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Margin Trading: Margin, Margin Level und Margin Call verständlich erklärt

Was die Margin als Sicherheitsleistung bedeutet, wie Initial und Maintenance Margin, Margin Level und Margin Call zusammenhängen und warum Privatkunden bei CFDs in der EU keine Nachschusspflicht haben.

Margin Trading: Margin, Margin Level und Margin Call verständlich erklärt

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die du für eine gehebelte Position oder einen Wertpapier- bzw. Kryptokredit hinterlegst. Sie ist kein Kaufpreis und keine Gebühr.
  • Beim Margin Trading unterscheidest du die Initial Margin zum Eröffnen und die Maintenance Margin, die während der Laufzeit nicht unterschritten werden darf.
  • Das Margin Level (Eigenkapital ÷ genutzte Margin × 100) zeigt, wie viel Puffer bleibt. Sinkt es zu weit, folgen Margin Call und Zwangsschließung.
  • Für CFDs von Privatkunden in der EU gilt seit dem 1. August 2018 Negativsaldoschutz mit Glattstellung bei 50 % der Mindestmargin. Eine Nachschusspflicht gibt es dort nicht.
  • Bei Spot-Margin auf Kryptobörsen leihst du echte Coins oder Euro und zahlst laufend Zinsen. Cross Margin haftet mit dem ganzen Konto, Isolated Margin nur mit der zugewiesenen Sicherheit.

Margin Trading bedeutet, eine Position mit nur einem Teil des eigenen Geldes zu eröffnen: Du hinterlegst eine Sicherheitsleistung, die Margin, und der Broker oder die Börse stellt den Rest als Kredit oder rechnerisch über ein Derivat bereit. Gewinne und Verluste beziehen sich auf die ganze Position, nicht nur auf deine Sicherheit.

Was ist Margin Trading? Margin Bedeutung erklärt

Das englische Wort „margin“ heißt Rand oder Spielraum. Im Handel mit Wertpapieren, Derivaten und Kryptowährungen steht es für die Sicherheit, die du beim Anbieter hinterlegst, damit er dir eine größere Position erlaubt. Mit der „Marge“ im Einzelhandel, also dem Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, hat diese Margin nichts zu tun.

Die Margin ist kein Preis, den du bezahlst. Sie bleibt dein Geld, ist aber gebunden, solange die Position offen ist. Verluste werden zuerst aus ihr und dann aus deinem übrigen Kontoguthaben beglichen.

So funktioniert Margin Trading

Hinter dem Begriff Margin Trading stecken zwei verschiedene Wege, die im Alltag oft vermischt werden:

  • Handel auf Kredit: Du leihst dir Geld oder Coins und kaufst damit den echten Basiswert. So arbeitet Spot-Margin an Kryptobörsen, und so funktioniert auch der Wertpapierkredit im Depot. Für das geliehene Kapital fallen Zinsen an.
  • Handel mit Derivaten: Bei CFDs und Futures kaufst du keinen Basiswert. Du hinterlegst nur die Margin, und abgerechnet wird die Kursdifferenz. Statt Kreditzinsen zahlst du hier Finanzierungs- oder Haltekosten.

In beiden Fällen entsteht ein Hebel: Die Position ist größer als dein Einsatz. Wie stark der Hebel Gewinne und Verluste vervielfacht, rechnet der Ratgeber Hebel-Trading ausführlich vor. Hier geht es um die Margin selbst: wie viel gebunden wird, wie viel Puffer bleibt und was passiert, wenn er aufgebraucht ist.

Rechenbeispiel: Margin, freie Margin und Puffer

Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen: Auf deinem Handelskonto liegen 5.000 €. Du eröffnest eine Position über 10.000 €, der Anbieter verlangt einen Margin-Satz von 10 %.

  • Genutzte Margin: 10 % von 10.000 € = 1.000 €. Dieser Betrag ist als Sicherheit gebunden.
  • Freie Margin: 5.000 € − 1.000 € = 4.000 €. Damit könntest du weitere Positionen eröffnen oder Verluste auffangen.
  • Margin Level: 5.000 € ÷ 1.000 € × 100 = 500 %.

Was bei Kursbewegungen passiert, zeigt die Tabelle. Der Einfachheit halber bleibt die genutzte Margin bei 1.000 €. Viele Anbieter berechnen sie laufend vom aktuellen Positionswert, dann verschieben sich die Werte leicht.

Kursbewegung Gewinn/Verlust Eigenkapital Margin Level
+10 % +1.000 € 6.000 € 600 %
±0 % 0 € 5.000 € 500 %
−20 % −2.000 € 3.000 € 300 %
−40 % −4.000 € 1.000 € 100 %
−45 % −4.500 € 500 € 50 %: Glattstellung bei EU-CFDs

Lägen auf demselben Konto nur 1.000 €, würde schon ein Rückgang von 5 % das Margin Level auf 50 % drücken. Die Position ist gleich groß, der Puffer aber ein Bruchteil. Genau darin liegt der Unterschied zwischen eingestelltem und tatsächlich genutztem Risiko.

Initial Margin und Maintenance Margin

Die meisten Anbieter arbeiten mit zwei Schwellen, die du kennen solltest, bevor du eine Position eröffnest:

  • Initial Margin (Erstbesicherung): der Betrag, den du zum Eröffnen mindestens hinterlegen musst. Er ergibt sich aus Positionswert × Margin-Satz. Für CFDs mit Privatkunden schreibt die BaFin Mindestsätze je Basiswert vor, bei Kryptowährungen 50 % des Nominalwerts.
  • Maintenance Margin (Erhaltungsmarge): die Untergrenze, die während der Laufzeit nicht unterschritten werden darf. Sie liegt unter der Initial Margin. Fällt dein Eigenkapital darunter, schließt der Anbieter Positionen ganz oder teilweise.

Margin Level berechnen: die Formel

Das Margin Level ist die wichtigste Kennzahl auf einem Margin-Konto. Es zeigt in Prozent, wie gut deine offenen Positionen gedeckt sind:

Margin Level = Eigenkapital ÷ genutzte Margin × 100

Das Eigenkapital (englisch „equity“) ist dein Kontoguthaben plus oder minus der noch nicht realisierten Gewinne und Verluste aller offenen Positionen. Bei Spot-Margin zählen oft auch aufgelaufene Zinsen gegen dich. So liest du den Wert:

Margin Level Was es bedeutet
deutlich über 100 % Du hast freie Margin als Puffer für Verluste oder neue Positionen.
um 100 % Das Eigenkapital deckt gerade noch die gebundene Margin. Neue Positionen sind meist gesperrt.
unter 100 % Warnbereich: Viele Anbieter verschicken jetzt einen Margin Call.
an der Liquidationsschwelle Positionen werden automatisch geschlossen. Bei EU-CFDs für Privatkunden liegt sie bei 50 %.

Kryptobörsen legen ihre Schwellen selbst fest, manche rechnen auch als Verhältnis von Vermögen zu Schulden plus Zinsen. Prüfe vor dem ersten Margin Trading, welche Formel und Grenzwerte dein Anbieter nutzt.

Margin Call: Bedeutung und Ablauf

Ein Margin Call ist die Aufforderung des Brokers, Sicherheiten nachzulegen, weil dein Eigenkapital zu knapp wird. Der Begriff stammt aus dem Wertpapierhandel in den USA: Die Firma „ruft“ zusätzliche Mittel ab, englisch „to call“. Bekannt wurde er auch durch den Finanzthriller „Margin Call“ von 2011.

Auf einen Margin Call kannst du auf drei Arten reagieren:

  1. Geld einzahlen oder weitere Sicherheiten übertragen, damit das Margin Level steigt.
  2. Positionen verkleinern oder schließen, wodurch Margin frei wird.
  3. Nichts tun. Fällt der Kurs weiter, schließt der Anbieter die Positionen selbst, zum dann gültigen Marktpreis.

Verlass dich nicht auf eine rechtzeitige Warnung. Die US-Aufsicht FINRA stellt klar, dass Broker vor einem Zwangsverkauf keinen Margin Call verschicken müssen. Auch Kryptobörsen warnen per E-Mail oder App ohne Garantie, bei schnellen Bewegungen oft erst nach der Schließung.

Nachschusspflicht: Kannst du mehr verlieren als dein Guthaben?

Eine Nachschusspflicht bedeutet, dass du Verluste, die über dein Kontoguthaben hinausgehen, aus deinem sonstigen Vermögen ausgleichen musst. Das passiert, wenn der Kurs so schnell springt, dass die Zwangsschließung erst unterhalb deiner Sicherheit gelingt. Dein Konto rutscht dann ins Minus, und der Anbieter fordert den Fehlbetrag ein.

CFDs: Negativsaldoschutz für Privatkunden

Für Privatkunden in Deutschland ist dieses Risiko bei CFDs seit Jahren ausgeschlossen. Die Regeln haben sich in drei Schritten entwickelt:

  • 2017: Die BaFin untersagte mit Allgemeinverfügung vom 8. Mai 2017 Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von CFDs an Privatkunden, soweit sie eine Nachschusspflicht begründen können. Umzusetzen war das bis zum 10. August 2017.
  • 2018: Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA beschloss eine EU-weite Produktintervention, die seit dem 1. August 2018 gilt: Hebelgrenzen von 30 : 1 bis 2 : 1, Negativsaldoschutz je Konto, Glattstellung bei 50 % der Mindestmargin, ein Verbot von Boni und eine standardisierte Risikowarnung.
  • 2019: Die ESMA-Maßnahme war befristet und lief am 31. Juli 2019 aus, weil die nationalen Aufsichten mindestens ebenso strenge Dauerregeln erlassen hatten. In Deutschland gilt seit dem 1. August 2019 die Allgemeinverfügung der BaFin vom 23. Juli 2019.

Der Negativsaldoschutz begrenzt deine Gesamthaftung auf die Gelder in deinem CFD-Handelskonto. Mehr als dort liegt, kannst du als Privatkunde nicht verlieren. Wer CFDs vergleichen will, findet regulierte Anbieter im Krypto-CFD-Vergleich.

Die Margin-Closeout-Regel bei 50 %

Die zweite Schutzregel setzt früher an. Nach der BaFin-Allgemeinverfügung muss der Anbieter offene CFDs schließen, sobald die Summe aus Guthaben auf dem CFD-Konto und unrealisierten Nettogewinnen unter die Hälfte der Erstbesicherung aller offenen CFDs fällt. Übersetzt heißt das: Ein Margin Level von 50 % ist die rote Linie. In ruhigen Märkten bleibt dir so ein Rest deines Kapitals, bei Kurslücken kann es trotzdem bis auf null gehen.

Futures, Wertpapierkredit und Anbieter außerhalb der EU

Auch für Futures gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2023 eine BaFin-Allgemeinverfügung: An Privatkunden dürfen sie grundsätzlich nur noch vertrieben werden, wenn die Nachschusspflicht vertraglich ausgeschlossen ist. Ausnahmen gelten etwa für reine Absicherungsgeschäfte. Wie Futures aufgebaut sind, erklärt die Einführung in den Krypto-Futures-Handel.

Anders beim Margin Trading auf Kredit: Den Kredit samt Zinsen schuldest du auch, wenn die gekauften Werte stark fallen. Bei Plattformen ohne EU-Erlaubnis gelten die Schutzregeln der BaFin nicht.

Cross Margin vs. Isolated Margin

An vielen Kryptobörsen wählst du für jede Position oder jedes Konto einen Margin-Modus. Er entscheidet, welches Guthaben im Ernstfall haftet.

Merkmal Cross Margin Isolated Margin
Haftende Sicherheit gemeinsamer Topf aus allen Mitteln im Margin-Konto nur der Betrag, den du dieser einen Position zuweist
Berechnung des Margin Levels über alle Positionen zusammen getrennt je Position oder Handelspaar
Gewinne anderer Positionen stützen eine verlierende Position helfen nicht, jede Position steht für sich
Was bei einer Liquidation verloren geht im schlimmsten Fall das gesamte Margin-Konto höchstens die zugewiesene Margin
Nachlegen von Margin automatisch aus dem freien Guthaben nur von Hand
Passt zu abgestimmten Positionen, etwa Absicherungen Einzeltrades mit klar begrenztem Risiko

Cross Margin hält eine Position länger am Leben, ein einziger Fehltrade kann aber das Konto leeren. Mit Isolated Margin kennst du deinen Höchstverlust vorher, wirst aber früher liquidiert.

Spot-Margin bei Krypto-Börsen

Beim Spot-Margin Trading leihst du dir von der Börse Euro, US-Dollar, Stablecoins oder Coins und handelst damit am Kassamarkt. Deine eigenen Mittel im Konto dienen als Sicherheit. Zwei Richtungen sind möglich:

  • Long: Du leihst dir Geld und kaufst zusätzlich Coins. Steigt der Kurs, verkaufst du, zahlst den Kredit zurück und behältst die Differenz abzüglich Kosten.
  • Short: Du leihst dir Coins, verkaufst sie sofort und kaufst sie später zurück. Das ist ein echter Leerverkauf mit allen seinen Risiken.

Für den Kredit zahlst du Zinsen, und zwar nicht einmal im Jahr, sondern fortlaufend. Manche Börsen rechnen stündlich ab, andere berechnen beim Eröffnen eine Gebühr und danach in festen Abständen von einigen Stunden eine Rollover-Gebühr, solange die Position offen ist. Der Satz hängt vom geliehenen Asset und der Nachfrage ab und kann sich ändern. Auf ein Jahr hochgerechnet ergeben schon kleine Stundensätze spürbare Beträge.

Fällt das Margin Level unter die Grenze der Börse, wird liquidiert, auch nachts und am Wochenende, wenn du nicht hinschaust.

Krypto-Margin Trading über Derivate läuft bei EU-regulierten CFD-Brokern mit 50 % Erstbesicherung, also höchstens Hebel 2 : 1.

Margin bei Aktien: Wertpapierkredit und Lombardkredit

Auch im klassischen Depot kannst du mit Margin arbeiten. In Deutschland heißt das Wertpapierkredit, Lombard- oder Effektenkredit: Die Bank leiht dir Geld und nimmt die Wertpapiere in deinem Depot als Sicherheit. Wie viel du bekommst, richtet sich nach dem Beleihungswert. Riskante Papiere wie Einzelaktien beleihen Banken niedriger als etwa Rentenfonds, die Sätze unterscheiden sich je Bank.

Fallen die Kurse, sinkt auch dein Kreditlimit. Hast du den Rahmen ausgeschöpft, rutschst du in eine teurere Überziehung, die du schnell ausgleichen musst. Im Prinzip ist das derselbe Mechanismus wie beim Margin Call.

In den USA ist der Handel auf Margin-Konten genauer geregelt. Nach Regulation T der US-Notenbank dürfen Broker beim Kauf höchstens 50 % des Kaufpreises einer zulässigen Aktie leihen. Die FINRA verlangt danach mindestens 25 % Eigenkapital vom aktuellen Marktwert, viele Broker setzen höhere Grenzen.

Kosten und Risiken beim Margin Trading

Zu den Handelsgebühren und dem Spread, beide berechnet auf den vollen Positionswert, kommen beim Margin Trading Kosten für das geliehene Kapital: Zinsen oder Rollover-Gebühren beim Spot-Margin, Finanzierungskosten über Nacht bei CFDs und Funding bei Perpetual Futures. Manche Börsen ziehen bei einer Zwangsschließung zusätzlich eine Liquidationsgebühr ab. Je länger eine Position offen bleibt, desto stärker zählen die laufenden Kosten.

  • Totalverlust der Sicherheit: Eine Zwangsschließung macht den Verlust endgültig, auch wenn der Kurs kurz danach dreht.
  • Schulden bei Krediten: Ohne Negativsaldoschutz kannst du mehr verlieren, als du eingezahlt hast.
  • Kurslücken und Slippage: In hektischen Märkten wird oft deutlich schlechter geschlossen als an der Schwelle.
  • Änderungen durch den Anbieter: Margin-Sätze, Zinsen und Schwellen können sich kurzfristig ändern.

Risikomanagement beim Margin Trading

Ob Margin Trading gefährlich wird, entscheidest du größtenteils vor dem Eröffnen:

  1. Margin Level hoch halten: Nutze nur einen kleinen Teil deines Guthabens als Margin. Das Rechenbeispiel oben zeigt, wie stark freie Margin den Puffer vergrößert.
  2. Verlustgrenze vor der Liquidation: Setze einen Stop-Loss, der deutlich vor der Liquidationsschwelle greift. Willst du Gewinne absichern, zieht ein Trailing Stop die Grenze automatisch nach.
  3. Isolated Margin für Einzeltrades: So bleibt der mögliche Verlust auf den zugewiesenen Betrag begrenzt.
  4. Positionsgröße über das Risiko bestimmen: Erst der Abstand zum Stop und dein maximaler Verlust je Trade ergeben, wie groß die Position sein darf. Die Methode beschreibt der Ratgeber Risikomanagement beim Krypto-Trading.
  5. Kosten mitrechnen: Plane Zinsen, Funding und Gebühren für die geplante Haltedauer ein.
  6. Erst üben: Ein Trading-Demokonto zeigt dir Margin Level, Margin Call und Zwangsschließung ohne echtes Geld.

Margin Trading und Steuern

Wie Gewinne versteuert werden, hängt vom Produkt ab. CFDs und Futures sind in Deutschland Termingeschäfte, ihre Gewinne zählen nach § 20 EStG zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und unterliegen der Abgeltungsteuer. Beim Spot-Margin mit echten Coins ist die Einordnung, etwa von Zinsen und Liquidationen, im Einzelfall schwieriger. Die Regeln für selbst gehaltene Kryptowährungen erklären die Seiten Krypto-Steuern und Krypto-Haltefrist. Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung.

Häufige Fragen zum Margin Trading

Was ist Margin einfach erklärt?

Die Margin ist eine Sicherheitsleistung. Du hinterlegst einen Teil des Positionswerts beim Broker oder der Börse und darfst dafür eine größere Position handeln. Das Geld bleibt deins, ist aber gebunden, solange die Position offen ist.

Was bedeutet Margin Call?

Ein Margin Call ist die Aufforderung, Geld nachzuschießen oder Positionen zu verkleinern, weil dein Eigenkapital zu nah an die Mindestgrenze gefallen ist. Reagierst du nicht und fällt der Kurs weiter, schließt der Anbieter deine Positionen zwangsweise.

Wie berechne ich das Margin Level?

Teile dein Eigenkapital, also Guthaben plus oder minus offene Gewinne und Verluste, durch die genutzte Margin und multipliziere mit 100. Ein Wert von 300 % bedeutet, dass dein Eigenkapital dreimal so hoch ist wie die gebundene Sicherheit.

Gibt es beim Margin Trading eine Nachschusspflicht?

Bei CFDs für Privatkunden in der EU nicht, der Negativsaldoschutz begrenzt den Verlust auf das Kontoguthaben. Futures dürfen an Privatkunden in Deutschland grundsätzlich nur ohne Nachschusspflicht vertrieben werden. Bei Krediten und Anbietern ohne EU-Erlaubnis kann ein Minus entstehen, das du ausgleichen musst.

Was ist der Unterschied zwischen Cross Margin und Isolated Margin?

Bei Cross Margin haften alle Mittel im Margin-Konto gemeinsam für alle Positionen. Bei Isolated Margin haftet nur die Margin, die du einer einzelnen Position zuweist. Isolated begrenzt den Verlust, Cross verzögert die Liquidation.

Ist Margin Trading für Anfänger geeignet?

Nur mit viel Vorsicht. Wer die Funktionsweise noch nicht sicher kennt, sollte zuerst ohne Hebel handeln und Margin-Mechanismen im Demokonto ausprobieren. Entscheidend ist, wie viel du je Trade riskierst, nicht wie viel Margin dir der Anbieter erlaubt.

Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Kevin van der Linden

Über Kevin van der Linden

Als Autor & Gründer von Krypto-Boersen.com liegt es mir am Herzen, meine Expertise in den Bereichen Kryptowährungen und Blockchain-Technologien zu teilen, um Ihnen eine seriöse Anlaufstelle für aktuelle Informationen zu bieten. Durch mein Studium der Medien- und Kommunikationsinformatik und meinem hohen Interesse an neuen Technologien und Finanzen, konnte ich über die letzten Jahre tiefe Einblicke in diese Themenfelder erlangen. Als leidenschaftlicher Krypto-Enthusiast und Investor weiß ich, wie wichtig es ist, auf dem neuesten Stand zu bleiben und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mein Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, das nötige Verständnis für die Chancen und Risiken des Marktes aufzubauen.

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