Kaspa

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Kaspa auf einen Blick

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Währung Proof of Work (GHOSTDAG)

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Kaspa im Detail

Eckdaten

Gründer: DAGlabs
Entwickler: Open-Source-Community
Veröffentlichung: 2021
Sektor: Währung
Kernmerkmal: BlockDAG mit 10 Blöcken pro Sekunde
Open Source: Ja

Technologie

Blockchain: Kaspa (BlockDAG)
Staking: Nein
Konsens-Algorithmus: Proof of Work (GHOSTDAG)
Energieverbrauch: Hoch

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Kaspa? Eine Kryptowährung (KAS) mit eigenem Netzwerk und Proof of Work.
  • Statt einer einzigen Kette nutzt Kaspa einen blockDAG, in dem parallele Blöcke gültig bleiben.
  • Seit der Crescendo-Hardfork im Mai 2025 entstehen rund zehn Blöcke pro Sekunde.
  • Der Start im November 2021 lief als Fair Launch ohne Pre-Mine.
  • Die Höchstmenge liegt bei rund 28,7 Mrd. KAS, die Ausgabe neuer Coins sinkt Monat für Monat.
  • Staking gibt es nicht, neue KAS entstehen nur durch Mining.

Was ist Kaspa? Kurz gesagt eine digitale Währung, die das Mining-Prinzip von Bitcoin übernimmt, aber deutlich schneller Blöcke erzeugt. Hinter dem Netz steht kein Unternehmen mit eigenem Coin-Vorrat, sondern eine Open-Source-Gemeinschaft. Um Kaspa zu verstehen, hilft eine Leitfrage: Wie kann ein Netzwerk viele Blöcke gleichzeitig annehmen, ohne die Reihenfolge der Zahlungen zu verlieren?

Was ist Kaspa und woher kommt das Projekt?

Die Grundlage stammt aus der Forschung. Yonatan Sompolinsky, Shai Wyborski und Aviv Zohar beschreiben in ihrem Paper „PHANTOM and GHOSTDAG“, wie sich Nakamotos Blockchain zu einem Graphen aus Blöcken verallgemeinern lässt. Die Firma DAGlabs brachte das Netzwerk auf den Weg. Etwa ein halbes Jahr vor dem Start gab sie die Rechte an die Allgemeinheit ab (Public Domain).

Im November 2021 ging das Hauptnetz live. Einen Pre-Mine oder eine Zuteilung an Gründer und Investoren gab es nicht. Laut Projektseite dienen Bitcoin-Blockhashes im ersten Kaspa-Block als Zeitstempel und schließen heimliches Vorab-Mining aus. Jeder KAS im Umlauf stammt damit aus Mining-Belohnungen.

Wie funktioniert der blockDAG?

Bei Bitcoin hängt jeder neue Block an genau einem Vorgänger. Finden zwei Miner fast gleichzeitig einen Block, setzt sich nur einer durch, der andere verfällt. Je kürzer der Blocktakt, desto häufiger passiert das und desto mehr Rechenarbeit geht verloren. Deshalb arbeitet Bitcoin bewusst mit etwa zehn Minuten pro Block.

Kaspa geht einen anderen Weg. Ein neuer Block darf auf mehrere Vorgänger verweisen. So entsteht kein einzelner Strang, sondern ein gerichteter Graph ohne Kreise, englisch Directed Acyclic Graph oder kurz DAG. Parallele Blöcke werden nicht weggeworfen, sondern fließen mit ein.

GHOSTDAG bringt Ordnung in parallele Blöcke

Ein Graph allein klärt noch nicht, welche Zahlung zuerst kam. Diese Aufgabe übernimmt GHOSTDAG. Das Verfahren unterscheidet Blöcke ehrlicher, gut vernetzter Miner von Blöcken, die vom Protokoll abweichen, und bringt alles in eine feste Gesamtreihenfolge. Auf diese Reihenfolge einigen sich am Ende alle ehrlichen Knoten.

Das ursprüngliche Verfahren PHANTOM wäre dafür zu rechenaufwendig. GHOSTDAG ist laut den Autoren ein effizienter Näherungsalgorithmus, der den Kern von PHANTOM erhält. Damit umgeht Kaspa den Zielkonflikt zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit, der bei Satoshis Kette mit kurzen Blockzeiten entsteht.

Mining mit kHeavyHash

Kaspa setzt auf Proof of Work. Miner lösen Rechenaufgaben und erhalten dafür neu geschaffene KAS sowie die Gebühren der Transaktionen. Der Algorithmus heißt kHeavyHash. Laut Projektseite ist er eine abgewandelte Form von HeavyHash, bei der eine Matrixmultiplikation zwischen zwei Keccak-Hashes steht.

Für Privatleute bedeutet das: Mining ist eine Frage der Hardware und braucht Strom. Unsere Eckdaten stufen den Energieverbrauch deshalb als hoch ein. Wer KAS nur besitzen möchte, muss nicht selbst minen; Anbieter und Gebühren vergleicht unsere Seite Kaspa kaufen.

Zehn Blöcke pro Sekunde seit Crescendo

Zum Start erzeugte Kaspa einen Block pro Sekunde. Mit der Crescendo-Hardfork am 5. Mai 2025 stieg der Takt auf zehn Blöcke pro Sekunde. Laut dem GitHub-Repository des Rust-Knotens brachte die Hardfork zudem mehrere größere Verbesserungsvorschläge (KIPs) ins Netz.

Möglich wurde das durch eine Neuentwicklung des Knotens in der Programmiersprache Rust, genannt rusty-kaspa. Sie ersetzt den älteren Knoten, der in Go geschrieben war. Mehr Blöcke pro Sekunde bedeuten allerdings nicht automatisch mehr Nutzung. Wie viele Transaktionen tatsächlich anfallen, ist eine eigene Frage.

Kaspa in Zahlen

  • 11/2021Start als Fair Launchohne Pre-Mine
  • 10Blöcke pro Sekundeseit Mai 2025
  • 28,7 Mrd.maximale KAS-Menge

Quelle: Kaspa-Projektseite, rusty-kaspa auf GitHub, CoinGecko

Emission: Wie viele KAS wird es geben?

Die Höchstmenge liegt bei 28.704.026.601 KAS. Neue Coins entstehen nach einer festen Tabelle im Quellcode, die die Belohnung jeden Monat ein Stück senkt. Über ein Jahr gerechnet halbiert sich die Ausgabe ungefähr. Statt eines großen Halvings alle vier Jahre wie bei Bitcoin gibt es also viele kleine Stufen.

Beim Wechsel auf zehn Blöcke pro Sekunde wurde die Belohnung je Block entsprechend verkleinert, denn maßgeblich ist die Menge pro Sekunde. Laut den Kommentaren im Code steigt die Gesamtausgabe durch den höheren Takt nur um 51 KAS. Laut unseren Marktdaten sind derzeit 97 % der Höchstmenge im Umlauf. Wie sich Umlauf und Preis entwickeln, zeigt die Seite Kaspa Kurs.

Wofür lässt sich Kaspa nutzen?

Unsere Eckdaten ordnen Kaspa dem Sektor Währung zu. KAS soll als Zahlungsmittel mit schneller Bestätigung dienen, ohne Bank oder zentrale Stelle. Wie bei jeder Währung entscheidet am Ende die Verbreitung: Je mehr Wallets, Händler und Börsen KAS unterstützen, desto nützlicher wird der Coin.

Für dich als Anleger heißt das: Technik allein schafft keinen Wert. Achte darauf, ob die Zahl der Anwendungen und Zahlungen wächst, und nicht nur auf Ankündigungen.

Was ist Kaspa im Vergleich zu Bitcoin?

Mit Bitcoin teilt Kaspa das Sicherheitsmodell: Rechenarbeit statt hinterlegter Coins. Der Unterschied liegt im Takt und in der Struktur. Bitcoin bleibt bei seiner Kette und langen Blockzeiten, Kaspa setzt auf viele parallele Blöcke. Wie sich beide bei Rendite und Risiko schlagen, zeigt unser Vergleich Bitcoin vs. Kaspa.

Kaspa auf einen Blick bewertet

Stärken

  • Fair Launch ohne Vorab-Zuteilung an Gründer oder Investoren
  • Schneller Blocktakt dank blockDAG und GHOSTDAG
  • Feste Höchstmenge mit monatlich sinkender Ausgabe

Schwächen

  • Proof of Work mit hohem Energiebedarf
  • Kein Staking, laufende Erträge nur durch Mining
  • Deutlich kleiner und weniger erprobt als Bitcoin

Risiken, die du kennen solltest

Kaspa ist eine junge Technik. Der Betrieb mit zehn Blöcken pro Sekunde läuft erst seit Mai 2025 im Hauptnetz, Erfahrungswerte über lange Zeiträume fehlen. Dazu kommt das Marktrisiko: KAS schwankt stark, ein Verlust großer Teile des Einsatzes ist möglich. Setze bei kleineren Coins nur Geld ein, auf das du verzichten kannst.

Ein weiterer Punkt ist die Verfügbarkeit. Nicht jede Börse und nicht jede Wallet führt KAS. Prüfe vor dem Kauf, ob du deine Coins später abheben und selbst verwahren kannst. Wie unser Datenmodell die mögliche Kursspanne einschätzt, steht unter Kaspa Prognose.

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