Arbitrum-DAO billigt 100-Mio.-ARB-Plan für USDG in Vorabstimmung
Die Arbitrum-DAO hat sich in einer unverbindlichen Snapshot-Abstimmung mit 94,7 Prozent für 100 Millionen ARB zur Förderung von USDG ausgesprochen. Freigegeben ist das Geld erst nach der Onchain-Abstimmung ab 29. Oktober.
Die Arbitrum-DAO hat sich in einer unverbindlichen Snapshot-Abstimmung dafür ausgesprochen, den Stablecoin USDG mit 100 Millionen ARB zum Kernprojekt des Netzes zu machen: 94,7 Prozent des abgegebenen Stimmgewichts lagen auf “For”. Freigegeben ist damit noch nichts, über das Geld entscheidet erst die Onchain-Abstimmung vom 29. Oktober bis 12. November.
Die Abstimmung endete am Donnerstag um 22:05 Uhr MESZ. Nach den Daten der Abstimmung auf Snapshot beteiligten sich 1.035 Adressen mit zusammen rund 210,7 Millionen ARB. Dafür stimmten 199,5 Millionen ARB, dagegen nur gut 246.000, und 10,9 Millionen ARB oder 5,2 Prozent enthielten sich.
Snapshot ist in der DAO ein Stimmungsbild, das ohne Zugriff auf die Kasse auskommt. Anfang Oktober, als Arbitrum dem Global Dollar Network von Paxos beitrat, lag der Plan erst als Vorschlag im Forum.
Entropy Advisors richtet Fördertopf, Kasse und Gebühren auf USDG aus
Eingebracht hat den Vorschlag der DAO-Dienstleister Entropy Advisors, nach eigenen Angaben gemeinsam mit Offchain Labs, der Arbitrum Foundation und der OpCo entwickelt. Kern ist eine Aufstockung des Förderprogramms DRIP, das Anreize für DeFi-Protokolle auf Arbitrum bezahlt, um 100 Millionen ARB: Das Budget wüchse von rund 65 Millionen noch nicht ausgegebenen ARB auf rund 165 Millionen, und die geplanten Förderrunden zwei bis vier würden zu einer einzigen USDG-Runde zusammengelegt. Bei einem Kurs von 0,1816 US-Dollar am Freitagvormittag sind 100 Millionen ARB etwa 18,2 Millionen US-Dollar wert, gut 9 Prozent weniger als am 6. Oktober, als der Plan bekannt wurde. Quelle: CoinGecko
Dazu soll das Treasury-Komitee ATMC Mittel aus der DAO-Kasse für USDG einsetzen dürfen, etwa zum Prägen neuer Coins und für eigene Liquidität. Die Gebühren aus dem Arbitrum Expansion Program würden, abzüglich 20 Prozent für die Developer Guild, in USDG getauscht.
Entropy hat im Forum selbst einen Interessenkonflikt offengelegt, weil die Firma bei DRIP und im ATMC mitwirkt.
Delegierte knüpfen ihre Zustimmung an Kennzahlen
Ganz ohne Vorbehalte lief die Debatte im Forum der DAO nicht. Der Delegierte Griff Green stimmte dafür und schrieb: “I’d support this a lot easier if there were some metrics attached to the release.” Er hätte also lieber Kennzahlen gesehen, an die die Auszahlung gebunden ist, und eine Freigabe in Etappen.
Ähnlich äußerte sich das Team des Derivate-Protokolls MUX: Das größere Budget solle schrittweise fließen, weitere Tranchen erst nach klaren Leistungskennzahlen. Das Governance-Team von L2BEAT enthielt sich. Der Delegierte cp0x stimmte dagegen, weil das Wachstum von USDG aus seiner Sicht allein keine zusätzlichen 100 Millionen ARB rechtfertigt.
Für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert die Vorabstimmung zunächst nichts. Die Fördermittel gehen an DeFi-Protokolle auf Arbitrum und deren Nutzer, nicht an die Halter von ARB. Entropy peilt an, im ersten Jahr 15 bis 20 Prozent der Stablecoins, die bereits auf Arbitrum liegen, in USDG zu bringen.
Die Onchain-Abstimmung, die über die 100 Millionen ARB tatsächlich entscheidet, beginnt am 29. Oktober.
Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.




