Der Krypto-Gesamtmarkt fällt binnen 24 Stunden um 5,98 Prozent auf 2,602 Billionen US-Dollar, nachdem der CLARITY Act im US-Senat mit 49 zu 50 Stimmen an der nötigen Mehrheit gescheitert ist. Bitcoin notiert bei 75.873 US-Dollar (65.763 Euro), Ethereum bei 2.409,87 US-Dollar (2.088,76 Euro).
Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt am Mittwochmorgen bei 2,602 Billionen US-Dollar, das 24-Stunden-Volumen bei 105,1 Milliarden US-Dollar (Stand 16.09.2026, 01:22 MESZ). Die Bitcoin-Dominanz steht bei 58,47 Prozent, Ethereum kommt auf 11,27 Prozent.
Auslöser der Bewegung ist die gescheiterte Abstimmung im US-Senat: Der Digital Asset Market Clarity Act verfehlte am Dienstagabend mit 49 zu 50 Stimmen die erforderlichen 60 Stimmen. Das Gesetz hätte die Zuständigkeiten von SEC und CFTC für digitale Vermögenswerte verteilt. Gestritten wurde zuletzt über Ethik-Klauseln für Amtsträger mit Krypto-Beteiligungen.
Die Derivatemärkte reagierten entsprechend: Innerhalb von 24 Stunden wurden Positionen im Wert von 670,97 Millionen US-Dollar zwangsliquidiert, davon 573,20 Millionen auf der Long-Seite. Betroffen waren 116.302 Konten, die größte Einzelliquidation lag bei 22,52 Millionen US-Dollar (Stand 16.09.2026, 01:28 MESZ, Coinglass).
Bitcoin hält die Marke von 75.000 Dollar, Ethereum fällt unter 2.500 Dollar
Bitcoin verliert auf Tagessicht 3,20 Prozent und auf Wochensicht 3,60 Prozent. Das Septembertief lag bei 75.560 US-Dollar, das Tageshoch am Vortag bei 79.600 US-Dollar. Ethereum gibt mit 4,53 Prozent deutlicher nach und notiert 3,40 Prozent unter dem Wochenwert.
Bei den US-Spot-ETFs auf Bitcoin standen zuletzt Abflüsse von 73,9 Millionen US-Dollar am 15. September, nachdem am 14. September noch 159,9 Millionen zugeflossen waren. Am 10. September hatten die Fonds 282,7 Millionen US-Dollar abgegeben. Kumuliert summieren sich die Nettozuflüsse seit Auflage auf 55,31 Milliarden US-Dollar (Farside Investors, Stand 16.09.2026).
Der Fear-and-Greed-Index steht bei 69 Punkten und damit im Bereich “Gier”. Der Wert stammt allerdings vom 15. September, 00:00 UTC, und bildet den Einbruch der vergangenen Stunden noch nicht ab.
Wie schnell die Bewegung ablief, zeigt der Blick auf die vergangenen fünf Tage in 5-Minuten-Kerzen: Bis Montagabend notierte Bitcoin nahe 79.500 US-Dollar. Mit der Abstimmung im Senat setzte der Verkaufsdruck ein und drückte den Kurs in der Spitze bis auf rund 75.400 US-Dollar, begleitet von deutlich erhöhten Handelsvolumina.

XRP verliert 9,2 Prozent und führt die Verlierer der Top 10 an
Unter den großen Kryptowährungen trifft es XRP am härtesten. Solana und Cardano folgen mit Verlusten von mehr als fünf Prozent, Dogecoin verliert auf Wochensicht zweistellig.
| Coin | Kurs (USD) | 24 Stunden | 7 Tage |
| Bitcoin | 75.873,00 | -3,20 % | -3,60 % |
| Ethereum | 2.409,87 | -4,53 % | -3,40 % |
| XRP | 1,30 | -9,19 % | -9,00 % |
| Solana | 97,58 | -5,12 % | -5,60 % |
| Cardano | 0,1968 | -6,03 % | -10,80 % |
| Dogecoin | 0,0806 | -3,98 % | -10,40 % |
Kurse mit Stand 16.09.2026, 01:22 MESZ, Quelle: CoinGecko. Eine laufend aktualisierte Übersicht bietet unsere Kursseite.
Welche Termine den Markt in den nächsten 48 Stunden bewegen
Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins. Die Terminmärkte preisen eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von 94,5 Prozent ein. Am Freitag folgt die Bank of Japan, auch dort wird ein Schritt um 0,25 Prozentpunkte erwartet.
Der Druck kommt dabei nicht allein aus der Krypto-Branche: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei 5,041 Prozent und damit so hoch wie zuletzt im Juni 2007. Im Schnitt der G7-Staaten stehen zehnjährige Papiere bei 4,285 Prozent, britische 30-jährige Anleihen bei 5,95 Prozent. Steigende Renditen verteuern die Alternative zu zinslosen Anlagen wie Bitcoin.
Regulatorisch richtet sich der Blick nun auf die Behörden statt auf den Kongress. Die SEC arbeitet an einem Regelwerk für Krypto-Vermögenswerte; SEC-Chef Paul Atkins hat allerdings erklärt, dass solche Regeln ohne Gesetz des Kongresses nicht dauerhaft tragfähig seien. Wie sich die Zuständigkeitsfrage auf XRP und andere Altcoins auswirkt, bleibt damit vorerst offen.
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