Vaulta

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Vaulta ist die frühere Blockchain EOS, seit 2025 mit dem Token A und ausgerichtet auf Web3-Banking. Das Netz nutzt Delegated Proof of Stake mit 21 aktiven Blockproduzenten und bindet Bitcoin-Daten über exSat ein.

Vaulta auf einen Blick

Einordnung
Layer 1, Web3-Banking Vaulta (eigene Layer-1-Blockchain, vormals EOS)

Aktuelle Marktdaten

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Vaulta im Detail

Eckdaten

Gründer: Block.one (Brendan Blumer, Dan Larimer); Neustart als Vaulta unter Yves La Rose
Entwickler: Vaulta Foundation (ehemals EOS Network Foundation) und Community
Veröffentlichung: 2018
Sektor: Layer 1, Web3-Banking
Kernmerkmal: Finalität nach rund einer Sekunde, Ressourcenmodell (CPU, NET, RAM), Bitcoin-Daten über exSat
Open Source: Ja

Technologie

Blockchain: Vaulta (eigene Layer-1-Blockchain, vormals EOS)
Staking: Ja
Konsens-Algorithmus: Delegated Proof of Stake mit Savanna-Finalität

Community & Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Vaulta? Die Blockchain, die bis 2025 EOS hieß, mit dem neuen Token A.
  • EOS ließ sich im Verhältnis 1:1 in A tauschen, eine Frist dafür gibt es laut Exodus nicht.
  • Vaulta will ein Netz für Web3-Banking werden: Vermögensverwaltung, Zahlungen, tokenisierte Anlagen und Versicherungen.
  • Seit dem Upgrade Spring 1.0 vom September 2024 sind Transaktionen nach rund einer Sekunde endgültig.
  • Die Menge ist seit 2024 auf 2,1 Mrd. Token begrenzt, neue kommen nach einem Vierjahresplan hinzu.

Was ist Vaulta? Kurz gesagt die frühere EOS-Blockchain unter neuem Namen und mit neuem Auftrag. Das Netz läuft technisch weiter wie bisher, statt EOS heißt die Währung nun A. Inhaltlich hat sich die Ausrichtung verschoben: Aus der allgemeinen Plattform für Smart Contracts soll eine Infrastruktur für Finanzdienste werden, die klassische Banken und Kryptowerte verbindet.

Was ist Vaulta und was wurde aus EOS?

Die Geschichte beginnt mit Block.one, einer Firma mit Sitz auf den Kaimaninseln. Unter Brendan Blumer als Chef und Dan Larimer als Technikchef entwickelte sie die Software EOSIO. Von Juni 2017 bis Juni 2018 verkaufte Block.one EOS-Token und sammelte dabei mehr als 4 Mrd. US-Dollar ein, so viel wie kein Token-Verkauf zuvor. Am 1. Juni 2018 startete das Hauptnetz.

Der Start war von Streit begleitet. 2019 zahlte Block.one in den USA 24 Mio. US-Dollar, um Vorwürfe der Börsenaufsicht SEC wegen des nicht registrierten Token-Verkaufs beizulegen. Viele Halter warfen der Firma vor, zu wenig von den eingesammelten Mitteln in das Netz zu stecken. Im August 2021 gründete Yves La Rose deshalb die EOS Network Foundation, die Entwicklung und Förderung seither aus der Community heraus organisiert.

Der Neustart als Vaulta im Jahr 2025

Im März 2025 kündigte die Stiftung die Umbenennung an. Mitte Mai öffnete das Tauschportal, Ende Mai stellten große Börsen ihre Bestände um. Getauscht wird im Verhältnis 1:1, Tausch- und Token-Vertrag ist laut Entwicklerdokumentation das Konto core.vaulta. Wer EOS noch in einer eigenen Wallet hält, kann laut Exodus weiterhin ohne Frist wechseln.

Begründet wurde der Schritt mit dem Wunsch, das alte Image abzulegen und Partner aus der Finanzbranche zu gewinnen. Dafür entstand ein Banking Advisory Council mit Fachleuten aus Banken und Kryptofirmen. Konsens, Programmiersprache und Kontomodell blieben dagegen gleich.

Technik: Delegated Proof of Stake und Savanna

Vaulta arbeitet mit Delegated Proof of Stake. Token-Halter wählen Blockproduzenten, von denen 21 aktiv Blöcke erzeugen; weitere stehen bereit, falls einer ausfällt. Weil die Wahl laufend weitergeht, können schwache Betreiber jederzeit ihren Platz verlieren. Ein neuer Block entsteht etwa alle halbe Sekunde.

Am 25. September 2024 meldete das Netz den Abschluss von Spring 1.0. Das Upgrade brachte das Konsensverfahren Savanna, das Stimmen der Produzenten zu einer gemeinsamen BLS-Signatur bündelt. Laut Projekt ist eine Transaktion danach in rund einer Sekunde endgültig, mehr als hundertmal schneller als zuvor. Eine nachträgliche Umsortierung der Blöcke ist dann ausgeschlossen.

Ressourcen statt Gas-Gebühren

Statt für jede Transaktion eine Gebühr zu zahlen, braucht ein Konto drei Ressourcen: CPU für Rechenzeit, NET für Bandbreite und RAM für gespeicherte Daten. CPU und NET werden gemietet, RAM wird auf einem eigenen Markt gekauft und verkauft. Schon das Anlegen eines Kontos belegt RAM, weshalb manche Wallets dafür Geld verlangen und andere die Kosten übernehmen. Stellt eine Anwendung ihren Nutzern genug Ressourcen bereit, bemerken diese keine Gebühren.

Die vier Säulen des Web3-Banking

Auf der Projektseite nennt Vaulta vier Bereiche, jeweils mit einem Partner:

  • Vermögensverwaltung: Ertragsstrategien mit Bitcoin über exSat, Verwahrung über Ceffu.
  • Zahlungen: Mit VirgoPay sollen Nutzer digitale Werte ausgeben, ohne sie vorher zu verkaufen, inklusive Abwicklung in Stablecoins.
  • Anlagen: Tokenisierte Sachwerte wie Immobilien, Rohstoffe und Unternehmensbeteiligungen, umgesetzt mit Spirit Blockchain.
  • Versicherung: Schutz gegen Verwahrrisiken und Fehler in Smart Contracts über Blockchain Insurance Inc.

Für Firmen kommt Omnitrove hinzu, eine Plattform zur Verwaltung von Konten in Euro, Dollar und Kryptowerten, die Banken, Börsen und Blockchain-Anwendungen zusammenführen soll.

exSat: Bitcoin direkt im Vaulta-Netz

Ein zentrales Teilprojekt ist exSat. Es überträgt den Datenbestand der Bitcoin-Blockchain, die sogenannten UTXOs, in den RAM-Speicher von Vaulta. Smart Contracts können so Bitcoin-Guthaben auslesen, ohne dass Coins verpackt oder über eine Brücke geschickt werden. Das Hauptnetz von exSat startete am 23. Oktober 2024. Als Datenlieferanten waren zum Start große Mining-Pools wie Antpool, F2Pool und ViaBTC eingebunden.

Vaulta in Zahlen

  • 2,1 Mrd.Höchstmenge Avorher 10 Mrd. EOS
  • 1 : 1Tausch EOS in Aseit Mai 2025
  • 21aktive Blockproduzenten
  • 21 TageMindestdauer beim Staking

Quelle: Vaulta, EOS Network Foundation, Cointelegraph

Der Token A: Menge, Staking und Stimmrecht

Ende Mai 2024 billigte das Netz eine neue Geldordnung. Die frühere Obergrenze von 10 Mrd. EOS sank auf 2,1 Mrd., die vollverwässerte Bewertung schrumpfte dadurch um rund 80 %. Die noch nicht ausgegebenen Token kommen über 24 Jahre in den Markt, die Ausgabe halbiert sich wie bei Bitcoin alle vier Jahre. 350 Mio. Token flossen sofort in einen Topf für den RAM-Markt.

Für das Staking hat die Stiftung 250 Mio. Token reserviert. In der ersten Vierjahresphase werden daraus 125 Mio. A verteilt, also 31,25 Mio. pro Jahr. Die Rendite ergibt sich aus diesem Jahresbetrag geteilt durch alle gestakten Token und schwankt deshalb laufend. Gestakte A bleiben mindestens 21 Tage gebunden, nach dem Auflösen dauert es weitere 21 Tage bis zur Auszahlung. Mit A stimmst du außerdem über die Blockproduzenten ab.

Vaulta auf einen Blick bewertet

Stärken

  • Endgültige Bestätigung nach rund einer Sekunde
  • Feste Obergrenze von 2,1 Mrd. Token mit sinkender Ausgabe
  • Bitcoin-Daten über exSat ohne Brücke nutzbar

Schwächen

  • Banking-Ausrichtung erst seit 2025, Erfolg noch offen
  • Nur 21 aktive Blockproduzenten
  • Ressourcenmodell mit CPU, NET und RAM für Einsteiger ungewohnt

Risiken, die du kennen solltest

Der Neustart hat bisher keinen Kursaufschwung gebracht. Laut CoinGecko fiel A am 6. Juni 2026 auf sein bisheriges Tief, weit unter die Werte aus der Zeit der Umbenennung. Wie sich das in den Kennzahlen zeigt, steht auf der Seite EOS Kurs.

Dazu kommt starker Wettbewerb. Um Stablecoins, tokenisierte Anlagen und Bitcoin-Erträge bemühen sich viele größere Netze. Ob die Partner von Vaulta echte Nutzung bringen, lässt sich nur über Zeit beobachten. Welche Spanne unser Datenmodell ableitet, zeigt die EOS Prognose, Anbieter und Kosten findest du unter EOS kaufen.

Weitere Informationen zu Vaulta

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