Bitcoin ist tot? Alle Totsagungen mit Quelle und Kurs
Bitcoin ist tot – das haben Notenbanker, Politiker, Ökonomen und Zeitungen schon oft verkündet, besonders nach jedem großen Kurseinbruch. Hier sammeln wir diese Aussagen mit Schwerpunkt auf Deutschland, Österreich und der Schweiz, jede mit Link zur Originalquelle, und zeigen, wo der Bitcoin-Kurs damals stand und wo er heute steht.
Was heißt das für dich?
Bitcoin wurde in unserer Sammlung 53-mal für tot erklärt – nach 50 von 53 dieser Aussagen steht der Kurs heute höher als am Tag der Aussage, im Median beim 5,1-fachen. Totsagungen häufen sich rund um große Kursausschläge – auf dem Höhepunkt eines Booms und vor allem nach Einbrüchen, wenn die Stimmung am schlechtesten ist. Das heißt nicht, dass Bitcoin nicht weiter fallen kann. Wer kauft, sollte deshalb nur Geld einsetzen, auf das er lange verzichten kann, und lieber regelmäßig kleine Beträge anlegen als alles auf einmal.
Vergangene Kursentwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft. Keine Anlageberatung.
Bitcoin-Kurs und Totsagungen seit 2010
Alle Bitcoin-Totsagungen mit Quelle
| Wer | Aussage (sinngemäß) | Kurs damals | ||
|---|---|---|---|---|
| 04.03.2026 | Max Muth (Redakteur), Kommentar Süddeutsche Zeitung · Medien | Die Geschichten um Bitcoin seien auserzählt; falle den Fürsprechern keine neue ein, sei es das vielleicht mit Bitcoin gewesen. Quelle | 72.667 $ | 1,2-fach |
| 03.02.2026 | Nouriel Roubini (Ökonom, NYU) Project Syndicate · Ökonom | „The Coming Crypto Apocalypse“: Die versprochene Krypto-Revolution des Geldes werde ausbleiben. Quelle | 75.770 $ | 1,1-fach |
| 03.09.2025 | Mark Branson (Präsident der Finanzaufsicht BaFin), berichtet von Jakob Blume Handelsblatt · Politik | Kryptowerte hätten keinen inneren Wert und blieben Spekulation, auch wenn sie über die Hausbank leichter zugänglich werden. Quelle | 111.706 $ | 0,8-fach |
| 20.02.2025 | Co-Pierre Georg (Ökonom, Frankfurt School of Finance & Management), Interview mit Jannik Tillar n-tv · Ökonom | Im Asset-Pricing-Modell liege der sinnvolle Bitcoin-Anteil bei null; als Wertspeicher tauge er nicht. Quelle | 98.305 $ | 0,9-fach |
| 17.01.2025 | Joachim Nagel (Präsident Deutsche Bundesbank), Interview mit dem PLATOW Brief Deutsche Bundesbank / PLATOW Brief · Notenbank | Ungedeckte Krypto-Assets wie Bitcoin seien „digitale Tulpen“ und als Währungsreserve ungeeignet. Quelle | 104.077 $ | 0,8-fach |
| 22.02.2024 | Ulrich Bindseil und Jürgen Schaaf (EZB, Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr) EZB-Blog · Notenbank | Auch nach der ETF-Zulassung liege der faire Wert von Bitcoin weiterhin bei null – des Kaisers neue Kleider. Quelle | 51.288 $ | 1,7-fach |
| 17.01.2024 | Jamie Dimon (CEO JPMorgan Chase), berichtet von Paolo Confino Fortune · Bank/Investor | Bitcoin tue nichts, sei ein „pet rock“; reale Nutzung vor allem für Geldwäsche und Betrug. Quelle | 42.776 $ | 2-fach |
| 12.01.2024 | Niels Nauhauser (Verbraucherzentrale Baden-Württemberg), Interview mit Michael Brächer Der Spiegel · Medien | Bitcoin habe keinen inneren Wert und könne gut eines Tages völlig wertlos sein; ebenso gut könne man einen ETF auf Tulpenzwiebeln auflegen. Quelle | 42.783 $ | 2-fach |
| 11.01.2024 | Torsten Kleinz (Journalist), Kommentar Der Spiegel · Medien | Bitcoin-ETFs seien eine Kapitulation vor der Gier; schon das Grundversprechen von Kryptowährungen funktioniere nicht. Quelle | 46.339 $ | 1,8-fach |
| 13.04.2023 | Warren Buffett (CEO Berkshire Hathaway), berichtet von Steve Mollman Fortune · Bank/Investor | Bitcoin sei ein Glücksspiel-Token („gambling token“) ohne jeden inneren Wert. Quelle | 30.374 $ | 2,8-fach |
| 07.12.2022 | Fabio Panetta (Direktoriumsmitglied EZB), Rede an der London Business School EZB · Notenbank | Krypto-Blasen platzten; ungedeckte Kryptowerte brächten keinen Nutzen und seien ein als Anlage getarntes Glücksspiel. Quelle | 16.837 $ | 5-fach |
| 30.11.2022 | Ulrich Bindseil (Generaldirektor Marktinfrastruktur und Zahlungsverkehr, EZB) und Jürgen Schaaf (Berater, EZB) EZB-Blog · Notenbank | „Bitcoin's last stand“: Die Kursstabilisierung sei ein künstliches letztes Aufbäumen vor dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Quelle | 17.164 $ | 4,9-fach |
| 18.11.2022 | Jan Pieter Krahnen (Ökonom, Leibniz-Institut SAFE), Interview mit Michael Brächer Der Spiegel · Ökonom | Nach der FTX-Pleite erlebe man „die Auflösung eines jahrelang gewachsenen Schneeballsystems“. Quelle | 16.700 $ | 5,1-fach |
| 28.06.2022 | Ulrich Reuter (Präsident Sparkassenverband Bayern), Bericht von Bloomberg Börsen-Zeitung · Bank/Investor | Kryptowährungen seien hochspekulativ und hätten Anklänge an ein Schneeballsystem; Sparkassen bieten keinen Handel an. Quelle | 20.281 $ | 4,2-fach |
| 21.06.2022 | Frank Wiebe (Redakteur), Kommentar Handelsblatt · Medien | Bitcoin tauge weder als Inflationsschutz noch als digitales Gold: „Viel Fassade, nichts dahinter“. Quelle | 20.724 $ | 4,1-fach |
| 15.06.2022 | Bill Gates (Microsoft-Gründer, Investor), berichtet von Nicholas Gordon Fortune · Bank/Investor | Krypto beruhe zu 100 Prozent auf der Greater-Fool-Theorie; er sei weder long noch short. Quelle | 22.584 $ | 3,7-fach |
| 15.06.2022 | Peter Schiff (Investor, CEO Euro Pacific Capital), Beitrag von Bitcoin 2Go t3n · Bank/Investor | Der Crash sei das überfällige Platzen einer Blase; ohne echten Nutzen gehe der Kurs schrittweise gegen null. Quelle | 22.584 $ | 3,7-fach |
| 25.05.2022 | Christine Lagarde (Präsidentin EZB), Interview im niederländischen Fernsehen Handelsblatt · Notenbank | Kryptowährungen seien nichts wert, weil sie auf nichts beruhten und keinen Sicherheitsanker hätten. Quelle | 29.542 $ | 2,9-fach |
| 30.04.2022 | Charlie Munger (Vice Chairman Berkshire Hathaway), berichtet von Erin Prater Fortune · Bank/Investor | Bitcoin sei „dumm und böse“ und werde wahrscheinlich auf null fallen. Quelle | 37.631 $ | 2,3-fach |
| 04.02.2022 | Joachim Schuster (SPD, Mitglied des Europäischen Parlaments), zitiert von Christoph Herwartz und Helmut Steuer Handelsblatt · Politik | Bitcoin sei energetisch „völliger Irrsinn“; Mining, Transaktionen und Besitz solle man schlicht verbieten. Quelle | 41.574 $ | 2-fach |
| 31.01.2022 | Frank Wiebe (Redakteur), Kommentar Handelsblatt · Medien | Kein Mensch brauche Kryptowährungen; sie richteten mehr Schaden als Nutzen an. Quelle | 38.467 $ | 2,2-fach |
| 15.07.2021 | Christian Kreiß (Ökonom, Hochschulprofessor) Telepolis · Ökonom | Bitcoin funktioniere wie ein Ponzi-System; bleibe neues Geld aus, sei ein Absturz „einprogrammiert“. Quelle | 31.880 $ | 2,7-fach |
| 09.04.2021 | Isabel Schnabel (Direktoriumsmitglied EZB), Interview mit dem Spiegel Der Spiegel / EZB · Notenbank | Bitcoin sei keine Währung, sondern ein spekulatives Asset ohne erkennbaren Fundamentalwert; ein sehr fragiles System. Quelle | 58.143 $ | 1,5-fach |
| 23.02.2021 | Willem H. Buiter (früherer Chefvolkswirt Citigroup), Gastbeitrag (Project Syndicate, übersetzt) WirtschaftsWoche · Ökonom | Bitcoin habe keinen inneren Wert, sei eine „perfekte Spekulationsblase“ und könne auch auf null fallen. Quelle | 48.891 $ | 1,7-fach |
| 26.01.2021 | Peter Bofinger (Ökonom, Universität Würzburg, früherer Wirtschaftsweiser), Gastkommentar Handelsblatt · Ökonom | Bitcoin fehle ein Alleinstellungsmerkmal; er könne jederzeit verdrängt werden, Blasen endeten im Totalverlust. Quelle | 32.468 $ | 2,6-fach |
| 21.03.2020 | Astrid Dörner und Felix Holtermann (Redakteure) Handelsblatt · Medien | Der Corona-Crash entlarve Bitcoin als schlechten Wertspeicher; „Abschied vom digitalen Gold“. Quelle | 6.187 $ | 14-fach |
| 04.01.2019 | Fabian A. Scherschel (Redakteur), Kommentar heise online · Medien | Nach zehn Jahren müsse man Bitcoin als gescheitert ansehen: kaum nutzbar, vor allem Spekulation, hoher Stromverbrauch. Quelle | 3.792 $ | 22-fach |
| 20.11.2018 | Franz Nestler (Redakteur), Kommentar FAZ · Medien | „Die Revolution frisst ihre Kinder“: Abspaltungen und Streit ließen Bitcoin ausbluten, so könne kein Vertrauen entstehen. Quelle | 4.559 $ | 19-fach |
| 13.10.2018 | Nouriel Roubini (Ökonom, NYU), berichtet von Felix Holtermann Handelsblatt · Ökonom | Vor dem US-Senat nannte Roubini Bitcoin die „Mutter aller Blasen“ und den Kryptomarkt voller Betrüger. Quelle | 6.333 $ | 13-fach |
| 08.08.2018 | Paul Krugman (Wirtschaftsnobelpreisträger), berichtet von Frank Wiebe Handelsblatt · Ökonom | Der Wert von Kryptowährungen beruhe allein auf Spekulation; langfristig hält Krugman sie für nicht tragfähig. Quelle | 6.285 $ | 13-fach |
| 14.05.2018 | Yves Mersch (Direktoriumsmitglied EZB), Rede in Bodrum EZB · Notenbank | Der Kurseinbruch von fast 20.000 auf unter 7.000 Dollar deute auf eine verblassende Modeerscheinung („fading fad“) hin. Quelle | 8.663 $ | 9,8-fach |
| 07.05.2018 | Warren Buffett (CEO Berkshire Hathaway), berichtet von David Meyer Fortune · Bank/Investor | Bitcoin sei wahrscheinlich Rattengift hoch zwei („rat poison squared“) und erschaffe nichts. Quelle | 9.365 $ | 9-fach |
| 19.02.2018 | Robert Shiller (Wirtschaftsnobelpreisträger, Yale), Interview mit n-tv n-tv · Ökonom | Kryptowährungen könnten leicht wieder auf null fallen. Quelle | 11.153 $ | 7,6-fach |
| 06.02.2018 | Agustín Carstens (Generaldirektor BIZ), berichtet von Jan Mallien Handelsblatt · Notenbank | Bitcoin sei eine Mischung aus Blase, „Schneeballsystem“ und Umweltdesaster. Quelle | 7.652 $ | 11-fach |
| 04.02.2018 | Carl-Ludwig Thiele (Vorstand Deutsche Bundesbank), Gastbeitrag in der FAS Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung / Deutsche Bundesbank · Notenbank | „Finger weg“: Bitcoin sei keine echte Währung, teuer, energiehungrig und als Anlage hochspekulativ. Quelle | 8.185 $ | 10-fach |
| 15.01.2018 | Joachim Wuermeling (Vorstand Deutsche Bundesbank), Rede bei Union Investment Deutsche Bundesbank · Notenbank | Kryptowährungen seien ein rein spekulatives Asset ohne Substanzwert; das Halten sei hochspekulativ. Quelle | 13.540 $ | 6,3-fach |
| 05.01.2018 | Kai Johannsen (Redakteur) Börsen-Zeitung · Medien | Der Bitcoin-Anstieg sei eine „Milchmädchenhausse“ ohne Fundament, wie sie oft einem scharfen Absturz vorausgehe. Quelle | 16.960 $ | 5-fach |
| 22.12.2017 | Joseph Gepp (Journalist) profil (AT) · Medien | Kryptowährungen seien eher Spekulation als Geld, vergleichbar mit der Dotcom-Blase; viele Anleger würden schwer verlieren. Quelle | 13.327 $ | 6,4-fach |
| 21.12.2017 | Elmar Brok (CDU, Mitglied des Europäischen Parlaments), zitiert von Markus Becker Der Spiegel · Politik | Brok warnt vor der Bitcoin-Blase: Platzt sie, verlören Kleinsparer ihr Geld – „Wenn es schiefgeht, kriegt sie nichts.“ Quelle | 15.493 $ | 5,5-fach |
| 21.12.2017 | Robert Shiller (Wirtschaftsnobelpreisträger, Yale), berichtet von Robert Hackett und Jen Wieczner Fortune · Ökonom | Der Bitcoin-Boom wirke wie Dotcom- und Immobilienblase zugleich und werde vermutlich unglücklich enden. Quelle | 15.493 $ | 5,5-fach |
| 21.12.2017 | Sahra Wagenknecht (Fraktionsvorsitzende Die Linke) und Fabio De Masi (MdB, Die Linke), Gastbeitrag Handelsblatt · Politik | Bitcoin sei eine Spekulationsblase wie die Tulpenmanie und eine Gefahr für Anleger und Finanzstabilität. Quelle | 15.493 $ | 5,5-fach |
| 18.12.2017 | Harald Schumann (Journalist), Kommentar Tagesspiegel · Medien | Der Bitcoin-Boom sei eine Spekulationsblase, die nicht von Dauer sein könne und im Crash ende. Quelle | 18.856 $ | 4,5-fach |
| 10.12.2017 | Henrik Müller (Ökonom und Kolumnist) Der Spiegel · Medien | Der Bitcoin-Boom sei die absurdeste aller Spekulationsblasen und könne Vorbote eines großen Crashs sein. Quelle | 14.900 $ | 5,7-fach |
| 09.10.2017 | Kenneth Rogoff (Ökonom, Harvard University) Project Syndicate (deutsche Ausgabe) · Ökonom | Die Technologie werde sich halten, der Bitcoin-Preis aber vermutlich einbrechen („Narrengold“). Quelle | 4.787 $ | 18-fach |
| 22.09.2017 | Vítor Constâncio (Vizepräsident EZB), Meldung von dpa-AFX FAZ · Notenbank | Bitcoin sei keine Währung, sondern ein Spekulationsobjekt – eine Art „Tulpe“. Quelle | 3.596 $ | 24-fach |
| 12.09.2017 | Jamie Dimon (CEO JPMorgan Chase), berichtet von Jeff John Roberts Fortune · Bank/Investor | Bitcoin sei ein Betrug („fraud“), schlimmer als Tulpenzwiebeln, und werde böse enden. Quelle | 4.164 $ | 20-fach |
| 26.01.2016 | Mike Hearn (langjähriger Bitcoin-Entwickler), berichtet von Christoph Grau Netzwoche (CH) · Medien | Hearn steigt aus und erklärt Bitcoin zum „gescheiterten Experiment“, weil sich die Macht in wenigen Händen bündle. Quelle | 391 $ | 217-fach |
| 03.02.2014 | Mihkel Nõmmela (Leiter Zahlungssysteme, Eesti Pank), berichtet von Ott Ummelas und Milda Seputyte (Bloomberg) WELT · Notenbank | Bitcoin und ähnliche Währungen könnten sich als nichts anderes als „Schneeballsysteme“ herausstellen; Finger weg. Quelle | 814 $ | 104-fach |
| 09.12.2013 | Artur P. Schmidt (Autor) Telepolis · Medien | Der Kursanstieg sei eine Spekulationsblase mit Zügen eines Schneeballsystems; Preise über 1.000 Dollar seien unhaltbar. Quelle | 787 $ | 108-fach |
| 30.11.2013 | Lutz Karpowitz (Devisenanalyst, Commerzbank), zitiert von Manuel Vering Tagesspiegel · Bank/Investor | Wer das Platzen einer Blase beobachten wolle, solle den Bitcoin im Auge behalten. Quelle | 1.134 $ | 75-fach |
| 29.11.2013 | Handelsblatt (ohne Autorenangabe) Handelsblatt · Medien | Bitcoin stecke in einer Spekulationsblase, getrieben von Niedrigzinsen; offen sei nur, wann sie platzt. Quelle | 1.014 $ | 84-fach |
| 05.04.2013 | Raúl Rojas (Professor für Künstliche Intelligenz, FU Berlin), Gastbeitrag Tagesspiegel · Medien | Der Bitcoin-Kurs sei eine Blase wie die Tulpenmanie von 1637 und werde platzen. Quelle | 133 $ | 637-fach |
| 08.05.2011 | Avery Pennarun (Blogger, Softwareentwickler) apenwarr (Blog) · Medien | Bitcoin werde scheitern: Es wiederhole die Schwächen des Goldstandards und hänge an unerprobter Kryptografie. Quelle | 3,75 $ | 22.582-fach |
„Bis heute“: Bitcoin-Kurs heute im Verhältnis zum Kurs am Tag der Aussage. Ein Klick auf die Spaltenüberschrift sortiert. Die Aussagen sind sinngemäß zusammengefasst – den genauen Wortlaut findest du in der verlinkten Quelle.
Zitiervorschlag: „Quelle: Bitcoin-Totsagungen von krypto-boersen.com, Stand 22.10.2026“ mit Link auf diese Seite.
Totsagungen nach Jahren
Die meisten Totsagungen fallen in Jahre mit großen Kursausschlägen – auf den Höhepunkt eines Booms und vor allem in den Absturz danach.
Welche Aussagen wir aufnehmen
Aufgenommen wird eine Aussage, wenn eine bekannte Person oder ein Medium Bitcoin öffentlich für tot, wertlos, gescheitert oder kurz vor dem Ende erklärt hat – etwa als „Blase, die platzen wird“, „Betrug“ oder „Rattengift“. Kritik an Kursschwankungen, Energieverbrauch oder Regulierung allein reicht nicht. Jede Aussage haben wir an der Originalquelle geprüft: im Artikel, im Interview, in der Rede oder auf der Website der Notenbank. Ist die Quelle nicht mehr erreichbar, verlinken wir eine archivierte Fassung. Die Aussagen geben wir sinngemäß in eigenen Worten wieder.
Den Kurs am Tag der Aussage nehmen wir aus unserer Kurshistorie (Tagesschlusskurs; fehlt der Tag, der nächste Handelstag). Der Faktor zeigt, wie viel Bitcoin heute im Vergleich dazu wert ist: 10 heißt, der Kurs ist seitdem auf das Zehnfache gestiegen, 0,5 heißt, er hat sich halbiert. Aussagen vor Juli 2010 haben keinen Kurs, weil es davor keinen nennenswerten Handel gab.
Die Sammlung ist nicht vollständig: Gerade international gibt es Hunderte solcher Aussagen. Wir ergänzen sie laufend, mit Fokus auf deutschsprachige Quellen. Hinweise auf fehlende Totsagungen nehmen wir gern über das Kontaktformular entgegen.
Warum wird Bitcoin immer wieder totgesagt?
Die meisten Nachrufe auf Bitcoin entstehen in denselben Momenten: nach einem großen Kurseinbruch, nach der Pleite einer Börse oder wenn ein Staat ein Verbot ankündigt. Die Schlagzeile „Bitcoin ist tot“ fasst dann die Stimmung zusammen – Anleger haben Geld verloren, der Kurs liegt weit unter dem letzten Hoch, und vielen erscheint der Absturz endgültig. Die Balken nach Jahren oben zeigen dieses Muster deutlich.
Dahinter stehen meist drei Argumente. Erstens: Bitcoin habe keinen inneren Wert, weil hinter einem Coin weder Firma noch Gewinn stehen. Zweitens: Staaten und Notenbanken würden ein Geld ohne Kontrolle nicht dulden. Drittens: Bitcoin sei zu langsam, zu teuer oder zu energiehungrig, um als Zahlungsmittel zu funktionieren. Alle drei Punkte werden ernsthaft diskutiert – in der Form „Bitcoin ist am Ende“ haben sie sich bisher aber nicht bestätigt.
Was „tot“ bei Bitcoin überhaupt bedeuten würde
Ein Unternehmen ist pleite, wenn es seine Rechnungen nicht mehr zahlen kann. Bitcoin hat keine Rechnungen. Das Netzwerk läuft, solange Rechner weltweit Blöcke erzeugen und Menschen Bitcoin handeln. Ob das der Fall ist, lässt sich jederzeit prüfen: an der Hashrate, also der Rechenleistung der Miner, und am Kurs, der heute bei rund 84.786 $ liegt.
„Tot“ wäre Bitcoin erst, wenn niemand mehr Blöcke erzeugt oder niemand mehr etwas für einen Coin zahlen will. Ein Kursrückgang um 80 % ist schmerzhaft, aber kein Tod – er kam in der Geschichte von Bitcoin mehrfach vor, und jedes Mal wurde Bitcoin in dieser Phase besonders oft für erledigt erklärt.
Die großen Einbrüche – und was danach kam
Bitcoin ist in jedem Zyklus stark gefallen: 2011 um über 90 %, 2014/2015 und 2018 jeweils um mehr als 80 %, 2022 um rund drei Viertel. Auslöser waren unter anderem die Pleite der Börse Mt. Gox, das Platzen der ICO-Blase und der Zusammenbruch von Terra und FTX. In all diesen Phasen häuften sich die Totsagungen – und in allen Fällen erreichte der Kurs später ein neues Hoch. Wie tief Bitcoin nach jedem Rekord gefallen ist und wie lange die Erholung dauerte, zeigt unsere Auswertung der Allzeithochs; aktuell liegt Bitcoin 33 % unter seinem Rekord.
Daraus folgt nicht, dass sich das wiederholen muss. Es zeigt aber, dass ein tiefer Fall allein noch nichts über das Ende von Bitcoin aussagt.
Was die Kritiker richtig sehen
Eine Sammlung von Fehlprognosen verführt dazu, jede Kritik abzutun. Das wäre falsch. Viele Warnungen trafen kurzfristig zu: Wer 2017 oder 2021 nahe am Hoch gekauft hat, lag danach jahrelang im Minus. Kursschwankungen von 50 % und mehr innerhalb eines Jahres sind bei Bitcoin normal. Börsenpleiten haben Anleger echtes Geld gekostet, und Betrüger nutzen den Hype gezielt aus. Auch der Energieverbrauch des Minings und die offene Frage, wie sich Bitcoin langfristig über Gebühren finanziert, sind berechtigte Punkte.
Die Totsagungen in unserer Liste haben also nicht deshalb danebengelegen, weil Bitcoin risikolos wäre – sondern weil sie aus einem Absturz auf das endgültige Ende geschlossen haben.
Was die Liste für dich als Anleger heißt
Wenn Zeitungen, Notenbanker und Politiker Bitcoin besonders laut für tot erklären, ist die Stimmung meist am Boden – das zeigt auch der Fear & Greed Index in solchen Phasen. Ein verlässliches Kaufsignal ist das trotzdem nicht: Der Kurs kann nach einer Totsagung noch monatelang weiter fallen.
Sinnvoller als der Versuch, den Tiefpunkt zu erwischen, ist für die meisten ein fester Plan: nur Geld einsetzen, auf das du lange verzichten kannst, regelmäßig kleine Beträge kaufen statt alles auf einmal und die Coins bei einem regulierten Anbieter oder in einer eigenen Wallet sicher verwahren. Welche Anbieter dafür in Frage kommen, zeigt unser Vergleich der Bitcoin-Apps. Keine Anlageberatung.
Häufige Fragen: Ist Bitcoin tot?
Wie oft wurde Bitcoin schon totgesagt?
In unserer Sammlung stehen die oben gezählten Aussagen mit Quelle. Internationale Sammlungen kommen auf mehrere Hundert Totsagungen, weil sie auch Blogs und Kommentare kleinerer Seiten mitzählen.
Wer hat Bitcoin für tot erklärt?
Unter anderem Notenbanker, Finanzminister, Nobelpreisträger, Großinvestoren und Chefs großer Banken – in Deutschland etwa Vertreter der Bundesbank und große Zeitungen. Alle Einträge mit Datum und Quelle stehen in der Liste oben.
Wann wird Bitcoin am häufigsten totgesagt?
Rund um die großen Kursausschläge. Die Balken nach Jahren zeigen zwei Spitzen: Ende 2017 und 2018, auf dem Höhepunkt des Booms und im Absturz danach, sowie 2022 nach dem Zusammenbruch von Terra und FTX.
Ist Bitcoin jetzt tot?
Solange Menschen Bitcoin handeln und das Netzwerk Blöcke erzeugt, existiert Bitcoin weiter – der Kurs zeigt oben, was der Markt heute dafür zahlt. Die Sammlung belegt aber nicht, dass Bitcoin nicht stark fallen kann: Viele Totsagungen kamen nach Verlusten von 70 % und mehr, und solche Einbrüche kann es wieder geben.
Hatten die Kritiker nie recht?
Mit ihren Prognosen zum Ende von Bitcoin bisher nicht. Einzelne Warnungen vor Kurseinbrüchen trafen kurzfristig durchaus zu – wer kurz vor einem Hoch kaufte, lag danach oft jahrelang im Minus. Keine Anlageberatung.
Darf ich die Liste verwenden?
Ja, gern mit Quellenangabe und Link auf diese Seite. Unten findest du die vollständige Liste als CSV-Datei und einen Zitiervorschlag.
