Bitcoin Mining Difficulty: aktuelle Schwierigkeit und nächste Anpassung
Die Mining Difficulty bestimmt, wie schwer es ist, einen neuen Bitcoin-Block zu finden. Alle 2.016 Blöcke passt sie sich an, damit im Schnitt alle zehn Minuten ein Block entsteht. Hier siehst du die aktuelle Schwierigkeit, die nächste Anpassung und alle Anpassungen seit 2009.
Was heißt das für dich?
Die nächste Anpassung in 1.676 Blöcken ändert die Schwierigkeit voraussichtlich um +0,20 %. Die Schwierigkeit steigt: Blöcke kamen zuletzt schneller als alle zehn Minuten, weil neue Rechenleistung dazukam.
Netzwerkdaten beschreiben die Sicherheit und Auslastung von Bitcoin, nicht die Kursentwicklung. Keine Anlageberatung.
Bitcoin-Mining Difficulty seit 2009
Rekorde seit 2010
2009 ausgenommen: In der Startphase lag die Schwierigkeit fest bei 1 und die Blockzeiten waren sehr unregelmäßig.
Die letzten 12 Anpassungen
| Datum | Block | Schwierigkeit | Änderung | Ø Blockzeit danach |
|---|---|---|---|---|
| 16.10.2026 | 971.712 | 140,58 Bio. | +5,92 % | läuft |
| 03.10.2026 | 969.696 | 132,72 Bio. | −0,03 % | 9:27 min |
| 19.09.2026 | 967.680 | 132,76 Bio. | +4,16 % | 10:00 min |
| 05.09.2026 | 965.664 | 127,45 Bio. | +1,31 % | 9:36 min |
| 23.08.2026 | 963.648 | 125,81 Bio. | −1,31 % | 9:52 min |
| 08.08.2026 | 961.632 | 127,48 Bio. | +0,99 % | 10:09 min |
| 26.07.2026 | 959.616 | 126,23 Bio. | −0,74 % | 9:54 min |
| 11.07.2026 | 957.600 | 127,17 Bio. | −5,00 % | 10:05 min |
| 27.06.2026 | 955.584 | 133,87 Bio. | +7,15 % | 10:32 min |
| 14.06.2026 | 953.568 | 124,93 Bio. | −10,09 % | 9:20 min |
| 29.05.2026 | 951.552 | 138,96 Bio. | +1,72 % | 11:08 min |
| 15.05.2026 | 949.536 | 136,61 Bio. | +3,12 % | 9:50 min |
Jahreswerte
| Jahr | Ø Hashrate | Veränderung | Difficulty am Jahresende | Ø Blockzeit |
|---|---|---|---|---|
| 2026 (bisher) | 956 EH/s | +2 % | 140,58 Bio. | 10:03 min |
| 2025 | 937 EH/s | +46 % | 148,26 Bio. | 9:54 min |
| 2024 | 641 EH/s | +67 % | 109,78 Bio. | 9:52 min |
| 2023 | 384 EH/s | +74 % | 72,01 Bio. | 9:44 min |
| 2022 | 221 EH/s | +50 % | 35,36 Bio. | 9:53 min |
| 2021 | 147 EH/s | +22 % | 24,27 Bio. | 9:59 min |
| 2020 | 121 EH/s | +79 % | 18,60 Bio. | 9:53 min |
| 2019 | 67,4 EH/s | +86 % | 12,95 Bio. | 9:42 min |
| 2018 | 36,2 EH/s | +461 % | 5,62 Bio. | 9:38 min |
| 2017 | 6,5 EH/s | +312 % | 1,87 Bio. | 9:24 min |
| 2016 | 1,6 EH/s | +268 % | 317,69 Mrd. | 9:37 min |
| 2015 | 425 PH/s | +201 % | 103,88 Mrd. | 9:40 min |
| 2014 | 141 PH/s | +8.800 % | 40,64 Mrd. | 8:57 min |
| 2013 | 1,6 PH/s | +9.859 % | 1,18 Mrd. | 8:16 min |
| 2012 | 15,9 TH/s | +168 % | 2,98 Mio. | 9:40 min |
| 2011 | 5,9 TH/s | +36.877 % | 1,16 Mio. | 8:49 min |
| 2010 | 16,1 GH/s | – | 14.484,16 | 7:43 min |
| 2009 | 6,9 MH/s | – | 1,18 | 15:41 min |
Ø Hashrate: Mittel der errechneten Werte je Schwierigkeitsperiode des Jahres. Ø Blockzeit: nach Blöcken gewichtet.
So rechnen wir
Alle 2.016 Blöcke – etwa alle zwei Wochen – vergleicht das Bitcoin-Netzwerk, wie lange diese Blöcke gedauert haben, mit dem Ziel von zwei Wochen (2.016 × 10 Minuten). Waren die Miner schneller, steigt die Schwierigkeit im selben Verhältnis, waren sie langsamer, sinkt sie. Eine einzelne Anpassung ist auf höchstens das Vierfache bzw. ein Viertel begrenzt.
Die Liste aller Anpassungen seit 2009 und die Prognose der nächsten Anpassung holen wir von mempool.space (stündlich). Die Prognose rechnet mit der durchschnittlichen Blockzeit seit der letzten Anpassung; je mehr Blöcke der Periode schon gefunden sind, desto genauer wird sie.
Datenquellen und Rechenwege im Detail: unsere Analysemethodik →
Bitcoin Mining Difficulty: aktuelle Schwierigkeit und nächste Anpassung erklärt
Das Wichtigste in Kürze
- Die Difficulty legt fest, wie klein der Hash eines neuen Blocks sein muss.
- Nach je 2.016 Blöcken wird die tatsächliche Dauer mit zwei Wochen verglichen.
- Eine einzelne Anpassung ist auf das Vierfache nach oben und ein Viertel nach unten begrenzt.
- Zeitstempel-Regeln bremsen Tricks mit falschen Uhrzeiten.
- Für Miner bestimmt die Difficulty den Ertrag je Gerät.
Bitcoin Difficulty: die Stellschraube für den Zehn-Minuten-Takt
Die Bitcoin Difficulty ist die Zahl, mit der das Protokoll die Suche nach neuen Blöcken schwerer oder leichter macht. Ohne sie würde jede neue Mining-Maschine das Netzwerk beschleunigen. Bitcoin Core zielt deshalb auf einen Block alle zehn Minuten und regelt die Schwierigkeit in festen Abständen nach. Der allererste Block startete im Januar 2009 mit der Difficulty 1.
Target, nBits und Difficulty: drei Namen für eine Regel
Technisch prüft jeder Knoten nicht die Difficulty, sondern das Target. Das ist eine 256-Bit-Zahl, unter der der Hash des Blockkopfs liegen muss. Im Blockkopf steht dieses Ziel platzsparend als Feld nBits, und die Difficulty ist nur die für Menschen lesbare Umrechnung.
Drei Begriffe, eine Vorgabe
| Begriff | Was es ist | Wo du es siehst |
|---|---|---|
| Target | Höchstwert Hash | im Code |
| nBits | Kurzform Target | im Blockkopf |
| Difficulty | Faktor zu Start | im Explorer |
Die Beziehung ist umgekehrt: Halbiert sich das Target, verdoppelt sich die Difficulty. Ein Block braucht dann im Schnitt doppelt so viele Versuche.
So rechnet Bitcoin Core die nächste Anpassung
Am Ende jeder Periode teilt das Netzwerk die Sollzeit von zwei Wochen durch die gemessene Dauer und multipliziert die alte Difficulty mit diesem Verhältnis. Dauerte die Periode nur 13 Tage, steigt die Schwierigkeit also um gut 7 Prozent. Dauerte sie 15 Tage, sinkt sie um rund 6,7 Prozent.
Feste Regeln der Anpassung
- 2.016Blöcke je Periode
- 1.209.600 sSollzeit von zwei Wochen
- ×4 / ÷4größter Schritt je Anpassung
- 10 minZielabstand je Block
Quelle: Bitcoin Core (chainparams.cpp, pow.cpp); bitcoin.org Developer Guide
Der bekannte Zählfehler: 2.015 statt 2.016 Abstände
Zwischen 2.016 Blöcken liegen nur 2.015 Abstände, die Zeitmessung ist also um einen Block zu kurz. Der Developer Guide von bitcoin.org beschreibt diesen Fehler ausdrücklich. Eine Korrektur würde die Konsensregeln ändern, deshalb gilt die Rechnung bis heute.
Warum Zeitstempel die Rechnung nicht beliebig verbiegen
Die Uhrzeiten schreiben Miner selbst in ihre Blöcke. Gegen erfundene Zeiten gelten zwei Regeln. Ein Zeitstempel muss später sein als der Median der elf vorherigen Blöcke. Und Knoten lehnen Blöcke ab, deren Zeit mehr als zwei Stunden in der Zukunft liegt.
Was eine steigende Bitcoin Difficulty bedeutet
Klettert die Schwierigkeit, haben die Miner in der letzten Periode insgesamt mehr Rechenleistung eingesetzt. Wie sich diese Leistung entwickelt, zeigt die Seite zur Bitcoin-Hashrate. Für den einzelnen Betreiber ist das eine schlechte Nachricht: Dasselbe Gerät findet seltener einen Block. Hält der Anstieg trotzdem an, rechnet sich Mining für viele weiterhin, etwa dank effizienterer Maschinen.
Und wenn die Schwierigkeit sinkt?
Dann haben Miner abgeschaltet. Den tiefsten Einschnitt seit 2010 gab es am 3. Juli 2021 mit −27,94 Prozent, nachdem in China ein großer Teil der Geräte vom Netz gegangen war. Auch nach einem Bitcoin-Halving kann sie sinken, wenn die halbierte Belohnung alte Maschinen unrentabel macht.
Warum die Anpassung in Stufen kommt
Die Schwierigkeit springt nur alle 2.016 Blöcke, dazwischen bleibt sie fest. Ändert sich die Rechenleistung mitten in der Periode, weicht die Blockzeit bis zur nächsten Stufe vom Ziel ab. Wie groß die Abweichung ausfällt, zeigt die Seite zur Bitcoin-Blockzeit.
Für wen die Difficulty wirklich zählt
Betreibst du Mining, ist sie deine wichtigste Kennzahl, denn sie bestimmt zusammen mit dem Strompreis, ob sich ein Gerät trägt. Den Energiebedarf des ganzen Netzwerks schätzt der Rechner zum Bitcoin-Stromverbrauch.
Als Anleger liest du an einem langen Anstieg ab, dass viel Kapital in die Absicherung fließt, unabhängig vom täglichen Bitcoin-Kurs. Weitere Netzwerkwerte im Überblick:
Hashrate, Halving und Gebühren
- Hashrate 1,0 ZH/s
- Nächstes Halving 77.948 Blöcke Belohnung 3,125 → 1,5625 BTC, ca. 1. April 2028
- Netzwerkgebühr 2 · 1 schnell · in 1 Stunde (sat/vB)
Daten: mempool.space, Stand 18.10.2026 22:07
Weitere Kennzahlen zum Markt sammeln wir unter Krypto-Statistiken.
Häufige Fragen zur Mining Difficulty
Was ist die Mining Difficulty?
Eine Zahl, die festlegt, wie schwer die Rechenaufgabe für einen neuen Block ist. Je höher sie ist, desto mehr Versuche brauchen die Miner im Schnitt, um einen gültigen Block zu finden.
Wie oft ändert sich die Difficulty?
Alle 2.016 Blöcke, also ungefähr alle zwei Wochen. Ein festes Datum gibt es nicht – die Anpassung kommt, sobald der 2.016. Block gefunden ist.
Warum passt sich die Schwierigkeit an?
Damit Bitcoin unabhängig von der Rechenleistung im Schnitt alle zehn Minuten einen Block erzeugt. Steigt die Hashrate, würden Blöcke sonst immer schneller gefunden – und neue Bitcoin schneller ausgegeben als geplant.
Kann die Difficulty auch sinken?
Ja, wenn Miner abschalten und die Blöcke dadurch länger dauern. Die bisher größten Rückgänge zeigt die Rekord-Übersicht oben.
Was bedeutet die Difficulty für Miner?
Steigt sie, bekommt jeder Miner für dieselbe Rechenleistung weniger Blöcke und damit weniger Einnahmen. Die Difficulty ist deshalb neben Strompreis und Bitcoin-Kurs entscheidend dafür, ob sich Mining lohnt.
Wie wird aus nBits die Difficulty berechnet?
Aus dem Feld nBits im Blockkopf ergibt sich das Target, also der höchste erlaubte Hashwert. Die Difficulty ist das Verhältnis zwischen dem Target des ersten Blocks und dem aktuellen Target. Ein Explorer zeigt dir deshalb eine große, gut vergleichbare Zahl statt einer 256-Bit-Zahl.
Um wie viel kann die Difficulty bei einer Anpassung höchstens steigen?
Bitcoin Core lässt pro Anpassung höchstens das Vierfache des alten Werts zu. Nach unten ist der Schritt auf ein Viertel begrenzt. Selbst ein extremer Zustrom oder Abfluss von Rechenleistung wird so über mehrere Perioden verteilt.
Gibt es eine Untergrenze für die Difficulty?
Ja, auf dem Hauptnetz kann sie nicht unter den Startwert 1 fallen, weil das Target eine feste Obergrenze hat. Eine Obergrenze nach oben gibt es dagegen nicht. Die Difficulty folgt allein der eingesetzten Rechenleistung.
Kann ein Miner die Difficulty mit falschen Zeitstempeln senken?
Nur in sehr engen Grenzen. Ein Block muss zeitlich nach dem Median der elf Vorgänger liegen und darf höchstens zwei Stunden in der Zukunft datiert sein, sonst lehnen Knoten ihn ab. Über eine ganze Periode von zwei Wochen fällt dieser Spielraum kaum ins Gewicht.
Warum war die Difficulty in den ersten Jahren so niedrig?
Anfangs rechneten nur wenige Teilnehmer mit normalen Computern, und das Protokoll startete mit dem kleinsten möglichen Wert. Erst als mehr Rechenleistung dazukam, stieg die Schwierigkeit Periode für Periode. Den größten Sprung um 300 Prozent gab es laut unserer Auswertung im Juli 2010.
Gilt im Testnetz dieselbe Difficulty-Regel?
Nein. In den Testnetzen von Bitcoin Core gibt es eine Ausnahme für Blöcke mit der kleinsten Schwierigkeit, wenn längere Zeit kein Block gefunden wurde. So bleibt das Testnetz auch mit wenig Rechenleistung benutzbar.
