Hardware-Wallet · nur Bitcoin

Passport Prime im Test

Kevin van der Linden
Von Erstellt · Aktualisiert

Bitcoin-Hardware-Wallet von Foundation aus Boston mit eigenem Open-Source-Betriebssystem KeyOS, 3,5-Zoll-Touchscreen, QR-Kamera und Shamir-Backup auf NFC-Keycards

378,95 € teuer beim Hersteller, Stand 10.10.2026
Bei Foundation kaufen
Foundation Passport Prime

Passport Prime: Das Wichtigste in Kürze

Eine der durchdachtesten Bitcoin-Wallets: Hardware und Betriebssystem offen, Keylabs-Audit ohne schwere Befunde, flexible Backups über Keycards und Zusatzfunktionen wie 2FA-Codes. Mit 378,95 € ist die Passport Prime aber sehr teuer, die App Envoy nur auf Englisch, und das Gerät ist erst seit 2026 auf dem Markt.

Secure Element
Ja
Open Source
Vollständig
Verbindung
USB-C, Bluetooth, NFC, QR-Code (Air-Gap)
Blockchains
1
Coins & Token
Nur Bitcoin
Bedienung
Touchscreen
App
Envoy
Staking
nicht möglich

Unser Test: Passport Prime

Mit der Passport Prime hat Foundation Devices aus Boston 2026 eine Hardware-Wallet vorgestellt, die mehr sein will als ein Signiergerät. Unter der Haube läuft KeyOS, ein eigenes, quelloffenes Betriebssystem, auf dem neben der Bitcoin-Wallet weitere Sicherheits-Apps laufen. In unserem Test zeigen wir, was die neue Foundation Passport kann und für wen sich der hohe Preis lohnt.

Open Source bis zur Hardware

Foundation legt nicht nur die Firmware offen: KeyOS steht unter GPL-3.0, die Begleit-App Envoy und die Hardware-Dateien liegen auf GitHub, die Builds sind laut Hersteller reproduzierbar. Die Schlüssel schützt ein Microchip ATECC608C zusammen mit dem Sicherheitsprozessor SAMA5D2. 2025 hat Keylabs Hardware, Firmware und Bedrohungsmodell geprüft und fünf Befunde gemeldet, alle mit niedriger Einstufung. Nach zehn falschen PIN-Eingaben löscht das Gerät den Master Key.

Backup mit Keycards

Statt nur eine Wörterliste aufzuschreiben, nutzt das Gerät standardmäßig das „Magic Backup“: Der Schlüssel wird nach dem Shamir-Verfahren aufgeteilt, zwei Teile landen auf NFC-Keycards, ein Teil verschlüsselt in der Envoy-App beziehungsweise deren Cloud-Sicherung. Drei Keycards mit Faraday-Hüllen liegen mit in der Box. Wer keine Cloud möchte, wählt ein reines Offline-Backup oder klassische Seed-Wörter, ergänzt um eine Passphrase.

Touchscreen, Kamera und Zusatzfunktionen

Der 3,5 Zoll große Touchscreen unter Gorilla Glass und das Aluminiumgehäuse machen die Prime mit 104,8 × 55,5 × 11 mm und 93 g zu einem großen Gerät. Eine Kamera erlaubt Air-Gap-Signatur per QR-Code; alternativ verbindet sich die Prime per USB-C, Bluetooth oder NFC. Dazu kommen Funktionen jenseits von Bitcoin: Codes für die Zwei-Faktor-Anmeldung, FIDO-Sicherheitsschlüssel und ein verschlüsselter Dateispeicher. Der 1.100-mAh-Akku ist fest eingebaut.

Bitcoin und Envoy

Die Wallet-Funktion des Geräts und die Begleit-App Envoy unterstützen Bitcoin; andere Coins wären nur über Dritt-Apps auf dem Betriebssystem denkbar. Envoy gibt es für iPhone und Android, allerdings nur auf Englisch. Für Fortgeschrittene steht Multisig zur Verfügung. Montiert wird das Gerät laut Foundation in den USA.

QuantumLink: Bluetooth mit eigenem Chip und Post-Quanten-Verschlüsselung

Bluetooth gilt bei Hardware-Wallets oft als Schwachstelle. Die Passport Prime nutzt deshalb das QuantumLink-Protokoll für sichere Verbindungen: Das Device hat einen eigenen Bluetooth-Chip, getrennt vom Sicherheitsprozessor, auf dem das Betriebssystem läuft. Dieser Bluetooth-Chip kann laut Hersteller nur Nachrichten senden und empfangen, die bereits mit quantenresistenter Kryptografie (Post-Quantum Cryptography) verschlüsselt sind. Smartphone oder Computer musst du dabei nicht vertrauen. Wer gar keine Funkverbindung will, signiert jede Transaction weiter per QR-Code über die Kamera.

KeyOS: Rust-Mikrokernel und Apps in der Sandbox

Das OS ist ein Mikrokernel-Betriebssystem, geschrieben in der Programmiersprache Rust. Jede App läuft in ihrer eigenen Sandbox, das OS verwaltet die Berechtigungen und schützt die Master Keys. Auf diesem Weg will Foundation auch Apps von Drittanbietern zulassen und die Prime zu einer Plattform für Developers ausbauen. Für dich heißt das: Wallet, 2FA-Codes und Dateispeicher teilen sich ein Gerät, ohne dass eine App auf die Daten der anderen zugreifen kann.

50 GB Dateispeicher mit Airlock

Das Gerät ersetzt auf Wunsch auch einen verschlüsselten Speicherstick: Die Passport Prime hat 50 GB internen Speicher für wichtige Dateien. Steckst du das Gerät an Phone oder Computer, gibt die Funktion Airlock nur die Dateien frei, die du vorher dafür markiert hast. Alle übrigen Daten bleiben verborgen.

Shamir 2-of-3: so funktioniert das Keycard-Backup genau

Das Backup teilt deinen Seed, aus dem alle Private Keys entstehen, nach dem Shamir-Verfahren in drei Teile; zwei beliebige reichen zur Wiederherstellung (2-of-3). Zwei Teile liegen auf den Keycards, der dritte in der Envoy-App. Das optionale Magic Backup verschlüsselt außerdem App-Daten und Settings und schickt sie über Envoy an die Server von Foundation – ohne Benutzername, Passwort oder E-Mail-Adresse, und die Seed-Wörter verlassen das Gerät dabei laut Hersteller nie.

Nachfolger der Passport Core: was sich gegenüber dem Vorgänger geändert hat

Der Vorgänger Passport Core arbeitete komplett ohne Funk: Transaktionen liefen über QR-Codes, das verschlüsselte Backup landete auf einer microSD-Card, geschützt durch einen 20-stelligen Backup-Code. Firmware installierte die Passport Core nur, wenn sie von 2 von 4 Entwickler-Schlüsseln (Developer Keys) von Foundation signiert war. Die Passport Core wurde inzwischen eingestellt, wie Foundation auf LinkedIn mitteilte; die Prime ist der Nachfolger. Wer noch eine Passport Core besitzt, findet die Anleitungen weiter in der Dokumentation von Foundation.

Bitcoin Hardware Wallet im Vergleich: Prime oder Coldcard?

Die bekannteste Alternative für Bitcoin-only-Nutzer ist die Coldcard von Coinkite. Sie setzt konsequent auf Air-Gap per microSD-Card und richtet sich an technisch versierte Users, die für maximale Isolation auf etwas User Experience verzichten. Foundations neues Modell bietet dagegen einen großen Screen, eine Companion App mit geführter Einrichtung und Zusatzfunktionen wie 2FA und Dateispeicher. Wer nur Bitcoin sicher lagern will und keine Extras braucht, kommt mit einfacheren Geräten günstiger weg.

Unser Fazit: Die Prime ist eine technisch herausragende, offene Bitcoin-Wallet mit cleveren Backup-Optionen und nützlichen Zusatzfunktionen. In unserer Gesamtwertung landet sie trotzdem im hinteren Feld, weil Preis, reine Bitcoin-Unterstützung und die englischsprachige App stark ins Gewicht fallen. Für Bitcoin-Sparer, die nur sicher aufbewahren wollen, ist sie aber deutlich teurer als nötig – hier reichen Geräte wie BitBox02 oder Trezor Safe 3.

Die Noten je Kriterium stehen in der Bewertung.

Dein nächster Schritt

Kaufe Foundation Passport Prime nur beim Hersteller oder einem offiziellen Händler, richte das Gerät selbst ein und schreibe die Wiederherstellungsphrase offline auf.

Investiere nur Geld, dessen Verlust du verkraften kannst.

Wie sicher ist Passport Prime?

A
Trust Score 85/100
Hoch
Transparenz20/20
Quellcode vollständig einsehbar
Geräteschutz20/35
Secure Element ohne Zertifikat, 1 unabhängige Prüfung/Zertifizierung, Funkverbindung
Backup-Optionen15/15
Passphrase, aufgeteiltes Backup
Sicherheitshistorie30/30
keine relevanten Vorfälle in 5 Jahren

Berechnet aus überprüfbaren Fakten, nicht verhandelbar.

Secure ElementMicrochip ATECC608C (plus Sicherheitsprozessor Microchip SAMA5D2)
Open SourceVollständig Open Source – Betriebssystem KeyOS, Begleit-App Envoy und Hardware-Dateien auf GitHub; reproduzierbare Builds laut Hersteller
BackupPassphrase (25. Wort), Aufgeteiltes Backup (Shamir/Multi-Share), Backup-Karte, Verschlüsseltes Cloud-Backup
VerbindungUSB-C, Bluetooth, NFC, QR-Code (Air-Gap)
Prüfungen & Zertifikate
  • 2025 – Keylabs – Sicherheitsaudit Hardware und Firmware

Sicherheitsvorfälle

Uns sind keine Sicherheitsvorfälle bekannt, bei denen Geräte, Schlüssel oder Kundendaten betroffen waren.

Welche Kryptowährungen unterstützt Passport Prime?

Unterstützt wird ausschließlich Bitcoin – verwaltet über Envoy. Aus unserem Kryptowährungs-Vergleich:

Hardware und Verarbeitung

Display3,5-Zoll-IPS-Touchscreen, Gorilla Glass
Akku1.100 mAh Lithium-Ionen, fest eingebaut, Laden per USB-C
MaterialEloxiertes Aluminiumgehäuse, Gorilla Glass
Maße55,5 × 104,8 × 11 mm
Gewicht93 g
Erschienen2026
BedienungTouchscreen
AnschlüsseUSB-C, Bluetooth, NFC, QR-Code (Air-Gap)
LieferumfangPassport Prime, 3 Keycards mit Faraday-Hüllen, Broschüre, USB-C-Kabel

App und Funktionen

Envoy für iOS, Android.

Krypto-Kauf mit EuroJa
Krypto verkaufenNein
Tauschen (DEX-Swaps)Nein
Anbindung an BörsenNein
StakingNein
DeFi/dApps (WalletConnect)nicht veröffentlicht
Interner dApp-BrowserNein
Cross-Chain & BridgesNein
NFTsnicht veröffentlicht
Eigene Token hinzufügennicht veröffentlicht
Automatische Coin-Erkennungnicht veröffentlicht
Datenexport für die Steuernicht veröffentlicht
Mehrere KontenJa
Adressbuchnicht veröffentlicht
Privatsphäre-Funktionen (z. B. Coin Control, Tor)Ja
MultisigJa
Hardware-Wallet anbindennicht veröffentlicht
Passwort-Manager / FIDO2Ja

Passport Prime einrichten

  1. Verpackung prüfen und einschalten

    Folie und Siegel auf Beschädigung prüfen, Gerät einschalten und den angezeigten QR-Code mit dem Smartphone scannen.

  2. Mit Envoy verbinden

    In der App Envoy „Connect with QuantumLink“ wählen; danach laufen Echtheitsprüfung und Firmware-Update automatisch.

  3. PIN festlegen

    PIN mit 6 bis 12 Stellen oder ein Passwort vergeben. Nach 10 Fehlversuchen löscht das Gerät den Master Key.

  4. Master Key erzeugen

    „Create Master Key“ tippen oder eine bestehende Wallet per Seed-Wörtern, SeedQR oder Keycards wiederherstellen.

  5. Backup anlegen

    Magic Backup auf zwei Keycards und Envoy verteilen – oder über „Advanced“ ein reines Offline-Backup bzw. Seed-Wörter wählen. Keycards an getrennten Orten lagern.

Sicher kaufen: Kaufe Hardware-Wallets nur beim Hersteller oder bei autorisierten Händlern, nie gebraucht oder auf Marktplätzen. Liegt dem Gerät schon eine ausgefüllte Wiederherstellungsphrase bei, ist es manipuliert – nicht benutzen.
Deine Keycards und die verschlüsselte Envoy-Sicherung sind zusammen dein Schlüssel. Lagere die Keycards getrennt voneinander und vom Gerät, schütze das Smartphone- bzw. Cloud-Konto mit der Envoy-Sicherung mit Zwei-Faktor-Anmeldung und gib Keycards, PIN oder Seed-Wörter niemals heraus, wenn dich jemand per Mail, Telefon oder Website dazu auffordert – kein Hersteller fragt danach.

Vorschau: Passport Prime in Bildern

Vor- und Nachteile von Passport Prime

Was uns gefällt

  • Open-Source-Hardware und -Betriebssystem (KeyOS, GPL-3.0)
  • Unabhängiges Keylabs-Audit 2025 ohne schwere Befunde
  • Großer 3,5-Zoll-Touchscreen und Kamera für QR-Signatur
  • Flexible Backups: Shamir auf NFC-Keycards, Seed-Wörter optional
  • Zusatzfunktionen: 2FA-Codes, FIDO-Keys, verschlüsselter Dateispeicher

Was uns nicht gefällt

  • Sehr teuer (378,95 €)
  • Begleit-App Envoy nur Englisch und nur für Bitcoin
  • Standard-Backup legt einen Teil verschlüsselt in der Cloud ab
  • Neues Gerät (2026) mit noch kurzer Praxiserfahrung
  • Fest eingebauter Akku

Ist Passport Prime die richtige Wallet für dich?

Passt zu dir, wenn du …

  • ausschließlich Bitcoin hältst und offene Hard- und Software willst
  • ein Backup ohne Wörterliste über Keycards nutzen möchtest
  • Zusatzfunktionen wie 2FA-Codes oder FIDO-Schlüssel auf demselben Gerät schätzt

Passt eher nicht, wenn du …

  • Ethereum oder andere Coins verwalten willst
  • eine möglichst günstige Hardware-Wallet suchst
  • eine deutschsprachige App erwartest

Erfahrungen anderer Nutzer

App Store
3,9/5
ca. 8 Bewertungen

Stand 06.10.2026. Die Store-Bewertungen beziehen sich auf die App, nicht allein auf das Gerät.

Passport und Envoy greifen gut ineinander

Die meisten der wenigen App-Store-Bewertungen zu Envoy (DE und USA) loben das Zusammenspiel der App mit der Passport-Hardware.

Einsteigerfreundlich und aufgeräumt

Mehrere Nutzer beschreiben Envoy als saubere, verständliche Lösung für Bitcoin-Selbstverwahrung.

Fokus auf Privatsphäre

Mehrere Bewertungen heben Datenschutz, Coin Control und Open-Source-Code hervor.

Kundenservice von Passport Prime

  • FAQ / Hilfe-Center
  • Live-Chat
  • E-Mail / Kontaktformular
  • nicht bestätigt: Telefon (nicht bestätigt)
  • nicht bestätigt: Support auf Deutsch (nicht bestätigt)

Das Unternehmen hinter Passport Prime

UnternehmenFoundation Devices, Inc.
SitzBoston, USA
GeschäftsführungZach Herbert (Mitgründer und CEO)
ProduktionMontiert in den USA (ITAR-zertifizierte Fertigung)
Websitefoundation.xyz

Herausgeber ist die Foundation Devices, Inc. aus Boston; Mitgründer und CEO ist Zach Herbert. Montiert wird laut Hersteller in den USA.

Passport Prime im Vergleich mit anderen Wallets

Die stärkste Konkurrenz

Foundation Passport Prime Trezor Safe 5 Trezor Safe 3 OneKey Pro
Gesamtwertung 6,9/10 8,8/10 8,7/10 8,4/10
Trust Score A (85) B (79) B (79) A+ (92)
Preis 378,95 € 129 € 59 € 278 US-$ (regulär 299 US-$)
Bedienung Touchscreen Touchscreen Tasten Touchscreen
Display 3,5-Zoll-IPS-Touchscreen, Gorilla Glass 1,54 Zoll, Farb-Touchscreen (240 × 240 px) 0,96 Zoll, monochromes OLED (128 × 64 px) 3,5 Zoll IPS-Farb-Touchscreen, 480 × 800 Pixel, gehärtetes Glas
Verbindung USB-C, Bluetooth, NFC, QR-Code (Air-Gap) USB-C USB-C USB-C, Bluetooth, NFC, QR-Code (Air-Gap)
Open Source Vollständig Vollständig Vollständig Vollständig
Coins & Token Nur Bitcoin Tausende Tausende 30.000+

So haben wir Passport Prime bewertet

Jede Wallet prüfen wir nach denselben sechs Kriterien. Die Gesamtwertung ist der gewichtete Durchschnitt; der Trust Score wird zusätzlich aus überprüfbaren Sicherheitsfakten berechnet und lässt sich nicht kaufen.

KriteriumGewichtWas wir prüfenNote
Sicherheit & Vertrauen 26,25 % Secure Element und Zertifizierungen, offener Quellcode, unabhängige Prüfungen, Backup-Optionen und die Sicherheitsvorfälle des Herstellers. 8,5
Benutzerfreundlichkeit 20,00 % Einrichtung, Bedienung am Gerät und in der App, Verständlichkeit der Bestätigungen, Nutzung unterwegs. 7,0
Kompatibilität 17,50 % Unterstützte Blockchains und Coins, Plattformen, Anbindung an andere Wallets und Browser-Erweiterungen. 6,0
Funktionen 17,50 % Kaufen, Tauschen, Staking, DeFi und NFTs, Multisig, Steuer-Export und weitere Funktionen der App. 7,0
Gebühren & Kosten 10,00 % Anschaffungspreis, Folgekosten (z. B. Abos, Gebühren in der App) und Preis-Leistung im Vergleich. 5,0
Support 8,75 % Erreichbarkeit über Hilfe-Center, Chat, E-Mail oder Telefon, deutschsprachiger Service und Qualität der Antworten. 6,0

Passport Prime vergleichen

Stelle Foundation Passport Prime jeder anderen Wallet aus unserem Test direkt gegenüber.

Alle Wallets im Vergleich

Was hat sich bei Foundation Passport Prime geändert?

  1. Passport Prime ist allgemein verfügbar.

Häufige Fragen zu Passport Prime

Wie sicher ist die Prime?

Offenes Betriebssystem, offene Hardware-Dateien, ein Keylabs-Audit mit nur niedrigen Befunden und das Löschen nach zehn falschen PINs sprechen dafür. Da das Gerät erst seit 2026 erhältlich ist, gibt es aber noch wenig Praxiserfahrung.

Was ist Magic Backup?

Der Schlüssel wird nach dem Shamir-Verfahren aufgeteilt: zwei Teile auf NFC-Keycards, ein Teil verschlüsselt in der Envoy-App beziehungsweise deren Cloud-Sicherung. Alternativ sind ein reines Offline-Backup oder klassische Seed-Wörter möglich.

Was kostet die Prime?

378,95 € im Foundation-Shop (Stand 10.10.2026).

Wofür sind die Keycards da?

Auf den NFC-Keycards liegen Teile des Backups. Im Lieferumfang sind drei Karten mit Faraday-Hüllen; lagere sie an getrennten Orten, damit ein einzelner Fund oder Verlust keinen Schaden anrichtet.

Was ist QuantumLink?

Die Bluetooth-Verbindung des Geräts. Ein separater Bluetooth-Chip überträgt nur Nachrichten, die bereits mit quantenresistenter Kryptografie verschlüsselt sind; dem Smartphone musst du laut Foundation nicht vertrauen.

Gibt es die Passport Core noch?

Nein. Foundation hat den Vorgänger eingestellt; Nachfolger ist die Passport Prime. Die Anleitungen zur Passport Core bleiben in der Dokumentation abrufbar.

Unterstützt die Prime Ethereum?

Nein. Die Wallet-Funktion und Envoy unterstützen Bitcoin; weitere Coins wären nur über Dritt-Apps auf dem Betriebssystem denkbar.

Passport Prime Bewertung

Sicherheit & Vertrauen8,5niedrighoch
Benutzerfreundlichkeit7,0komplizierteinfach
Kompatibilität6,0begrenztumfangreich
Funktionen7,0eingeschränktumfangreich
Gebühren & Kosten5,0teuergünstig
Support6,0schwachhilfreich
Gesamtwertung6,9
6,9/10
Befriedigend

Eine der durchdachtesten Bitcoin-Wallets: Hardware und Betriebssystem offen, Keylabs-Audit ohne schwere Befunde, flexible Backups über Keycards und Zusatzfunktionen wie 2FA-Codes. Mit 378,95 € ist die Passport Prime aber sehr teuer, die App Envoy nur auf Englisch, und das Gerät ist erst seit 2026 auf dem Markt.

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