gaia, das Programm für den Betrieb eines Knotens gaiad.
IBC: Verbindung ohne Treuhänder
Das Inter-Blockchain Communication Protocol, kurz IBC, verbindet die Ketten. Jede Seite betreibt einen sogenannten Light Client, der den Zustand der Gegenseite prüft. Relayer transportieren die Datenpakete, können sie laut Dokumentation aber weder fälschen noch verändern. Trifft ein Paket nicht rechtzeitig ein, wird der Vorgang rückgängig gemacht.
Wofür du ATOM brauchst
Das Whitepaper beschreibt ATOM als einzigen Staking-Token des Hubs. Wer ATOM hält, darf damit abstimmen, selbst validieren oder seine Coins an einen Validator delegieren. Außerdem begleichst du mit ATOM die Transaktionsgebühren auf dem Hub, ähnlich wie Ether bei Ethereum.
Staking und Inflation
Neue ATOM entstehen laufend und gehen an alle, die staken. Die Inflation hängt an einem Zielwert: Sind weniger als 67 % der ATOM gestakt, steigt sie, bei mehr sinkt sie. Seit einer Abstimmung Ende 2023 liegt die Spanne bei 7 bis 10 % pro Jahr, Mitte Oktober 2026 meldet die Kette 10 %. Wer nicht stakt, hält dadurch Jahr für Jahr einen kleineren Anteil am Gesamtbestand.
Zum Staking gehören feste Regeln. Aktiv sind höchstens 180 Validatoren, die jeweils mindestens 5 % Provision behalten. Gestakte ATOM werden erst 21 Tage nach dem Entstaken wieder frei. Wie stark ATOM im Vergleich mit anderen Coins verwässert, zeigt unsere Statistik zur Inflation von Kryptowährungen.
Cosmos Hub in Zahlen
- 2019Start des Cosmos HubGenesis am 13. März
- 21 TageWartezeit beim Entstaken
- 180Plätze für aktive Validatoren
- 7–10 %Spanne der Jahresinflationseit Ende 2023
Quelle: Cosmos-Dokumentation und Parameter der Kette, Stand Oktober 2026
Interchain Security: Sicherheit zum Ausleihen
Eine neue Kette braucht eigentlich eine eigene Gruppe von Validatoren, und deren Aufbau kostet Zeit und Geld. Mit Interchain Security kann sie sich stattdessen von Validatoren des Hubs absichern lassen. Im Gegenzug gibt sie einen Teil ihrer Einnahmen an die ATOM-Staker ab. Als erste Ketten kamen 2023 die Smart-Contract-Plattform Neutron und der Liquid-Staking-Dienst Stride dazu.
Wer bei Cosmos entscheidet
Über Änderungen am Hub stimmen die ATOM-Halter direkt auf der Kette ab. Wie umstritten das sein kann, zeigte die Senkung der Höchstinflation auf 10 % Ende 2023. Mitgründer Jae Kwon lehnte sie ab und warb für eine eigene Abspaltung namens AtomOne.
Organisatorisch steht die Interchain Foundation hinter Cosmos, eine gemeinnützige Stiftung aus der Schweiz. Die Entwicklung leitet laut Projektseite Cosmos Labs, eine hundertprozentige Tochter der Stiftung.
Was ist Cosmos im Vergleich zu Ethereum?
Ethereum bündelt viele Anwendungen auf einer gemeinsamen Kette und deren Erweiterungen. Cosmos verfolgt das Gegenmodell: Jede größere Anwendung kann eine eigene Blockchain mit eigenen Regeln bekommen. Rendite und Risiko beider Coins stellt unsere Seite Ethereum vs. Cosmos gegenüber.
ATOM und Cosmos Hub bewertet
Stärken
- CometBFT, Cosmos SDK und IBC laufen seit Jahren in vielen Ketten
- IBC verbindet Blockchains ohne zentralen Verwahrer
- Staking nach offenen, auf der Kette einsehbaren Regeln
Schwächen
- Keine Höchstmenge, nicht gestakte ATOM verlieren Anteil
- Viele Cosmos-Ketten kommen ohne ATOM aus
- Drei Wochen Wartezeit beim Entstaken
Risiken für ATOM-Anleger
Das größte Risiko liegt in der Lücke zwischen Ökosystem und Coin. Viele erfolgreiche Cosmos-Ketten nutzen die Software, ohne ATOM zu benötigen. Auch auf dem Hub selbst steckt wenig Kapital in Anwendungen: DefiLlama meldet Mitte Oktober 2026 einen Total Value Locked von rund 126.000 €.
Hinzu kommt das Marktrisiko. Laut unseren Daten liegt ATOM aktuell 96 % unter dem Rekordhoch vom Januar 2022. Wie sich der Preis zuletzt entwickelt hat, zeigt der Cosmos Kurs.
Möchtest du ATOM nach dieser Abwägung kaufen, findest du Anbieter und Gebühren auf der Seite Cosmos kaufen.
Weitere Informationen zu Cosmos Hub
Cosmos Hub im Vergleich
Wie schlägt sich Cosmos Hub gegen andere Kryptowährungen? Rendite, Risiko, Staking, Gebühren und Prognose im direkten Vergleich.









































































