Crypto.com zieht seine App aus Hongkong ab
Crypto.com stellt seine Verbraucher-App in Hongkong zum 1. Februar 2027 ein, wie die Börse laut Cointelegraph gegenüber Bloomberg bestätigte. Der Lizenzantrag bei der SFC liegt seit Februar 2024 unentschieden.
Crypto.com stellt seine App für Privatkunden in Hongkong zum 1. Februar 2027 ein. Das hat die Börse nach Angaben von Cointelegraph am Montag gegenüber Bloomberg bestätigt, Kunden wurden per E-Mail informiert. Die Lizenz für den Handelsplatz in Hongkong ist seit Februar 2024 beantragt und noch nicht erteilt.
In den E-Mails nennt Crypto.com laut dem Hongkonger Portal HK01 geänderte regulatorische Vorgaben als Grund.
Hongkong lässt Antragsteller vorläufig weiterarbeiten
Wer in Hongkong eine Plattform für den Handel mit Kryptowerten betreibt, braucht seit Juni 2023 eine Lizenz der Wertpapieraufsicht SFC. Anbieter, die schon vorher aktiv waren und ihren Antrag bis Ende Februar 2024 eingereicht hatten, dürfen bis zur Entscheidung weitermachen. Die Aufsicht behandelt sie dann so, als seien sie zugelassen, im Fachjargon “deemed-to-be-licensed”.
Genau in diesem Zustand steht Crypto.com seit gut zweieinhalb Jahren. Auf der Liste der SFC führt die Hongkonger Gesellschaft Foris DAX HK Limited ihren Antrag mit dem Datum 9. Februar 2024, also knapp drei Wochen vor Ablauf der Frist. Erteilt ist die Lizenz bis heute nicht. Die Liste stammt vom 16. Oktober.
Wird ein solcher Antrag abgelehnt, muss der Anbieter sein Geschäft nach Angaben von Crypto Briefing innerhalb von drei Monaten abwickeln. Eine Ablehnung ist bei Crypto.com nicht bekannt: Auf der Liste der zurückgezogenen, zurückgegebenen oder abgelehnten Anträge steht die Gesellschaft nicht.
Crypto.com setzt in Hongkong auf Geschäftskunden
Die Verbraucher-App betreibt nach Angaben von Cointelegraph nicht die Hongkonger Tochter, sondern Foris DAX MT Limited aus Malta. Weiterverfolgen will Crypto.com dagegen die Zulassung für die Crypto.com Exchange, den Handelsplatz für professionelle und institutionelle Kunden. Crypto Briefing nennt als zweiten Grund für den Rückzug, dass die Börse ihre Mittel in Märkte mit größerem Potenzial verlagern wolle.
Anleitungen, wie Kunden ihr Konto schließen und ihre Coins abziehen, sollen in den kommenden Monaten folgen.
Bis dahin läuft die App weiter. Fristen für den letzten Handel oder die letzte Auszahlung vor dem 1. Februar hat Crypto.com öffentlich nicht genannt, eine eigene Mitteilung der Börse lag am Dienstagmorgen nicht vor.
Für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert sich nichts, der Rückzug betrifft nur Kunden in Hongkong. Wer die App hierzulande nutzt, findet Gebühren und Angebot in unserem Test von Crypto.com.
Hongkong selbst baut sein Krypto-Angebot an anderer Stelle aus, zuletzt mit einem Pilotprojekt der Notenbank, in dem tokenisierte Bankgeschäfte rund um die Uhr abgewickelt werden.
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Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.




