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HSBC startet Hongkong-Stablecoin RedCoin in der Bezahl-App PayMe

HSBC bringt ihren Hongkong-Dollar-Stablecoin RedCoin für rund 3,3 Millionen PayMe-Nutzer an den Start. Gebühren, Blockchain und Reserven nennt die Bank nicht, in Europa ist er nicht verfügbar.

Ein Smartphone im Acrylhalter zeigt auf der Theke eines hellen Cafés das rot-weiße HSBC-Hexagon, daneben steht ein weißes Kartenterminal.

HSBC hat am Freitag ihren ersten Stablecoin in Umlauf gebracht: RedCoin, gebunden an den Hongkong-Dollar und unter dem Kürzel RCHKD, steht ab sofort den rund 3,3 Millionen Nutzern der Bezahl-App PayMe offen. Freigeschaltet wird die Wallet in den kommenden Tagen; Gebühren und die genutzte Blockchain nennt die Bank nicht.

Damit ist aus der Ankündigung vom Herbst ein Produkt geworden, für Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt es aber außer Reichweite: PayMe ist ein Bezahldienst für Hongkong, und ein Angebot in Europa kündigt HSBC nicht an.


Vom Lizenzbescheid bis zum Start vergingen gut sechs Monate

Im April 2026 erteilte die Hongkonger Währungsbehörde HKMA ihre ersten Lizenzen für Stablecoin-Emittenten, eine davon an The Hongkong and Shanghai Banking Corporation, die Hongkonger Banktochter von HSBC. Die Lizenznummer FRS02 steht auch in der heutigen Mitteilung.

Ende September folgte der Name. Wir hatten damals berichtet, dass HSBC ihren geplanten Stablecoin RedCoin nennt und ihn im zweiten Halbjahr über PayMe und die eigene Banking-App bringen will. Vor dem Start testeten knapp 100 Beschäftigte in einem internen Pilotversuch, wie Coins geprägt, Wallets aktiviert und Überweisungen ausgeführt werden.

Seit diesem Freitag ist RedCoin nach der Mitteilung von HSBC Hongkong verfügbar. Nutzer können damit Freunden und Familie Geld schicken und bei mehr als 100.000 Händlern zahlen, die PayMe annehmen; verwahrt werden die Coins von HSBC Digital Assets Custody, der Verwahrsparte der Bank.


Die Banking-App und ein tokenisierter Geldmarktfonds sollen folgen

Für später im Jahr plant HSBC die Wallet-Funktion auch in der HSBC-HK-App fürs Mobile Banking. Außerdem sollen Kunden mit RedCoin Anteile an tokenisierten Anlageprodukten zeichnen können. Den Anfang soll eine noch nicht gestartete Anteilsklasse des HSBC-Geldmarktfonds in Hongkong-Dollar machen.

John O’Neill, bei HSBC für digitale Vermögenswerte und Währungen zuständig, nennt den Start “a big step forward for safe and widely available digital assets and currencies in Hong Kong”, einen großen Schritt für sichere und breit verfügbare digitale Werte in Hongkong.

Was offenbleibt, sind die Einzelheiten, die Nutzer im Alltag spüren. Die Mitteilung nennt keine Gebühren, keine Obergrenzen und keine Blockchain; auch zur Zusammensetzung der Reserven, die über die Stabilität eines Stablecoins entscheiden, und zum Rücktausch in Hongkong-Dollar steht dort nichts. Zum Start lockt die Bank mit Rabatten auf PayMe-Zahlungen.

Einen Tag für die Wallet in der HSBC-HK-App nennt die Bank noch nicht.

Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

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Sven Meisinger

Über Sven Meisinger

Redakteur bei Krypto-Boersen.com mit Schwerpunkt auf fundierte Marktanalysen und aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler Assets. Durch tiefgreifende Recherche und datenbasierte Analysen liefert er präzise Einschätzungen zu Markttrends, regulatorischen Veränderungen und technologischen Innovationen in der Blockchain-Industrie. Seine Expertise umfasst sowohl technische Chartanalysen als auch fundamentale Bewertungen von Kryptowährungen und DeFi-Protokollen.

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