Bitcoin-Hashrate: aktueller Wert, Verlauf und Rekorde

Kevin van der Linden
Von Erstellt · Aktualisiert

Die Hashrate misst, wie viel Rechenleistung alle Bitcoin-Miner zusammen einsetzen, um neue Blöcke zu finden. Hier siehst du den aktuellen Wert, den Verlauf seit 2009, die Rekorde und wie stark die Rechenleistung jedes Jahr gewachsen ist.

Hashrate aktuell 1,0 ZH/s Durchschnitt der letzten 3 Tage 92 % des Rekords (je Periode)
Vor einem Monat849 EH/sheute +18,1 %
Vor einem Jahr990 EH/sheute +1,3 %
Rekord (je Periode)1,1 ZH/sab 16.10.2025

Stand: Block 972.102, 19.10.2026 05:07 Uhr; stündlich aktualisiert (mempool.space).

Was heißt das für dich?

Die Hashrate liegt bei 1,0 ZH/s, +1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Rechenleistung ist gewachsen: Miner investieren weiter in neue Geräte. Für dich heißt das vor allem, dass das Netzwerk noch schwerer anzugreifen ist.

Netzwerkdaten beschreiben die Sicherheit und Auslastung von Bitcoin, nicht die Kursentwicklung. Keine Anlageberatung.

Bitcoin-Hashrate seit 2009

Logarithmische Skala. Seit 2009: errechnet je Schwierigkeitsperiode; täglich: Schätzung von blockchain.info. Quelle: mempool.space, eigene Berechnung.

Rekorde seit 2010

Höchste Hashrate (Periode)1,1 ZH/sab 16.10.2025
Größte Erhöhung der Difficulty+300,00 %am 16.07.2010 (Block 68.544)
Größte Senkung der Difficulty−27,94 %am 03.07.2021 (Block 689.472)
Schnellste Periode2:24 minab 13.07.2010
Langsamste Periode13:53 minab 13.06.2021
Anpassungen seit 2009467alle 2.016 Blöcke

2009 ausgenommen: In der Startphase lag die Schwierigkeit fest bei 1 und die Blockzeiten waren sehr unregelmäßig.

Jahreswerte

Jahr Ø Hashrate Veränderung Difficulty am Jahresende Ø Blockzeit
2026 (bisher) 956 EH/s +2 % 140,58 Bio. 10:03 min
2025 937 EH/s +46 % 148,26 Bio. 9:54 min
2024 641 EH/s +67 % 109,78 Bio. 9:52 min
2023 384 EH/s +74 % 72,01 Bio. 9:44 min
2022 221 EH/s +50 % 35,36 Bio. 9:53 min
2021 147 EH/s +22 % 24,27 Bio. 9:59 min
2020 121 EH/s +79 % 18,60 Bio. 9:53 min
2019 67,4 EH/s +86 % 12,95 Bio. 9:42 min
2018 36,2 EH/s +461 % 5,62 Bio. 9:38 min
2017 6,5 EH/s +312 % 1,87 Bio. 9:24 min
2016 1,6 EH/s +268 % 317,69 Mrd. 9:37 min
2015 425 PH/s +201 % 103,88 Mrd. 9:40 min
2014 141 PH/s +8.800 % 40,64 Mrd. 8:57 min
2013 1,6 PH/s +9.859 % 1,18 Mrd. 8:16 min
2012 15,9 TH/s +168 % 2,98 Mio. 9:40 min
2011 5,9 TH/s +36.877 % 1,16 Mio. 8:49 min
2010 16,1 GH/s – 14.484,16 7:43 min
2009 6,9 MH/s – 1,18 15:41 min

Ø Hashrate: Mittel der errechneten Werte je Schwierigkeitsperiode des Jahres. Ø Blockzeit: nach Blöcken gewichtet.

So rechnen wir

Die Hashrate lässt sich nicht direkt messen – niemand sieht alle Miner. Sie wird aus zwei bekannten Größen geschätzt: der Schwierigkeit und der Zeit, in der die Miner die Blöcke tatsächlich gefunden haben. Für den aktuellen Wert nehmen wir den Durchschnitt der letzten drei Tage von mempool.space (stündlich abgerufen).

Für den Verlauf seit 2009 rechnen wir für jede der rund 470 Schwierigkeitsperioden: Hashrate = Schwierigkeit × 2³² ÷ durchschnittliche Blockzeit der Periode. Das ergibt einen Wert je Periode von etwa zwei Wochen. Die tägliche Kurve der letzten Jahre stammt von blockchain.info; einzelne Tage schwanken stark, weil Blöcke zufällig mal schneller, mal langsamer gefunden werden.

Einheit: 1 EH/s (Exahash pro Sekunde) sind eine Trillion (10¹⁸) Rechenversuche pro Sekunde.

Bitcoin-Hashrate: aktueller Wert, Verlauf und Rekorde erklärt

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Hashrate zählt die Rechenversuche aller Miner pro Sekunde.
  • Sie wird aus Difficulty und tatsächlicher Blockzeit geschätzt.
  • Steigt die Hashrate, kommen Blöcke schneller, bis die Difficulty nachzieht.
  • Mehr Hashrate verteuert Angriffe, sagt aber nichts über den Kurs.
  • Halving, Strompreise und Verbote lassen die Hashrate zeitweise sinken.

Bitcoin Hashrate: was hinter der Zahl steckt

Die Bitcoin Hashrate gibt an, wie oft das gesamte Netzwerk pro Sekunde versucht, einen gültigen Block zu finden. Jeder Versuch bildet aus dem 80 Byte großen Blockkopf mit einer neuen Nonce einen Hashwert. Gültig ist ein Block erst, wenn dieser Wert unter oder auf der Zielvorgabe (Target) liegt. Wie bei einem Los entscheidet allein die Zahl der Versuche über die Chance.

Einheiten der Rechenleistung

  • 10¹²TH/sTerahash
  • 10¹⁵PH/sPetahash
  • 10¹⁸EH/sExahash
  • 10²¹ZH/sZettahash

Quelle: SI-Vorsätze; Bitcoin Developer Reference

Warum die Hashrate nur geschätzt werden kann

Kein Knoten sieht, wie viele Geräte gerade rechnen. Sichtbar sind nur zwei Dinge: die aktuelle Difficulty und die Zeitstempel der gefundenen Blöcke. Aus der Difficulty folgt, wie viele Versuche ein Block im Mittel braucht, nämlich etwa Difficulty mal 2³². Teilt man das durch die gemessene Zeit je Block, erhält man die Versuche pro Sekunde.

Der Haken ist der Zufall. Ein paar Glückstreffer lassen die Schätzung hochschnellen, obwohl kein Gerät dazugekommen ist. Deshalb zeigen wir oben einen Durchschnitt über drei Tage und im Verlauf einen Wert je Schwierigkeitsperiode.

Rechenleistung, Difficulty und Blockzeit greifen ineinander

Die drei Netzwerkwerte bilden einen Regelkreis, den Bitcoin Core fest vorgibt. Wie die Schwierigkeit nachgeregelt wird, erklärt unsere Seite zur Bitcoin Mining Difficulty im Detail.

So reagiert das Netzwerk auf mehr Rechenleistung

  1. Neue Miner gehen ans Netz

    Die Hashrate steigt, die Difficulty bleibt vorerst gleich.

  2. Blöcke kommen schneller

    Die durchschnittliche Zeit je Block fällt unter zehn Minuten.

  3. Anpassung nach 2.016 Blöcken

    Die Difficulty steigt im Verhältnis der gesparten Zeit, höchstens um das Vierfache.

  4. Takt stimmt wieder

    Bei unveränderter Rechenleistung liegt die Blockzeit danach wieder nahe zehn Minuten.

Wie stark die Abstände zwischen zwei Blöcken dabei schwanken, siehst du auf der Seite zur Bitcoin-Blockzeit.

Was eine hohe Hashrate über die Sicherheit verrät

Schon das Whitepaper von Satoshi Nakamoto setzt darauf, dass ehrliche Knoten die Mehrheit der Rechenleistung stellen. Wer Transaktionen rückgängig machen will, bräuchte mehr Hashes pro Sekunde als alle anderen zusammen. Je höher die Bitcoin Hashrate liegt, desto mehr Geräte und Strom kostet ein solcher Angriff.

Ist eine steigende Bitcoin Hashrate ein Kaufsignal?

Nein. Über lange Zeiträume ist die Hashrate mit dem Bitcoin-Kurs gewachsen, weil höhere Preise weitere Maschinen lohnend machen. Kurzfristig hinkt sie hinterher, weil Geräte erst gebaut und angeschlossen werden müssen. Eine Prognose für den Preis lässt sich daraus nicht ableiten.

Halving und Stromkosten: wann Miner abschalten

Alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Belohnung für neue Blöcke. Wann es wieder so weit ist, zeigt der Countdown zum Bitcoin-Halving. Jedes Gerät verdient dann pro Block halb so viele neue Coins bei gleicher Stromrechnung. Miner mit teurem Strom oder alter Hardware schalten dann als Erste ab.

Wie viel Energie die gesamte Rechenleistung verbraucht, schätzt unser Rechner zum Bitcoin-Stromverbrauch.

Was der Rückzug der Miner aus China zeigte

Im Juni 2021 gingen chinesische Behörden gegen das Mining vor. Die Mining-Karte der Universität Cambridge hat seitdem keine Daten mehr für China. Unsere Auswertung der Perioden zeigt die Folgen.

Wie das Netzwerk den Einbruch abfing

  1. Juni 2021

    Vorgehen gegen das Mining in China

    Ein großer Teil der Rechenleistung geht vom Netz.

  2. 13.06.2021

    Langsamste Periode seit 2010

    Im Schnitt 13:53 Minuten je Block statt zehn.

  3. 03.07.2021

    Größte Senkung der Difficulty

    −27,94 % bei Block 689.472, die Blöcke kommen wieder schneller.

Das Netzwerk lief die ganze Zeit weiter, nur langsamer. Viele Betreiber bauten ihre Geräte im Ausland wieder auf, nach einigen Monaten war die alte Hashrate erreicht.

Welche Kennzahl dir was verrät

Hältst du Bitcoin langfristig, dient dir die Hashrate als Gesundheitscheck des Netzwerks. Betreibst du selbst Mining, sind Difficulty, Halving und Gebühren wichtiger, denn sie bestimmen deinen Ertrag. Die übrigen Netzwerkwerte im Überblick:

Weitere Werte aus dem Bitcoin-Netzwerk

Daten: mempool.space, Stand 19.10.2026 05:07

Alle weiteren Marktdaten, vom Fear & Greed Index bis zur Dominanz, findest du unter Krypto-Statistiken.

Häufige Fragen zur Hashrate

Was ist die Hashrate?

Die Zahl der Rechenversuche pro Sekunde, mit denen alle Miner zusammen nach dem nächsten Block suchen. Sie zeigt, wie viel Rechenleistung das Bitcoin-Netzwerk absichert.

Warum ist eine hohe Hashrate wichtig?

Je höher die Hashrate, desto teurer wäre ein Angriff: Wer die Blockchain manipulieren will, bräuchte mehr als die Hälfte der gesamten Rechenleistung (51-Prozent-Angriff). Bei Hunderten EH/s wäre das praktisch unbezahlbar.

Was bedeutet EH/s?

Exahash pro Sekunde: 10¹⁸, also eine Trillion Rechenversuche pro Sekunde. 1 EH/s sind 1.000 PH/s oder eine Million TH/s – ein moderner Mining-Rechner schafft einige Hundert TH/s.

Was passiert mit der Hashrate nach einem Halving?

Die Einnahmen der Miner aus neuen Coins halbieren sich. Miner mit teurem Strom oder alten Geräten schalten dann teilweise ab, die Hashrate kann kurz sinken. Die Schwierigkeit passt sich danach an.

Warum schwankt die Hashrate von Tag zu Tag?

Weil sie aus den gefundenen Blöcken geschätzt wird und Blöcke zufällig mal schneller, mal langsamer kommen. Aussagekräftiger ist der Durchschnitt über mehrere Tage oder eine Schwierigkeitsperiode.

Wie viele Rechenversuche braucht ein Bitcoin-Block im Schnitt?

Im Mittel sind es ungefähr die aktuelle Difficulty multipliziert mit 2³², also rund 4,3 Milliarden. Bei einer Difficulty im Billionenbereich ergibt das eine Zahl mit über 20 Stellen. Genau deshalb braucht es spezialisierte Mining-Geräte statt normaler Computer.

Warum zeigen verschiedene Webseiten unterschiedliche Werte für die Hashrate?

Jede Quelle schätzt die Rechenleistung aus Blockzeiten, nutzt aber ein anderes Zeitfenster, etwa einen Tag, drei Tage oder eine ganze Schwierigkeitsperiode. Je kürzer das Fenster, desto stärker schlagen zufällig schnelle oder langsame Blöcke durch. Vergleiche deshalb immer Werte mit demselben Zeitraum.

Wie groß ist meine Chance als Miner, einen Block zu finden?

Deine Chance entspricht deinem Anteil an der gesamten Rechenleistung. Liefert dein Gerät ein Milliardstel der Netz-Hashrate, findest du im Schnitt auch nur jeden milliardsten Block. Aus diesem Grund schließen sich die meisten Miner zu Pools zusammen und teilen die Belohnung.

Kann die Hashrate plötzlich auf null fallen?

Theoretisch ja, wenn alle Miner gleichzeitig abschalten würden. Dann kämen keine Blöcke mehr, bis wieder jemand rechnet. Schon ein starker Rückgang verlangsamt das Netzwerk, bis die Difficulty bei der nächsten Anpassung sinkt, und zwar höchstens auf ein Viertel des alten Werts.

Was ist der Unterschied zwischen Hashrate und Difficulty?

Die Hashrate beschreibt, wie viel Rechenleistung tatsächlich im Einsatz ist. Die Difficulty ist eine Regel im Protokoll, die festlegt, wie schwer ein gültiger Block zu finden ist. Sie folgt der Hashrate mit Verzögerung, weil sie nur alle 2.016 Blöcke angepasst wird.

Sinkt die Sicherheit von Bitcoin, wenn die Hashrate fällt?

Ein Angreifer bräuchte dann weniger eigene Rechenleistung, um die ehrlichen Miner zu überholen. Ein Rückgang um einige Prozent ändert daran praktisch nichts, ein Absturz um die Hälfte dagegen schon spürbar. Wichtig ist, wie viel Leistung ein Angreifer im Verhältnis zum Rest des Netzwerks aufbringen müsste.

Weitere Krypto-Statistiken

Menü

Suche wird geladen …

Tipp: Mit Strg + K oder „/“ öffnest du die Suche auf jeder Seite.