JPMorgan bringt tokenisierte Geldmarktfonds auf Solana
J.P. Morgan Asset Management bringt die tokenisierten Geldmarktfonds MONY und JLTXX auf Solana. Zeichnen dürfen nur qualifizierte US-Anleger, auf der Kette liegen schon rund 450 Millionen JLTXX-Anteile.
J.P. Morgan Asset Management hat ihre beiden tokenisierten Geldmarktfonds MONY und JLTXX auf die Blockchain Solana gebracht. Zeichnen dürfen weiterhin nur qualifizierte Anleger in den USA, über die hauseigene Plattform Morgan Money und ab einer Million Dollar. Auf der Kette liegen schon rund 450 Millionen JLTXX-Anteile.
Bisher liefen beide Fonds nur auf Ethereum. Nach der Mitteilung der Vermögensverwaltung vom Mittwoch erhalten Kunden ihre Anteile jetzt wahlweise als Token auf einer Solana-Adresse; Zeichnung und Rückgabe laufen weiter über Morgan Money.
Paul Przybylski, bei J.P. Morgan Asset Management für digitale und tokenisierte Produkte zuständig, begründet den Schritt so: “Our clients operate across more than one network, and their liquidity should too.”, die Kunden seien auf mehreren Netzen unterwegs, ihre Liquidität solle es auch sein.
JLTXX zielt auf die Reserven von Stablecoin-Emittenten
MONY startete im Dezember 2025 als Privatplatzierung nach Regel 506(c) und war nach Angaben der Bank der erste tokenisierte Geldmarktfonds einer global systemrelevanten Bank auf einer öffentlichen Blockchain. JLTXX folgte im Mai 2026 als in den USA registrierter Geldmarktfonds für Staatsanleihen, ausdrücklich gebaut für Emittenten, die ihre Reserven nach dem GENIUS Act halten müssen. Beide legen nur in US-Staatsanleihen und damit besicherte Pensionsgeschäfte an.
Ein eigener Blick auf die Kette zeigt, welcher Fonds dort schon gebraucht wird. Der JLTXX-Token auf Solana kam am Freitag um 12:10 Uhr MESZ auf 450.124.977,58 Anteile, bei einem angestrebten Wert von einem Dollar je Anteil also auf rund 450 Millionen Dollar. Von MONY waren dagegen erst sechs Anteile ausgegeben. Angelegt wurden beide Token am 28. September, gut drei Wochen vor der Mitteilung.
Frei handelbar sind die Token nicht. Sie nutzen den Solana-Standard Token-2022 mit Erweiterungen, die jedes neue Konto zunächst einfrieren und einer Verwaltungsadresse erlauben, Anteile selbst zu bewegen oder zu vernichten; Anteile wandern damit nur zwischen freigegebenen Adressen. Rechtlich maßgeblich bleibt das Register der Transferstelle, wie Crypto.news unter Berufung auf die Fondsunterlagen berichtet.
Die Bank folgt BlackRock und Franklin Templeton auf Solana
Neu ist das Modell nicht: BlackRock hat ihren tokenisierten Fonds BUIDL im März 2025 auf Solana erweitert, Franklin Templeton ihren Fonds FOBXX schon im Februar 2025. Für JPMorgan ist es dennoch der zweite Schritt in einer Woche: Erst am Wochenbeginn hatte die Bank ihren Einlagen-Token JPM Coin für Großkunden auf Ethereum gebracht.
Für Solana kommt der Zuwachs kurz nach dem Umbau des Netzes: Seit Kurzem schließt Alpenglow Blöcke nach dem neuen Konsensverfahren ab, und tokenisierte Wertpapiere sind eines der Felder, auf denen sich die Blockchain gegen Ethereum behaupten will.
Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz können keinen der beiden Fonds kaufen. Zugelassen sind nur qualifizierte US-Investoren; die Mindestanlage liegt nach den von Crypto.news ausgewerteten Fondsunterlagen bei einer Million Dollar, die laufenden Kosten bei 0,16 Prozent im Jahr.
Welche Kunden hinter den Adressen mit den 450 Millionen JLTXX-Anteilen stehen, verrät die Kette nicht.
Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.




