Bitcoin Mining Difficulty: aktuelle Schwierigkeit und nächste Anpassung

Kevin van der Linden
Von Erstellt · Aktualisiert

Die Mining Difficulty bestimmt, wie schwer es ist, einen neuen Bitcoin-Block zu finden. Alle 2.016 Blöcke passt sie sich an, damit im Schnitt alle zehn Minuten ein Block entsteht. Hier siehst du die aktuelle Schwierigkeit, die nächste Anpassung und alle Anpassungen seit 2009.

Mining Difficulty 140,58 Bio. 140.577.680.051.920 nächste Anpassung +0,20 % 17 % der Periode · Anpassung in 1.676 Blöcken
Nächste Anpassung+0,20 %ca. 30.10.2026
Letzte Anpassung+5,92 %am 16.10.2026
Ø Blockzeit zuletzt9:27 minab 03.10.2026

Stand: Block 972.052, 18.10.2026 22:07 Uhr; stündlich aktualisiert (mempool.space).

Was heißt das für dich?

Die nächste Anpassung in 1.676 Blöcken ändert die Schwierigkeit voraussichtlich um +0,20 %. Die Schwierigkeit steigt: Blöcke kamen zuletzt schneller als alle zehn Minuten, weil neue Rechenleistung dazukam.

Netzwerkdaten beschreiben die Sicherheit und Auslastung von Bitcoin, nicht die Kursentwicklung. Keine Anlageberatung.

Bitcoin-Mining Difficulty seit 2009

Eine Periode = 2.016 Blöcke, etwa zwei Wochen; Ansicht „Schwierigkeit“ mit logarithmischer Skala. Quelle: mempool.space, eigene Berechnung.

Rekorde seit 2010

Höchste Hashrate (Periode)1,1 ZH/sab 16.10.2025
Größte Erhöhung der Difficulty+300,00 %am 16.07.2010 (Block 68.544)
Größte Senkung der Difficulty−27,94 %am 03.07.2021 (Block 689.472)
Schnellste Periode2:24 minab 13.07.2010
Langsamste Periode13:53 minab 13.06.2021
Anpassungen seit 2009467alle 2.016 Blöcke

2009 ausgenommen: In der Startphase lag die Schwierigkeit fest bei 1 und die Blockzeiten waren sehr unregelmäßig.

Die letzten 12 Anpassungen

DatumBlockSchwierigkeitÄnderungØ Blockzeit danach
16.10.2026 971.712 140,58 Bio. +5,92 % läuft
03.10.2026 969.696 132,72 Bio. −0,03 % 9:27 min
19.09.2026 967.680 132,76 Bio. +4,16 % 10:00 min
05.09.2026 965.664 127,45 Bio. +1,31 % 9:36 min
23.08.2026 963.648 125,81 Bio. −1,31 % 9:52 min
08.08.2026 961.632 127,48 Bio. +0,99 % 10:09 min
26.07.2026 959.616 126,23 Bio. −0,74 % 9:54 min
11.07.2026 957.600 127,17 Bio. −5,00 % 10:05 min
27.06.2026 955.584 133,87 Bio. +7,15 % 10:32 min
14.06.2026 953.568 124,93 Bio. −10,09 % 9:20 min
29.05.2026 951.552 138,96 Bio. +1,72 % 11:08 min
15.05.2026 949.536 136,61 Bio. +3,12 % 9:50 min

Jahreswerte

Jahr Ø Hashrate Veränderung Difficulty am Jahresende Ø Blockzeit
2026 (bisher) 956 EH/s +2 % 140,58 Bio. 10:03 min
2025 937 EH/s +46 % 148,26 Bio. 9:54 min
2024 641 EH/s +67 % 109,78 Bio. 9:52 min
2023 384 EH/s +74 % 72,01 Bio. 9:44 min
2022 221 EH/s +50 % 35,36 Bio. 9:53 min
2021 147 EH/s +22 % 24,27 Bio. 9:59 min
2020 121 EH/s +79 % 18,60 Bio. 9:53 min
2019 67,4 EH/s +86 % 12,95 Bio. 9:42 min
2018 36,2 EH/s +461 % 5,62 Bio. 9:38 min
2017 6,5 EH/s +312 % 1,87 Bio. 9:24 min
2016 1,6 EH/s +268 % 317,69 Mrd. 9:37 min
2015 425 PH/s +201 % 103,88 Mrd. 9:40 min
2014 141 PH/s +8.800 % 40,64 Mrd. 8:57 min
2013 1,6 PH/s +9.859 % 1,18 Mrd. 8:16 min
2012 15,9 TH/s +168 % 2,98 Mio. 9:40 min
2011 5,9 TH/s +36.877 % 1,16 Mio. 8:49 min
2010 16,1 GH/s – 14.484,16 7:43 min
2009 6,9 MH/s – 1,18 15:41 min

Ø Hashrate: Mittel der errechneten Werte je Schwierigkeitsperiode des Jahres. Ø Blockzeit: nach Blöcken gewichtet.

So rechnen wir

Alle 2.016 Blöcke – etwa alle zwei Wochen – vergleicht das Bitcoin-Netzwerk, wie lange diese Blöcke gedauert haben, mit dem Ziel von zwei Wochen (2.016 × 10 Minuten). Waren die Miner schneller, steigt die Schwierigkeit im selben Verhältnis, waren sie langsamer, sinkt sie. Eine einzelne Anpassung ist auf höchstens das Vierfache bzw. ein Viertel begrenzt.

Die Liste aller Anpassungen seit 2009 und die Prognose der nächsten Anpassung holen wir von mempool.space (stündlich). Die Prognose rechnet mit der durchschnittlichen Blockzeit seit der letzten Anpassung; je mehr Blöcke der Periode schon gefunden sind, desto genauer wird sie.

Bitcoin Mining Difficulty: aktuelle Schwierigkeit und nächste Anpassung erklärt

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Difficulty legt fest, wie klein der Hash eines neuen Blocks sein muss.
  • Nach je 2.016 Blöcken wird die tatsächliche Dauer mit zwei Wochen verglichen.
  • Eine einzelne Anpassung ist auf das Vierfache nach oben und ein Viertel nach unten begrenzt.
  • Zeitstempel-Regeln bremsen Tricks mit falschen Uhrzeiten.
  • Für Miner bestimmt die Difficulty den Ertrag je Gerät.

Bitcoin Difficulty: die Stellschraube für den Zehn-Minuten-Takt

Die Bitcoin Difficulty ist die Zahl, mit der das Protokoll die Suche nach neuen Blöcken schwerer oder leichter macht. Ohne sie würde jede neue Mining-Maschine das Netzwerk beschleunigen. Bitcoin Core zielt deshalb auf einen Block alle zehn Minuten und regelt die Schwierigkeit in festen Abständen nach. Der allererste Block startete im Januar 2009 mit der Difficulty 1.

Target, nBits und Difficulty: drei Namen für eine Regel

Technisch prüft jeder Knoten nicht die Difficulty, sondern das Target. Das ist eine 256-Bit-Zahl, unter der der Hash des Blockkopfs liegen muss. Im Blockkopf steht dieses Ziel platzsparend als Feld nBits, und die Difficulty ist nur die für Menschen lesbare Umrechnung.

Drei Begriffe, eine Vorgabe

BegriffWas es istWo du es siehst
TargetHöchstwert Hashim Code
nBitsKurzform Targetim Blockkopf
DifficultyFaktor zu Startim Explorer

Die Beziehung ist umgekehrt: Halbiert sich das Target, verdoppelt sich die Difficulty. Ein Block braucht dann im Schnitt doppelt so viele Versuche.

So rechnet Bitcoin Core die nächste Anpassung

Am Ende jeder Periode teilt das Netzwerk die Sollzeit von zwei Wochen durch die gemessene Dauer und multipliziert die alte Difficulty mit diesem Verhältnis. Dauerte die Periode nur 13 Tage, steigt die Schwierigkeit also um gut 7 Prozent. Dauerte sie 15 Tage, sinkt sie um rund 6,7 Prozent.

Feste Regeln der Anpassung

  • 2.016Blöcke je Periode
  • 1.209.600 sSollzeit von zwei Wochen
  • ×4 / ÷4größter Schritt je Anpassung
  • 10 minZielabstand je Block

Quelle: Bitcoin Core (chainparams.cpp, pow.cpp); bitcoin.org Developer Guide

Der bekannte Zählfehler: 2.015 statt 2.016 Abstände

Zwischen 2.016 Blöcken liegen nur 2.015 Abstände, die Zeitmessung ist also um einen Block zu kurz. Der Developer Guide von bitcoin.org beschreibt diesen Fehler ausdrücklich. Eine Korrektur würde die Konsensregeln ändern, deshalb gilt die Rechnung bis heute.

Warum Zeitstempel die Rechnung nicht beliebig verbiegen

Die Uhrzeiten schreiben Miner selbst in ihre Blöcke. Gegen erfundene Zeiten gelten zwei Regeln. Ein Zeitstempel muss später sein als der Median der elf vorherigen Blöcke. Und Knoten lehnen Blöcke ab, deren Zeit mehr als zwei Stunden in der Zukunft liegt.

Was eine steigende Bitcoin Difficulty bedeutet

Klettert die Schwierigkeit, haben die Miner in der letzten Periode insgesamt mehr Rechenleistung eingesetzt. Wie sich diese Leistung entwickelt, zeigt die Seite zur Bitcoin-Hashrate. Für den einzelnen Betreiber ist das eine schlechte Nachricht: Dasselbe Gerät findet seltener einen Block. Hält der Anstieg trotzdem an, rechnet sich Mining für viele weiterhin, etwa dank effizienterer Maschinen.

Und wenn die Schwierigkeit sinkt?

Dann haben Miner abgeschaltet. Den tiefsten Einschnitt seit 2010 gab es am 3. Juli 2021 mit −27,94 Prozent, nachdem in China ein großer Teil der Geräte vom Netz gegangen war. Auch nach einem Bitcoin-Halving kann sie sinken, wenn die halbierte Belohnung alte Maschinen unrentabel macht.

Warum die Anpassung in Stufen kommt

Die Schwierigkeit springt nur alle 2.016 Blöcke, dazwischen bleibt sie fest. Ändert sich die Rechenleistung mitten in der Periode, weicht die Blockzeit bis zur nächsten Stufe vom Ziel ab. Wie groß die Abweichung ausfällt, zeigt die Seite zur Bitcoin-Blockzeit.

Für wen die Difficulty wirklich zählt

Betreibst du Mining, ist sie deine wichtigste Kennzahl, denn sie bestimmt zusammen mit dem Strompreis, ob sich ein Gerät trägt. Den Energiebedarf des ganzen Netzwerks schätzt der Rechner zum Bitcoin-Stromverbrauch.

Als Anleger liest du an einem langen Anstieg ab, dass viel Kapital in die Absicherung fließt, unabhängig vom täglichen Bitcoin-Kurs. Weitere Netzwerkwerte im Überblick:

Hashrate, Halving und Gebühren

Daten: mempool.space, Stand 18.10.2026 22:07

Weitere Kennzahlen zum Markt sammeln wir unter Krypto-Statistiken.

Häufige Fragen zur Mining Difficulty

Was ist die Mining Difficulty?

Eine Zahl, die festlegt, wie schwer die Rechenaufgabe für einen neuen Block ist. Je höher sie ist, desto mehr Versuche brauchen die Miner im Schnitt, um einen gültigen Block zu finden.

Wie oft ändert sich die Difficulty?

Alle 2.016 Blöcke, also ungefähr alle zwei Wochen. Ein festes Datum gibt es nicht – die Anpassung kommt, sobald der 2.016. Block gefunden ist.

Warum passt sich die Schwierigkeit an?

Damit Bitcoin unabhängig von der Rechenleistung im Schnitt alle zehn Minuten einen Block erzeugt. Steigt die Hashrate, würden Blöcke sonst immer schneller gefunden – und neue Bitcoin schneller ausgegeben als geplant.

Kann die Difficulty auch sinken?

Ja, wenn Miner abschalten und die Blöcke dadurch länger dauern. Die bisher größten Rückgänge zeigt die Rekord-Übersicht oben.

Was bedeutet die Difficulty für Miner?

Steigt sie, bekommt jeder Miner für dieselbe Rechenleistung weniger Blöcke und damit weniger Einnahmen. Die Difficulty ist deshalb neben Strompreis und Bitcoin-Kurs entscheidend dafür, ob sich Mining lohnt.

Wie wird aus nBits die Difficulty berechnet?

Aus dem Feld nBits im Blockkopf ergibt sich das Target, also der höchste erlaubte Hashwert. Die Difficulty ist das Verhältnis zwischen dem Target des ersten Blocks und dem aktuellen Target. Ein Explorer zeigt dir deshalb eine große, gut vergleichbare Zahl statt einer 256-Bit-Zahl.

Um wie viel kann die Difficulty bei einer Anpassung höchstens steigen?

Bitcoin Core lässt pro Anpassung höchstens das Vierfache des alten Werts zu. Nach unten ist der Schritt auf ein Viertel begrenzt. Selbst ein extremer Zustrom oder Abfluss von Rechenleistung wird so über mehrere Perioden verteilt.

Gibt es eine Untergrenze für die Difficulty?

Ja, auf dem Hauptnetz kann sie nicht unter den Startwert 1 fallen, weil das Target eine feste Obergrenze hat. Eine Obergrenze nach oben gibt es dagegen nicht. Die Difficulty folgt allein der eingesetzten Rechenleistung.

Kann ein Miner die Difficulty mit falschen Zeitstempeln senken?

Nur in sehr engen Grenzen. Ein Block muss zeitlich nach dem Median der elf Vorgänger liegen und darf höchstens zwei Stunden in der Zukunft datiert sein, sonst lehnen Knoten ihn ab. Über eine ganze Periode von zwei Wochen fällt dieser Spielraum kaum ins Gewicht.

Warum war die Difficulty in den ersten Jahren so niedrig?

Anfangs rechneten nur wenige Teilnehmer mit normalen Computern, und das Protokoll startete mit dem kleinsten möglichen Wert. Erst als mehr Rechenleistung dazukam, stieg die Schwierigkeit Periode für Periode. Den größten Sprung um 300 Prozent gab es laut unserer Auswertung im Juli 2010.

Gilt im Testnetz dieselbe Difficulty-Regel?

Nein. In den Testnetzen von Bitcoin Core gibt es eine Ausnahme für Blöcke mit der kleinsten Schwierigkeit, wenn längere Zeit kein Block gefunden wurde. So bleibt das Testnetz auch mit wenig Rechenleistung benutzbar.

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