Worldcoin auf einen Blick
- Einordnung
- Dezentrale Identität Token auf Ethereum (ERC-20), zudem auf Optimism und World Chain
- Kaufen ab
- 0,15 % Kosten bei Finst (1.000 € per SEPA, inkl. Spread) – alle Börsen →
- Prognose 2027
- ≈ 0,2687 $ Datenmodell · Alle Szenarien und Jahre →
Aktuelle Marktdaten
Netzwerk & Ökosystem
Wie stark wird World Chain tatsächlich genutzt? Der TVL zeigt, wie viel Kapital in Anwendungen wie Börsen, Kreditplattformen und Staking steckt; Handelsvolumen und Gebühren zeigen die laufende Nutzung.
Quelle: DefiLlama, Stand 18.10.2026. TVL-Verlauf über 12 Monate.
Worldcoin im Detail
Eckdaten
Technologie
Community & Links
Das Wichtigste in Kürze
- Was ist Worldcoin? Ein Projekt, das Menschen online als echte, einmalige Personen ausweisen will, samt eigenem Token WLD.
- Seit Oktober 2024 heißt das Projekt offiziell World; Token und Kürzel WLD sind geblieben.
- Den Nachweis liefert die World ID, die nach einem Iris-Scan am Gerät Orb entsteht.
- Von 10 Mrd. WLD sind derzeit 38 % im Umlauf, Freigaben an Team und Investoren laufen bis Ende Juli 2028.
- Die bayerische Datenschutzaufsicht ordnete im Dezember 2024 Nachbesserungen und Löschungen an; das Unternehmen kündigte Klage an.
Was ist Worldcoin? Im Kern ein Versuch, eine Frage zu beantworten, die mit künstlicher Intelligenz immer dringender wird: Sitzt am anderen Ende ein Mensch oder ein Programm? Das Projekt koppelt dafür einen digitalen Identitätsnachweis an eine Kryptowährung.
Was ist Worldcoin und warum heißt es jetzt World?
Tools for Humanity, kurz TFH, entstand laut Projektseite 2019 als Gründung von Sam Altman, Alex Blania und Max Novendstern und baut Software sowie die Orb-Geräte. Ende Juli 2023 ging das Protokoll an die World Foundation über, die seitdem über Token-Mechanik, Förderprogramme und Governance bestimmt.
Auf einem Event in San Francisco im Oktober 2024 benannte sich Worldcoin in World um. Der alte Name passte laut Projekt nicht mehr zum Ziel, ein Netzwerk verifizierter Menschen aufzubauen. Der Token heißt weiter Worldcoin mit dem Kürzel WLD.
World ID: der Menschlichkeitsnachweis
Herzstück ist die World ID. Sie soll gegenüber Apps und Websites belegen, dass ein Konto zu einem einzigartigen Menschen gehört, ohne seinen Namen zu verraten. Jede Person soll nur eine einzige ID erhalten können, damit Anbieter Bot-Konten und Mehrfachanmeldungen aussperren können.
Technisch stützt sich die World ID auf Zero-Knowledge-Beweise, die eine gültige Verifizierung belegen, ohne sie offenzulegen. Im Oktober 2024 stellte das Projekt World ID 3.0 vor; Ende 2024 zählte es laut eigenem Jahresrückblick knapp 10 Mio. verifizierte Inhaber.
Wie funktioniert der Iris-Scan am Orb?
Die Verifizierung geschieht an der Orb, einer Kamerakugel, die deine Iris fotografiert. Laut World schickt das Gerät die Aufnahmen an dein Smartphone und löscht sie anschließend endgültig. Aus dem Bild entsteht ein Iris-Code, der in zufällige Bruchstücke zerlegt und auf mehrere Server verteilt wird. Dieses Verfahren heißt Multi-Party Computation, kurz MPC.
Die Server prüfen gemeinsam, ob ein Code bereits registriert ist, ohne dass einer allein den vollständigen Code kennt. Deine World ID und die auf dem Handy gespeicherten Daten kannst du laut World jederzeit in der App löschen. Die verteilten MPC-Bruchstücke gelten laut Projekt dagegen als anonymisiert und lassen sich nicht löschen.
Datenschutz: Was die Aufsichtsbehörden entschieden haben
Federführend für die EU ist das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) in Ansbach, weil Tools for Humanity seine europäische Hauptniederlassung in Deutschland hat. Das Amt prüfte die Datenverarbeitung seit April 2023 von Amts wegen. Am 19. Dezember 2024 schloss es dieses Verfahren mit einer ersten Anordnung ab, die mit allen betroffenen europäischen Aufsichtsbehörden abgestimmt war.
Der Bescheid verlangt ein DSGVO-konformes Löschverfahren binnen eines Monats nach Bestandskraft, eine ausdrückliche Einwilligung für bestimmte Verarbeitungsschritte und die Löschung bestimmter Datensätze ohne ausreichende Rechtsgrundlage. Die spanische Aufsicht AEPD fasst zusammen, dass damit Iris-Codes zu löschen sind, die ohne die nötigen Sicherheitsvorkehrungen gespeichert wurden. Das Unternehmen hatte laut BayLDA bereits angekündigt, gegen die Entscheidung zu klagen.
Offen blieben nach Angaben des Amts ein mögliches Bußgeld und zahlreiche Beschwerden, etwa zum Schutz Minderjähriger. In Spanien hatte die AEPD die Datenerhebung schon im März 2024 vorläufig untersagt und warnte im Februar 2026 vor einem Neustart, den World daraufhin verschob.
Der WLD-Token und seine Verteilung
WLD ist ein Token ohne eigene Blockchain. Es gibt ihn als ERC-20-Token auf Ethereum, auf Optimism und seit Oktober 2024 vor allem auf World Chain. Die anfängliche Gesamtmenge beträgt 10 Mrd. WLD. Laut aktuellem Whitepaper entfallen 75 % auf die Community, 13,6 % auf Investoren von TFH, 11,1 % auf das TFH-Team und 0,3 % auf eine Reserve.
Die Anteile von Team und Investoren werden täglich freigegeben, nahezu vollständig bis Ende Juli 2028. Die Obergrenze gilt laut Whitepaper 15 Jahre lang; frühestens ab dem 24. Juli 2038 könnte die Governance eine Inflation von höchstens 1,5 % pro Jahr beschließen. Wie viel davon heute umläuft, zeigt die Seite Worldcoin Kurs.
Worldcoin in Zahlen
- 24.07.2023Start des WLD-Tokens
- 10 Mrd.anfängliche WLD-Mengefest bis Juli 2038
- 07/2028Ende der Team- und Investoren-Freigabenweitgehend
Quelle: World-Whitepaper (Tokenomics), World Foundation
World Chain und die World App
World Chain ist eine eigene Layer-2-Kette, die auf Ethereum aufsetzt und zum Superchain-Verbund rund um Optimism gehört. Ihre Besonderheit: Transaktionen verifizierter Menschen sollen Vorrang bekommen, und verifizierte Adressen sollen ein Kontingent kostenloser Netzwerkgebühren erhalten.
Den Zugang bündelt die World App. Sie dient als Wallet für WLD, speichert die World ID und verteilt an verifizierte Nutzer regelmäßig kleine WLD-Beträge. Staking von WLD sieht das Protokoll nicht vor.
Wofür lässt sich WLD nutzen?
Laut Whitepaper soll WLD Governance, Identität und finanziellen Zugang für verifizierte Menschen verbinden. Heute dient der Token vor allem als Zahlungsmittel in der World App und als Handelsobjekt an Börsen. Unsere Eckdaten ordnen Worldcoin dem Sektor KI zu, weil sich das Projekt als Antwort auf Bots versteht.
Was ist Worldcoin im Vergleich zu Bitcoin?
Bitcoin kommt ohne Firma im Hintergrund aus, seine Menge ist fest im Code geregelt. Bei Worldcoin bestimmen eine Stiftung und ein Unternehmen über Geräte, Software und die Verteilung großer Token-Bestände. Rendite und Risiko beider Coins im direkten Vergleich zeigt Bitcoin vs. Worldcoin.
Worldcoin auf einen Blick bewertet
Stärken
- Klarer Anwendungsfall: Menschlichkeitsnachweis gegen Bots
- World ID mit Zero-Knowledge-Beweisen statt Klarnamen
- Offen dokumentierter Freigabeplan für Team und Investoren
Schwächen
- Biometrische Daten als Voraussetzung für die Verifizierung
- Laufende Datenschutzverfahren in der EU
- Große Token-Mengen kommen noch bis 2028 frei
Risiken, die du kennen solltest
Das größte Projektrisiko liegt in der Regulierung. Behörden können die Verifizierung in einzelnen Ländern einschränken und damit das Wachstum der World ID bremsen. Dazu kommt das Angebot: Weniger als die Hälfte aller WLD läuft um, weitere Freigaben können auf den Preis drücken. Wie unser Datenmodell die Aussichten einschätzt, steht unter Worldcoin Prognose.
Kaufen kannst du WLD übrigens auch ohne Iris-Scan. Welche Börsen den Token führen, vergleicht die Seite Worldcoin kaufen.
Weitere Informationen zu Worldcoin
Worldcoin im Vergleich
Wie schlägt sich Worldcoin gegen andere Kryptowährungen? Rendite, Risiko, Staking, Gebühren und Prognose im direkten Vergleich.




































































