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Moskauer Börse will Bitcoin-Handel am 1. Dezember starten

Die Moskauer Börse plant zum 1. Dezember Russlands ersten organisierten Kryptomarkt mit Bitcoin, Ether und USDT, zunächst in Pilotgeschäften. Kleinanleger dürfen nach einem Test höchstens 300.000 Rubel im Jahr investieren.

Drei gleich große Münzen auf einem weißen Steintresen, links eine orangefarbene Bitcoin-Münze, in der Mitte eine silberne Ether-Münze, rechts eine grüne Tether-Münze, dahinter eine russische Tischflagge.

Die Moskauer Börse plant zum 1. Dezember den ersten organisierten Kryptomarkt Russlands. Zum Start sollen Bitcoin, Ether und der Stablecoin USDT handelbar sein, zunächst in Pilotgeschäften. Privatanleger ohne Qualifikation dürfen nach einem Test höchstens 300.000 Rubel im Jahr anlegen.

Das hat die Börse am Montagnachmittag in einer Mitteilung angekündigt. Grundlage ist das Gesetz Nr. 282-FZ über digitale Währungen und digitale Rechte, dessen Kern seit dem 1. September gilt; einige Vorschriften greifen erst im Juli und September 2027.

Gehandelt wird über die Technik des Aktienmarkts, abgerechnet über den Zentralen Kontrahenten NCC, der zur Börsengruppe gehört. Die Handelszeit entspricht der des Aktienmarkts, von 6:50 bis 23:50 Uhr Moskauer Zeit. Ab dem ersten Tag sind Abschlüsse mit Lieferung am selben und am nächsten Tag möglich, dazu Swaps, mit denen Teilnehmer ihre Liquidität steuern können. Weitere Coins will die Börse später aufnehmen.

Teilnehmer werden nach und nach angeschlossen, sobald sie technisch so weit sind.

Die Grenze für Kleinanleger kommt aus dem Gesetz: Wer nicht als qualifizierter Anleger gilt, muss vor dem ersten Kauf einen Test bestehen und darf dann über einen Broker höchstens 300.000 Rubel im Jahr in Kryptowährungen stecken, nach der Umrechnung von Cointelegraph rund 3.700 Dollar. Für qualifizierte Anleger nennt die Mitteilung keine Grenze.

Wie Russland den Kryptosektor ordnet, haben wir zuletzt bei den ersten zugelassenen Wechselstellen und Verwahrern beschrieben. Der Handel an der Börse ist der nächste Schritt: Bisher lief er in Russland über ausländische Plattformen und über Händler, die Coins direkt untereinander tauschten. Diesen P2P-Handel will Russland nur noch bis Juli 2027 dulden.


Exved-Gründer Mendeleev erwartet kaum Nachfrage

Nicht alle erwarten viel. Sergey Mendeleev, Gründer der Zahlungsplattform Exved, sagte Cointelegraph: “Neither the global nor the local market will notice anything at all.” Weder der Weltmarkt noch der russische Markt würden also überhaupt etwas bemerken. Für Kleinanleger sei das Angebot unattraktiv. Mendeleev rechnet mit hohen Spannen zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist der neue Markt nicht zugänglich. Die Moskauer Börse und ihre Clearingstelle NCC stehen seit Juni 2024 auf der Sanktionsliste der USA, Großbritannien hat sie im selben Monat sanktioniert, und die EU hat die Börse nach Angaben von Cointelegraph im Juli 2026 auf ihre Liste gesetzt.

Mit welchen Brokern der Handel am 1. Dezember beginnt, hat die Börse noch nicht mitgeteilt.

Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Bitcoin Russland

Sven Meisinger

Über Sven Meisinger

Redakteur bei Krypto-Boersen.com mit Schwerpunkt auf fundierte Marktanalysen und aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler Assets. Durch tiefgreifende Recherche und datenbasierte Analysen liefert er präzise Einschätzungen zu Markttrends, regulatorischen Veränderungen und technologischen Innovationen in der Blockchain-Industrie. Seine Expertise umfasst sowohl technische Chartanalysen als auch fundamentale Bewertungen von Kryptowährungen und DeFi-Protokollen.

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