Avalanche

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Avalanche auf einen Blick

Einordnung
Smart-Contract-Plattform Avalanche

Aktuelle Marktdaten

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Jahrestrend

Netzwerk & Ökosystem

Wie stark wird Avalanche tatsächlich genutzt? Der TVL zeigt, wie viel Kapital in Anwendungen wie Börsen, Kreditplattformen und Staking steckt; Handelsvolumen und Gebühren zeigen die laufende Nutzung.

Total Value Locked (TVL)
526,21 Mio. €
+21,7 % in 30 Tagen
DEX-Handelsvolumen (24 h)
73,41 Mio. €
3,73 Mrd. € in 30 Tagen
Gebühren der Nutzer (24 h)
227.889 €
9,96 Mio. € in 30 Tagen

Quelle: DefiLlama, Stand 18.10.2026. TVL-Verlauf über 12 Monate.

Avalanche im Detail

Eckdaten

Gründer: Ava Labs
Entwickler: Ava Labs
Veröffentlichung: 2020
Sektor: Smart-Contract-Plattform
Kernmerkmal: Finalität in unter zwei Sekunden
Open Source: Ja

Technologie

Blockchain: Avalanche
Staking: Ja
Konsens-Algorithmus: Proof of Stake (Avalanche-Konsens)
Energieverbrauch: Niedrig

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist Avalanche? Eine Smart-Contract-Plattform, deren Hauptnetz seit September 2020 läuft und Transaktionen meist in unter zwei Sekunden endgültig bestätigt.
  • Das Hauptnetz besteht aus drei Ketten mit verschiedenen Aufgaben: C-Chain, P-Chain und X-Chain.
  • Als Avalanche L1 können Projekte eigene Blockchains betreiben, seit Dezember 2024 deutlich günstiger.
  • Alle Transaktionsgebühren in AVAX werden verbrannt, mehr als 720 Mio. AVAX kann es nie geben.
  • Delegieren ist ab 25 AVAX möglich.

Was ist Avalanche? Eine Blockchain-Plattform für Smart Contracts und für eigenständige Netzwerke, die auf derselben Technik aufbauen. Ihre Währung AVAX bezahlt Gebühren, sichert per Staking das Netz und dient als gemeinsame Recheneinheit zwischen den angeschlossenen Ketten. Bekannt ist Avalanche vor allem für sehr schnelle, endgültige Bestätigungen.

Was ist Avalanche und wer hat es gebaut?

Entwickelt hat Avalanche das 2018 gegründete Unternehmen Ava Labs. Beim Start führte es der Cornell-Informatikprofessor Emin Gün Sirer. Am 21. September 2020 ging das Hauptnetz nach rund 16 Monaten Entwicklung in Betrieb, die AVAX aus den Verkaufsrunden wurden zum Start an die Käufer verteilt.

Avalanche-Konsens: Abstimmen in Stichproben

Das Besondere an Avalanche ist die Art, wie sich die Rechner im Netz einigen. Ein Knoten befragt nicht alle anderen, sondern nur eine zufällige kleine Gruppe von Validatoren, standardmäßig 20. Antworten mindestens 15 davon gleich, übernimmt er deren Sicht und fragt eine neue Gruppe. Nach genug Runden in Folge mit gleichem Ergebnis steht die Entscheidung fest.

Weil jede Abfrage gleich klein bleibt, steigt der Aufwand kaum, wenn mehr Validatoren dazukommen. Bestätigte Transaktionen lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Laut Avalanche dauert das in der Regel weniger als zwei Sekunden. Für Ketten mit einer festen Blockfolge nutzt das Netz die Variante Snowman.

Drei Ketten im Hauptnetz

Das Primary Network von Avalanche teilt die Arbeit auf drei spezialisierte Blockchains auf:

  • C-Chain: Hier laufen Smart Contracts auf Basis der Ethereum Virtual Machine. Programme aus der Ethereum-Welt lassen sich deshalb fast unverändert übertragen.
  • P-Chain: Sie verwaltet Validatoren, Staking und die angeschlossenen Avalanche L1s.
  • X-Chain: Sie ist auf das Erstellen und Übertragen von Vermögenswerten ausgelegt.

Im Alltag begegnet dir vor allem die C-Chain, denn dort liegen dezentrale Börsen, Kreditplattformen und Spiele. Am 14. Oktober 2026 steckten laut DefiLlama rund 546 Mio. € in Anwendungen auf Avalanche. Wie das im Vergleich zu anderen Netzen aussieht, zeigt die Statistik zum Total Value Locked.

Avalanche L1s: eigene Blockchains auf Avalanche-Technik

Früher hießen sie Subnets: Netzwerke mit eigenen Regeln, eigenem Token und eigenen Validatoren. Bis Ende 2024 mussten diese Validatoren zugleich das Hauptnetz absichern und dafür mindestens 2.000 AVAX hinterlegen. Das Upgrade Etna, auch als Avalanche9000 bekannt, schaffte diese Pflicht am 16. Dezember 2024 ab. Seitdem zahlen Validatoren einer L1 eine laufende Gebühr, zum Start rund 1,3 AVAX im Monat.

Damit sank die Hürde für eigene Ketten erheblich. Im Mai 2025 kündigte etwa die FIFA eine eigene, EVM-kompatible Blockchain auf Avalanche-Technik an, zunächst für digitale Sammelobjekte. Im Explorer von Avalanche finden sich außerdem L1s von Spieleplattformen wie Beam und Gunzilla sowie der Handelsplattform Dexalot.

Niedrigere Gebühren seit Etna

Mit demselben Upgrade fiel die Mindestgebühr auf der C-Chain von 25 auf 1 nAVAX, ein Minus von fast 96 %. Steigt die Nachfrage, zieht die Gebühr automatisch an. In ruhigen Phasen kosten Transaktionen dagegen nur Bruchteile eines Cents.

Granite und Helicon: die jüngsten Upgrades

Am 19. November 2025 folgte Granite. Seither legen Validatoren die Mindestzeit zwischen zwei Blöcken gemeinsam fest, was kürzere Blockzeiten erlaubt. Zudem prüft die C-Chain nun Signaturen nach dem Standard secp256r1, auf dem etwa Passkeys und die biometrische Anmeldung am Smartphone beruhen.

Für den 22. September 2026 war im Hauptnetz das Upgrade Helicon angesetzt. Validatoren können ihre Teilnahme damit automatisch verlängern, und die Mindestdauer fürs Validieren sinkt von zwei Wochen auf 48 Stunden. Auf der C-Chain trennt Helicon außerdem das Annehmen von Blöcken von ihrer Ausführung.

AVAX: Menge, Verbrennung und Staking

Zum Start entstanden 360 Mio. AVAX, die Obergrenze liegt bei 720 Mio. Neue Coins kommen nur als Belohnung für Validatoren und Delegatoren hinzu. Gleichzeitig vernichtet das Netz jede Transaktionsgebühr. Solange die Obergrenze weit entfernt ist, bleibt AVAX laut Dokumentation trotzdem fast immer inflationär, die Ausgabe übersteigt also die Verbrennung.

Laut CoinGecko laufen derzeit 444 Mio. AVAX um. Wie schnell die Menge anderer Coins wächst, vergleicht unsere Statistik zur Inflation von Kryptowährungen.

Avalanche in Zahlen

  • 720 Mio.höchstmögliche Zahl an AVAX
  • 2.000 AVAXMindesteinsatz für Validatoren
  • 25 AVAXMindesteinsatz beim Delegieren
  • 20befragte Validatoren je Abstimmungsrunde

Quelle: Avalanche-Dokumentation

So funktioniert Staking mit AVAX

Wer einen eigenen Knoten betreibt, hinterlegt mindestens 2.000 AVAX. Einfacher ist das Delegieren: Ab 25 AVAX unterstützt du einen Validator für mindestens zwei Wochen und höchstens ein Jahr. Die Belohnung gibt es am Ende der Laufzeit, abzüglich einer Provision des Validators von mindestens 2 %. Ist der Validator zu selten erreichbar, entfällt die Belohnung, den Einsatz selbst bekommst du aber zurück.

Avalanche auf einen Blick

Stärken

  • Endgültige Bestätigung meist in unter zwei Sekunden
  • Eigene Blockchains seit Etna ohne 2.000-AVAX-Hürde
  • Netzwerkgebühren werden vollständig verbrannt

Schwächen

  • Kurs seit dem Rekord von 2021 um mehr als 90 % gefallen
  • Drei Ketten mit unterschiedlichen Adressen verwirren Einsteiger
  • Aktivität kann auf eigene L1s abwandern

Risiken bei Avalanche

Avalanche konkurriert mit Ethereum und dessen Layer-2-Netzen sowie mit schnellen Einzelketten wie Solana um Nutzer und Entwickler. AVAX steht laut unseren Marktdaten auf Rang 27; auf Jahressicht steht AVAX bei −51,0 %. Wie sich beide Netze schlagen, zeigt Solana vs. Avalanche.

Ein zweites Risiko steckt im Modell selbst. Wandert viel Betrieb auf eigene L1s mit eigenen Token ab, fallen auf der C-Chain weniger Gebühren an, und es wird weniger AVAX verbrannt. Wie wir die Aussichten einordnen, steht in der Avalanche Prognose.

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