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CFD: Was sind CFDs und wie funktioniert der CFD-Handel?

Was ein CFD ist, wie der Handel mit Long, Short und Margin funktioniert, welche Kosten und EU-Regeln gelten und worin sich Krypto-CFDs von echten Coins unterscheiden.

Titelbild „Was sind CFDs?“ – Ratgeber von Krypto-Boersen.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein CFD (Contract for Difference) ist ein Vertrag mit deinem Broker über die Kursdifferenz eines Basiswerts. Du besitzt die Aktie, den Index oder den Coin nicht.
  • Du kannst auf steigende (Long) und fallende Kurse (Short) setzen. Der Broker verlangt nur eine Sicherheitsleistung, die Margin. Dadurch wirkt ein Hebel.
  • In der EU gelten für Privatkunden feste Grenzen: höchstens 2 : 1 bei Kryptowährungen, Zwangsschließung bei 50 % der Margin, kein Konto im Minus.
  • Kosten entstehen durch Spread, Übernachtfinanzierung und je nach Anbieter Kommission. Ein Großteil der Kleinanlegerkonten verliert mit CFDs Geld.
  • Gewinne sind Kapitalerträge (Abgeltungsteuer). Die Ein-Jahres-Haltefrist für Krypto gilt bei CFDs nicht.

Ein CFD ist ein Differenzkontrakt: Du schließt mit einem Broker einen Vertrag, der nur die Preisänderung eines Basiswerts abbildet, etwa einer Aktie, eines Index, von Gold oder Bitcoin. Steigt der Kurs, zahlt der Broker dir die Differenz, fällt er, zahlst du. Den Basiswert selbst kaufst du nie. Weil nur ein Teil des Positionswerts als Sicherheit hinterlegt wird, handelst du mit Hebel.

Was ist ein CFD? Definition und Grundidee

CFD steht für „Contract for Difference“, auf Deutsch Differenzkontrakt oder Differenzgeschäft. Zwei Parteien vereinbaren, die Differenz zwischen dem Kurs beim Eröffnen und beim Schließen einer Position auszugleichen. Die eine Partei bist du, die andere fast immer der Broker selbst.

Daraus ergeben sich drei Eigenschaften, die du kennen solltest, bevor du das erste Mal CFDs handelst:

  • Kein Eigentum: Du hast keinen Anspruch auf die Aktie, keine Stimmrechte und bei Krypto-CFDs keinen Coin, den du auf eine Wallet übertragen könntest.
  • Außerbörslich: Ein CFD ist ein Vertrag zwischen dir und dem Anbieter. Er wird nicht an einer regulären Börse gehandelt. Den Preis stellt der Broker, meist eng an den Kurs des Basiswerts angelehnt.
  • Kontrahentenrisiko: Weil der Broker dein Vertragspartner ist, hängt dein Guthaben auch von seiner Zahlungsfähigkeit ab. Die Regulierung des Anbieters spielt deshalb eine größere Rolle als bei einem Aktienkauf über eine Börse.

Entstanden sind Differenzkontrakte Anfang der 1990er-Jahre in London, zunächst für institutionelle Händler. Erst mit Online-Plattformen wurden sie zu einem Massenprodukt für Privatanleger, und damit kam auch die Regulierung, die du weiter unten findest.

Wie funktionieren CFDs? Ein Rechenbeispiel

Am einfachsten verstehst du den CFD-Handel an einem Beispiel. Alle Werte sind erfunden und dienen nur der Rechnung.

Die „Muster AG“ notiert bei 50 €. Du glaubst an steigende Kurse und eröffnest eine Long-Position über 100 Aktien-CFDs. Der Positionswert beträgt 5.000 €. Für Aktien gilt für Privatkunden eine Mindest-Margin von 20 %, du hinterlegst also 1.000 €. Das entspricht einem Hebel von 5 : 1.

Szenario Kurs beim Schließen Ergebnis bezogen auf 1.000 € Margin
Kurs steigt um 6 % 53,00 € +300 € +30 %
Kurs unverändert 50,00 € minus Kosten leicht negativ
Kurs fällt um 6 % 47,00 € −300 € −30 %
Kurs fällt um 10 % 45,00 € −500 € −50 %, Zwangsschließung möglich

Die Aktie bewegt sich um 6 %, dein Kapital um 30 %. Genau das ist der Hebeleffekt, und er wirkt in beide Richtungen gleich stark. Liegen auf deinem Konto nur die 1.000 €, schließt der Broker die Position spätestens, wenn dein Kontowert auf die Hälfte der Margin gefallen ist, hier also bei rund 45 €. Den Verlust trägst du dann bereits.

Long und Short: auf steigende und fallende Kurse setzen

Eine Long-Position gewinnt, wenn der Kurs steigt. Bei einer Short-Position ist es umgekehrt: Du „verkaufst“ den CFD zuerst und kaufst ihn später zurück. Fällt der Kurs in der Zwischenzeit, bleibt dir die Differenz.

Ein zweites Beispiel mit einem Krypto-CFD, ebenfalls mit erfundenen Zahlen: Bitcoin steht bei angenommenen 50.000 €. Du eröffnest eine Short-Position über 0,1 Bitcoin, also 5.000 € Positionswert. Bei Kryptowährungen beträgt die Mindest-Margin 50 %, du hinterlegst 2.500 €. Fällt der Kurs auf 45.000 €, gewinnst du 500 €. Steigt er auf 55.000 €, verlierst du 500 €. Beim Short ist der mögliche Verlust theoretisch unbegrenzt, weil ein Kurs beliebig weit steigen kann. Der Negativsaldo-Schutz begrenzt ihn für Privatkunden auf das Kontoguthaben.

Wie Margin, Hebel und Zwangsschließung im Detail zusammenhängen, auch bei Futures und Krypto-Börsen, erklärt unser Ratgeber Hebel-Trading.

CFD-Handel: Was du handeln kannst

Ein Vorteil des CFD-Handels, oft auch CFD-Trading genannt, ist die Breite des Angebots. Über ein Konto erreichst du Märkte, für die du sonst mehrere Depots oder Terminkonten bräuchtest:

  • Aktien aus vielen Ländern, auch zu Bruchteilen und ohne Börsengebühr
  • Indizes wie DAX, S&P 500 oder Euro Stoxx 50, oft rund um die Uhr an Werktagen
  • Devisen, also Währungspaare wie EUR/USD
  • Rohstoffe wie Gold, Silber, Öl oder Erdgas
  • Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum, bei manchen Anbietern auch am Wochenende
  • Anleihen und Zinsen bei einigen Brokern

Welche Basiswerte ein Anbieter führt, unterscheidet sich stark. Bei Krypto-CFDs reicht die Auswahl von wenigen großen Coins bis zu Dutzenden Altcoins.

Kosten beim CFD-Handel

Viele Anbieter werben mit „null Kommission“. Kostenlos ist der Handel damit nicht. Die Kosten stecken an anderer Stelle, und sie fallen auf den gesamten Positionswert an, nicht nur auf deine Margin.

Kostenart Wie sie entsteht Worauf du achten solltest
Spread Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs Jede Position startet im Minus. Bei Krypto-CFDs ist der Spread meist deutlich breiter als bei großen Indizes.
Übernachtfinanzierung Gebühr für jede Nacht, in der die Position offen bleibt, meist Referenzzins plus Aufschlag Bei Krypto-CFDs oft besonders hoch. Über Wochen kann sie den Gewinn aufzehren.
Kommission fester Betrag oder Prozentsatz je Order Vor allem bei Aktien-CFDs, je nach Anbieter
Währungsumrechnung wenn Basiswert und Konto unterschiedliche Währungen haben Aufschlag auf den Wechselkurs
Garantierter Stop Aufpreis, wenn der Broker deinen Stop-Kurs garantiert nur bei manchen Anbietern
Inaktivität Gebühr, wenn du länger nicht handelst im Preisverzeichnis prüfen

Ein Rechenbeispiel zur Finanzierung mit erfundenen Werten: Der Anbieter berechnet für eine Long-Position einen Jahressatz von 7 % auf den Positionswert. Bei 5.000 € sind das 350 € im Jahr oder knapp 1 € pro Nacht. Klingt wenig. Bezogen auf deine Margin von 1.000 € kostet dich das Halten aber 35 % im Jahr. Deshalb eignen sich CFDs vor allem für kurze Haltedauern, wie im Ratgeber Daytrading beschrieben, und kaum für einen langfristigen Vermögensaufbau.

CFD-Regeln in der EU und in Deutschland

Wenige Finanzprodukte sind für Privatkunden so streng reguliert wie CFDs. Ausgangspunkt war eine Produktintervention der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA.

ESMA-Produktintervention 2018

Die ESMA beschränkte ab dem 1. August 2018 den Vertrieb von CFDs an Kleinanleger in der gesamten EU. Die Maßnahme galt zunächst jeweils für drei Monate und wurde mehrmals verlängert. Sie besteht aus fünf Teilen:

  1. Hebelgrenzen beim Eröffnen je nach Basiswert, siehe Tabelle
  2. Margin-Close-Out: Der Anbieter muss Positionen schließen, sobald das Kapital auf dem Konto auf 50 % der insgesamt hinterlegten Mindest-Margin fällt.
  3. Negativsaldo-Schutz: Dein Verlust ist auf das Guthaben im CFD-Konto begrenzt.
  4. Verbot von Anreizen: keine Boni oder Geschenke für den CFD-Handel
  5. Standardisierte Risikowarnung mit dem Anteil der Kundenkonten, die beim jeweiligen Anbieter Geld verlieren
Basiswert Mindest-Margin Höchster Hebel
Hauptwährungspaare (z. B. EUR/USD) 3,33 % 30 : 1
andere Währungspaare, Gold, große Indizes 5 % 20 : 1
andere Rohstoffe, kleinere Indizes 10 % 10 : 1
Einzelaktien und sonstige Basiswerte 20 % 5 : 1
Kryptowährungen 50 % 2 : 1

BaFin-Allgemeinverfügung zu CFDs

Die BaFin war früher dran: Seit einer Allgemeinverfügung vom Mai 2017 dürfen Anbieter Privatkunden in Deutschland keine CFDs mit Nachschusspflicht mehr verkaufen. Mit der Allgemeinverfügung vom 23. Juli 2019 hat sie die ESMA-Regeln dauerhaft übernommen. Sie gilt seit dem 1. August 2019 und enthält dieselben Bedingungen: Mindest-Margin je Basiswert, Schließung bei der Hälfte der Margin, Haftung höchstens bis zum Kontoguthaben, keine Vorteile für den Abschluss und die Risikowarnung.

Die Grenzen gelten für Privatkunden. Wer sich als professioneller Kunde einstufen lässt, darf mit höherem Hebel handeln, verliert aber diese Schutzrechte. Dafür musst du strenge Kriterien erfüllen. Ein Anbieter, der dir diese Einstufung aktiv schmackhaft macht, ist ein Warnsignal.

Die Risikowarnung richtig lesen

Jeder Anbieter muss diese Warnung mit seinem eigenen Prozentsatz zeigen, auf der Website und in der Werbung. Der Wert wird alle drei Monate für die zurückliegenden zwölf Monate neu berechnet. Als Verlust zählt ein Konto, dessen Ergebnis aus CFDs nach Kosten negativ war. Vergleiche diese Zahl zwischen Anbietern: Sie ist die ehrlichste Kennzahl, die die Branche liefert.

Außerhalb der EU: Verbot in Großbritannien

Großbritannien ist noch weiter gegangen. Die Finanzaufsicht FCA hat den Verkauf von Derivaten auf Kryptowährungen an Privatkunden zum 6. Januar 2021 verboten, darunter auch Krypto-CFDs. Das Verbot für börsengehandelte Krypto-Schuldverschreibungen (ETN) hat die FCA 2025 gelockert, das für Derivate besteht laut FCA fort. In Deutschland sind Krypto-CFDs für Privatkunden erlaubt, aber nur mit dem Hebel von höchstens 2 : 1.

Krypto-CFD oder echte Coins kaufen?

Wer sich für Bitcoin interessiert, steht oft vor der Wahl zwischen einem Krypto-CFD beim Broker und dem Kauf an einer Kryptobörse. Beides bildet den Kurs ab, ist aber rechtlich und praktisch etwas völlig anderes.

Merkmal Krypto-CFD Echte Coins
Eigentum nein, nur Vertrag mit dem Broker ja, du besitzt die Coins
Wallet und Auszahlung nicht möglich auf eine eigene Krypto-Wallet übertragbar
Hebel bis 2 : 1 für Privatkunden ohne Hebel (Spot)
Short einfach möglich nur über Derivate oder Margin
Laufende Kosten Übernachtfinanzierung jede Nacht keine, abgesehen von Verwahrung je nach Anbieter
Steuer in Deutschland Abgeltungsteuer, keine Haltefrist steuerfrei nach einem Jahr Haltedauer
Aufsicht Wertpapierrecht (MiFID II) MiCA-Verordnung für Kryptobörsen

Kurz gesagt: Krypto-CFDs sind ein Werkzeug für kurzfristige Spekulation, auch auf fallende Kurse. Wer langfristig an Bitcoin glaubt, fährt mit echten Coins meist günstiger und profitiert von der steuerfreien Haltefrist. Welche Plattformen eine MiCA-Lizenz haben, zeigt unser Kryptobörsen-Vergleich.

CFDs: Vorteile und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Long und Short mit einem Klick Hebel vergrößert Verluste genauso wie Gewinne
Viele Märkte über ein Konto Übernachtkosten machen langes Halten teuer
Kleine Positionsgrößen möglich Kein Eigentum, keine Dividendenrechte, keine Coins
Absicherung eines Depots gegen Kursrückgänge Broker ist Vertragspartner und stellt den Preis
Kein Konto im Minus dank Negativsaldo-Schutz Zwangsschließung kann einen Verlust endgültig machen

CFD-Broker auswählen: diese Punkte zählen

Wenn du CFDs handeln möchtest, ist die Wahl des Anbieters die wichtigste Entscheidung. Prüfe vor der Kontoeröffnung:

  1. Regulierung: Der Anbieter braucht eine Zulassung als Wertpapierfirma in der EU oder eine BaFin-Erlaubnis. Den Eintrag kannst du in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder der Aufsicht des Herkunftslandes prüfen.
  2. Verlustquote: Steht in der Risikowarnung. Je höher sie ist, desto kritischer solltest du hinschauen.
  3. Gesamtkosten: Spread je Basiswert, Finanzierungssatz und Kommission, nicht nur die Werbeaussage.
  4. Kundengelder: getrennte Verwahrung und Entschädigungseinrichtung, die bei einer Pleite des Brokers greift
  5. Werkzeuge: Stop-Loss, garantierter Stop, Demokonto, verständliche Plattform
  6. Steuer: Ein deutscher Anbieter führt die Abgeltungsteuer meist selbst ab, bei ausländischen Anbietern musst du die Gewinne selbst erklären.

Regulierte Anbieter mit Krypto-CFDs, ihre Kosten und ausgewiesenen Verlustquoten vergleichen wir im Krypto-CFD-Vergleich. Ausführliche Tests findest du zu Plus500, IG und eToro.

CFDs handeln: Schritt für Schritt

  1. Grundlagen lernen: Orderarten, Charts, Positionsgröße. Unser Leitfaden Trading lernen ist ein guter Startpunkt.
  2. Demokonto nutzen: Fast alle CFD-Broker bieten Spielgeld an. Übe dort, bis du die Kostenwirkung von Spread und Finanzierung verstehst.
  3. Konto eröffnen: Identität bestätigen und einen Fragebogen zu deinen Kenntnissen ausfüllen. Der Anbieter muss prüfen, ob das Produkt zu dir passt.
  4. Risiko je Trade festlegen: Lege vor dem Einstieg fest, wie viel du höchstens verlieren willst, und setze einen Stop-Loss. Mehr dazu im Ratgeber Risikomanagement beim Trading.
  5. Klein anfangen: mit Positionen, deren Verlust dich nicht trifft. Nutze den möglichen Hebel nicht aus, nur weil er erlaubt ist.
  6. Auswerten: Führe ein Handelsjournal mit Kosten. Viele merken erst dort, wie viel Spread und Finanzierung ausmachen.

Wie werden CFDs versteuert?

In Deutschland gelten CFDs steuerlich als Termingeschäfte. Gewinne sind Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG. Diese Übersicht erklärt nur den Rechtsrahmen und ersetzt keine Steuerberatung.

  • Steuersatz: Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer
  • Freibetrag: Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr, 2.000 € bei Zusammenveranlagung, gemeinsam für alle Kapitalerträge
  • Krypto-CFDs: Auch hier gilt die Abgeltungsteuer. Die Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer gibt es nur für echte Coins (§ 23 EStG), nicht für CFDs.
  • Verluste: Die frühere Grenze, nach der Verluste aus Termingeschäften nur bis 20.000 € im Jahr verrechnet werden durften, hat das Jahressteuergesetz 2024 gestrichen, auch für noch offene Fälle. Verluste aus CFDs lassen sich damit wieder mit anderen Kapitalerträgen verrechnen.
  • Ausländischer Broker: Er behält meist keine deutsche Steuer ein. Du trägst die Erträge dann in der Anlage KAP ein.

Wie Gewinne aus echten Kryptowährungen behandelt werden, liest du im Ratgeber Krypto-Steuern.

Für wen eignen sich CFDs?

CFDs sind kein Anfängerprodukt. Sie passen am ehesten zu Menschen, die kurzfristig handeln wollen, die Kostenstruktur verstanden haben und Verluste aus einem klar begrenzten Spielbudget tragen können. Manche nutzen sie auch, um ein bestehendes Aktiendepot für einige Tage gegen fallende Kurse abzusichern.

Für den langfristigen Vermögensaufbau sind CFDs ungeeignet: Die Finanzierungskosten laufen jede Nacht, und eine Zwangsschließung kann dich genau am Tiefpunkt aus dem Markt werfen. Wer Kryptowährungen langfristig halten will, kauft echte Coins und verwahrt sie sicher. Ein ruhigerer Weg ist ein Krypto-Sparplan.

Häufige Fragen zu CFDs

Was ist ein CFD einfach erklärt?

Ein CFD ist eine Wette mit dem Broker auf die Kursänderung eines Basiswerts. Steigt der Kurs in deine Richtung, bekommst du die Differenz, sonst zahlst du sie. Den Basiswert besitzt du dabei nicht.

Sind CFDs in Deutschland erlaubt?

Ja. Seit der BaFin-Allgemeinverfügung von 2019 dürfen Privatkunden CFDs nur mit begrenztem Hebel, Zwangsschließung bei 50 % der Margin, Negativsaldo-Schutz und ohne Boni angeboten werden. Bei Kryptowährungen liegt die Grenze bei 2 : 1.

Kann man mit CFDs mehr verlieren, als man eingezahlt hat?

Als Privatkunde in der EU nicht. Der Negativsaldo-Schutz begrenzt den Verlust auf das Guthaben im CFD-Konto. Dieses Guthaben kannst du aber vollständig verlieren. Professionelle Kunden haben diesen Schutz nicht automatisch.

Was kostet der CFD-Handel?

Der größte Kostenblock ist meist der Spread, dazu kommen Finanzierungskosten für jede Nacht und je nach Anbieter Kommissionen. Alle Kosten beziehen sich auf den vollen Positionswert, nicht auf deine Margin.

Sind CFDs dasselbe wie Glücksspiel?

Rechtlich sind CFDs Finanzinstrumente und streng reguliert. Praktisch verhalten sie sich für viele Privatanleger ähnlich riskant, weil die Kosten laufend gegen dich arbeiten und der Hebel schon kleine Fehler groß macht. Ein Großteil der Kleinanlegerkonten verliert Geld.

Kann man Bitcoin als CFD handeln?

Ja, viele regulierte Broker bieten Bitcoin- und andere Krypto-CFDs an, für Privatkunden mit höchstens 2 : 1 Hebel. Du kannst damit auf fallende Kurse setzen, besitzt aber keinen Bitcoin und kannst nichts auf eine Wallet auszahlen.

Was passiert, wenn der Broker pleitegeht?

Kundengelder müssen getrennt vom Vermögen des Brokers verwahrt werden. Zusätzlich greift eine gesetzliche Entschädigungseinrichtung im Herkunftsland des Anbieters bis zu einer Höchstgrenze. Prüfe vor der Kontoeröffnung, welche Einrichtung zuständig ist.

Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Kevin van der Linden

Über Kevin van der Linden

Als Autor & Gründer von Krypto-Boersen.com liegt es mir am Herzen, meine Expertise in den Bereichen Kryptowährungen und Blockchain-Technologien zu teilen, um Ihnen eine seriöse Anlaufstelle für aktuelle Informationen zu bieten. Durch mein Studium der Medien- und Kommunikationsinformatik und meinem hohen Interesse an neuen Technologien und Finanzen, konnte ich über die letzten Jahre tiefe Einblicke in diese Themenfelder erlangen. Als leidenschaftlicher Krypto-Enthusiast und Investor weiß ich, wie wichtig es ist, auf dem neuesten Stand zu bleiben und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mein Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, das nötige Verständnis für die Chancen und Risiken des Marktes aufzubauen.

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