Das Layer-2-Netz Arbitrum ist dem Global Dollar Network von Paxos beigetreten, der Stablecoin USDG wird jetzt direkt auf Arbitrum One ausgegeben. Die Förderung mit zusätzlich 100 Millionen ARB ist dagegen erst ein Vorschlag: Die Arbitrum DAO stimmt darüber ab Mitte Oktober ab.
Wer auf Arbitrum Geld verleiht, handelt oder Sicherheiten hinterlegt, rechnet heute meist in USDC oder USDT. Rund vier Milliarden Dollar in Stablecoins liegen nach Angaben der Initiatoren im Netz. Ein wachsender Teil davon soll künftig USDG sein, der Dollar-Stablecoin von Paxos.
Paxos teilt die Erträge mit den Netzen, die USDG verbreiten
Der Grund für den Wechsel liegt im Geschäftsmodell. Ein Stablecoin-Emittent legt die Dollar seiner Kunden in sichere Anlagen wie kurzlaufende Staatsanleihen und behält die Zinsen in der Regel selbst. Beim Global Dollar Network ist das anders: Die Erträge aus USDG fließen anteilig an die Partner zurück, und zwar nach der Menge, die sie halten, ausgeben und annehmen. Mehr als 150 Unternehmen sind nach Angaben des DAO-Vorschlags dabei, darunter Kraken, Robinhood, OKX und Mastercard.
Arbitrum wird damit selbst Empfänger. In der Ankündigung des Netzwerks heißt es, USDG solle zum Standard-Dollar des gesamten DeFi-Angebots auf Arbitrum werden, vom Kreditmarkt bis zur Sicherheit für Derivate. Nach Angaben von Cointelegraph unterstützen zum Start unter anderem Fluid, Morpho, GMX und Maple den Stablecoin.
Die Beratungsfirma Entropy Advisors, die den Vorschlag für die DAO geschrieben hat, begründet den Schritt mit dem Wettbewerb der Netze: “GDN membership provides Arbitrum a competitive offering as USDG gives builders access to stablecoin economic upside without the cost, regulatory burden, or technical lift of launching a stablecoin.” Entwickler auf Arbitrum sollen also an den Erträgen eines Stablecoins teilhaben, ohne selbst einen herausgeben zu müssen.
Für die DAO geht es auch um die eigene Kasse. Ihre Einnahmen aus dem Netzbetrieb fallen in Ether an und schrumpfen, wenn der Kurs sinkt; eine Einnahme in Dollar wäre davon unabhängig.
Die DAO soll Geld, Kasse und Gebühren auf USDG ausrichten
Der Vorschlag im Forum der Arbitrum DAO verlangt vier Dinge: 100 Millionen ARB zusätzlich für das bestehende Förderprogramm DRIP, die Freigabe von Kassenmitteln für USDG-Liquidität, den Umtausch bestimmter Gebühreneinnahmen in USDG und eine Projektleitung bei Entropy. Beim ARB-Kurs vom Dienstagnachmittag von 0,2001 US-Dollar entsprechen die 100 Millionen Token rund 20 Millionen Dollar. Quelle: CoinGecko, Stand 06.10.2026, 16:33 Uhr MESZ
Als Ziel nennen die Verfasser, im ersten Jahr 15 bis 20 Prozent der vorhandenen Stablecoins auf Arbitrum in USDG umzulenken. Gemessen an den vier Milliarden Dollar wären das 600 bis 800 Millionen Dollar. Der Zeitplan sieht so aus:
- Diskussion im Forum bis 15. Oktober
- Abstimmung außerhalb der Blockchain vom 15. bis 22. Oktober
- Abstimmung auf der Blockchain vom 29. Oktober bis 12. November
USDG selbst ist nicht neu. Der Stablecoin kommt nach CoinGecko auf eine Marktkapitalisierung von rund 3,17 Milliarden Dollar und lief bisher vor allem auf Ethereum, Solana, X Layer und der Robinhood Chain. In der EU gibt ihn nach Angaben des Vorschlags die Tochter Paxos Issuance Europe unter Aufsicht der finnischen Finanzaufsicht aus. Wie Stablecoins gedeckt sind und worin sich die großen Emittenten unterscheiden, erklärt unser Ratgeber zu Stablecoins.
Für Arbitrum ist es die zweite größere Weichenstellung binnen einer Woche, nachdem der Sicherheitsrat am 2. Oktober neue Stylus-Verträge per Notfall-Upgrade gestoppt hatte. Der Kurs von ARB lag am Nachmittag 2,3 Prozent unter dem Vortag.
Den Governance-Token ARB, mit dem über den Vorschlag abgestimmt wird, können Anleger unter anderem bei Bitpanda kaufen. Weitere Handelsplätze im Krypto-Börsen Vergleich.


























