Coinbase arbeitet künftig mit dem Anbieter Stablecore zusammen, damit Regionalbanken und Kreditgenossenschaften in den USA Verwahrung, Handel und Stablecoin-Zahlungen anbieten können. Möglicher Adressatenkreis nach Angaben der Partner: mehr als 3.000 Institute. Eine Bank ist bereits dabei.
Der Ansatz ist derselbe, den auch europäische Anbieter verfolgen: Die Bank bleibt für ihre Kunden die Bank, die Krypto-Infrastruktur läuft im Hintergrund bei einem Dienstleister. Stablecore liefert dafür eine Lösung unter dem Namen der Bank, die sich in die vorhandene Technik einfügt, statt sie zu ersetzen.
Den Anfang macht die Amarillo National Bank in Texas.
Warum kleine Institute einen Dienstleister brauchen
Coinbase beschreibt das Problem so: Finanzinstitute stünden vor der praktischen Frage, wie sie regulierte Kryptoprodukte anbieten können, ohne die Infrastruktur neu zu bauen, auf der sie ohnehin laufen.
Für eine Regionalbank mit ein paar Filialen ist das keine rhetorische Frage. Verwahrung von Kryptowerten verlangt eigene Schlüsselverwaltung, Prüfprozesse und Personal, das es versteht. Nichts davon lässt sich aus einem Kernbankensystem heraus nebenbei erledigen.
Stablecore bedient nach eigener Darstellung ausschließlich Regionalbanken und Kreditgenossenschaften. Das ist der Unterschied zu den großen Anbietern, die auf Institute mit entsprechendem Volumen zielen.
Was das für Anleger hier bedeutet
Unmittelbar nichts. Das Angebot gilt für US-Institute und deren Kunden.
Mittelbar lohnt der Blick trotzdem, weil dieselbe Bewegung in Europa läuft, nur mit anderen Namen. Erst vor zwei Wochen hat die BW-Bank ihren Privatkunden den Kryptohandel über Bitpanda geöffnet, nach demselben Muster: Bank vorn, Dienstleister dahinter.
Für Kunden hat das zwei Seiten. Bequem ist es, weil Konto, Ansprechpartner und Steuerunterlagen zusammenbleiben. Teurer ist es meistens auch, weil in der Kette ein Beteiligter mehr verdient. Coinbase nennt keine Konditionen, und ohne die lässt sich nicht beurteilen, was Bankkunden ein solches Angebot kostet.
Wie viele der angesprochenen 3.000 Institute tatsächlich mitmachen, ist offen.
Welche Handelsplätze in Deutschland verfügbar sind und was sie kosten, steht im Krypto-Börsen Vergleich: Gebühren, Coin-Auswahl, Verwahrung und Regulierung nebeneinander.

























