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Scalable Capital Robo Advisor 2026: So legt Scalable Wealth an und das kostet es

Tablet mit Scalable-Capital-Logo und Roboterarm, der eine Münze stapelt, als Sinnbild für den Robo-Advisor

Der Robo-Advisor von Scalable Capital heißt Wealth und ist eine digitale Vermögensverwaltung: Kunden wählen eine Anlagestrategie, Scalable Capital legt das Geld in bis zu 15 ETFs an und passt die Portfolios laufend an. Der Einstieg beginnt bei 20 Euro; für Portfolios bis 100.000 Euro verlangt Scalable ein Jahresentgelt von 0,75 Prozent. Dieser Ratgeber erklärt Funktionsweise, Strategien, Kosten und Grenzen. Stand: Oktober 2026.

Scalable Capital wurde 2014 in München gegründet; zu den Gründern zählen Erik Podzuweit und Florian Prucker. Scalable Capital bietet seine ETF-basierte Vermögensverwaltung seit Anfang 2016 an, inzwischen ist das Unternehmen eine Vollbank. Nach eigenen Angaben vertrauen dem Unternehmen über eine Million Kunden mit zusammen mehr als 60 Milliarden Euro, Broker und Vermögensverwaltung zusammengenommen (Stand 1. September 2026).

Ein Robo-Advisor ist eine Form der Geldanlage, bei der ein Algorithmus nach festen Regeln anlegt und das Depot überwacht. Anleger geben Ziele und Risikobereitschaft vor, die einzelnen Entscheidungen trifft das System. Für Einsteiger ist das der Vorteil: Wer keine Zeit oder Lust auf die Auswahl einzelner Wertpapiere hat, bekommt ein fertig gestreutes Portfolio und muss sein Geld nicht selbst auf die Finanzmärkte verteilen.


Der Robo-Advisor von Scalable Capital in Kürze

  • Produkt: Wealth, eine Finanzportfolioverwaltung nach freiem Ermessen auf Basis von ETFs, ETCs und anderen ETPs.
  • Mindestanlage: 20 Euro als Einmalanlage oder als monatliche Sparrate.
  • Kosten: jährlich 0,75 Prozent auf die ersten 100.000 Euro, darüber gestaffelt bis 0,49 Prozent, dazu die ETF-Kosten.
  • Strategien: zehn Anlagestrategien laut Hilfe-Center, vom Weltportfolio bis zur Strategie Gerd Kommer.
  • Laufzeit: keine Mindestlaufzeit und keine Mindesthaltefrist.

Wie funktioniert der Robo-Advisor von Scalable Capital?

Wealth von Scalable Capital in Zahlen: 0,75 Prozent Verwaltungsentgelt bis 100.000 Euro, Start ab 20 Euro, bis zu 15 ETFs je Portfolio, 10 Anlagestrategien zur Auswahl
Quelle: Scalable Capital, Entgeltverzeichnis (PLV, September 2026), Produktseiten und FAQ, Abruf am 05.10.2026

Rechtlich ist Wealth eine Finanzportfolioverwaltung: Der Kunde beauftragt Scalable Capital, Depot und Verrechnungskonto nach freiem Ermessen und ohne vorherige Weisungen zu verwalten. Vor dem Start steht ein Fragebogen zu Zielen, finanzieller Situation und Risikotoleranz. Als reguliertes Institut ist Scalable Capital nach dem Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, diese Angaben einzuholen, um eine geeignete Strategie zu empfehlen.

Angelegt wird ausschließlich in ETFs, ETCs und sonstige ETPs, also in Aktien, Anleihen und Rohstoffe über börsengehandelte Produkte. Laut Hilfe-Center bildet ein Portfolio bis zu acht Anlageklassen mit bis zu 8.700 Einzelwerten aus bis zu 80 Ländern ab. Scalable Capital spricht von einer intelligenten Zusammenstellung des Portfolios aus bis zu 15 Einzel-ETFs. Diese Diversifikation über viele Märkte der Welt ist der Kern des Konzepts.

Vom Fragebogen zum fertigen Portfolio

Wer schon Kunde ist, legt ein Wealth-Portfolio nach dem Login im Kundenbereich unter “Neues Produkt hinzufügen” an; die Identität muss dafür nicht erneut geprüft werden. Der Robo-Advisor führt dann durch vier Schritte:

  1. Fragebogen ausfüllen: Angaben zu Zielen, finanzieller Situation und Risikobereitschaft machen; daraus ergibt sich die Risikokategorie.
  2. Strategie festlegen: eine Anlagestrategie aus dem Angebot wählen, auf Basis der Empfehlung.
  3. Geld einzahlen: einen Einmalbetrag ab 20 Euro überweisen oder eine monatliche Sparrate anlegen.
  4. Laufen lassen: Der Robo-Advisor investiert das Vermögen und überwacht das Portfolio fortan selbst.

Rebalancing an einem Beispiel

Scalable Capital überwacht die Portfolios täglich. Weicht die Gewichtung von der Zielgewichtung der gewählten Strategie ab, folgt eine Anpassung. Das Hilfe-Center beschreibt den Fall einer Strategie mit 60 Prozent Aktienquote: Steigen die Aktienkurse stark, werden Aktien verkauft und Anleihen gekauft, bis wieder 60 Prozent erreicht sind. Rebalancing, Handel, Ein- und Auszahlungen gehören zum Service des Robo-Advisors und sind im Entgelt enthalten.

Algorithmus, Technologie und Investment-Team

Zur Steuerung setzt Scalable Capital nach eigenen Angaben Technologie und Erkenntnisse der Kapitalmarktforschung ein. Anders als ein aktiver Vermögensverwalter schichtet der Algorithmus des Robo-Advisors nicht nach subjektiven Kursmeinungen über Aktien oder Anleihen um; Anpassungen folgen aus Abweichungen der Verlustrisiken oder Zielgewichte. Die Aufträge selbst prüft und bündelt ein Investment-Team, bevor sie an die Handelsbank gehen.

Damit bleibt eine menschliche Kontrolle im Einsatz, die aber nicht aktiv ins Portfoliomanagement eingreift. Wer auf der Suche nach einem klassischen Vermögensverwalter mit persönlichem Ansprechpartner ist, ist bei einem Robo-Advisor falsch.


Anlagestrategien: Was Wealth zur Auswahl stellt

Die Anlagestrategie bestimmt, wie viel Risiko im Portfolio steckt und welche Märkte es abdeckt. Folgende Strategien stehen im Rahmen von Wealth zur Wahl, hier im Überblick. Scalable Capital bietet die Strategien auf der Webseite in zwei Gruppen an, das Hilfe-Center nennt zusätzlich die Strategie Gerd Kommer. Stand 05.10.2026:

Gruppe Anlagestrategien Ausrichtung laut Scalable Capital
Wealth Global Weltportfolio Klassisch, Weltportfolio Klassisch + Gold, Weltportfolio ESG in die ganze Welt investieren; das klassische Weltportfolio enthält über 7.800 Unternehmen sowie Anleihen und Rohstoffe
Wealth Select ZinsInvest, Value & Dividende, Megatrends, BIP Global, Klima, Allwetter Strategien mit spezifischem Anlagefokus
Partnerstrategie Gerd Kommer eigene Entgeltstaffel von 0,70 bis 0,60 Prozent

Die Vertragsunterlagen führen in den Anlagerichtlinien 16 Strategien auf, darunter Varianten mit Gold, ESG und Krypto. Ob alle davon heute noch neu gewählt werden können, geht aus den Unterlagen nicht hervor; maßgeblich ist die Auswahl beim Abschluss.

Die gewählte Anlagestrategie lässt sich nach der Anmeldung jederzeit ändern. Umgekehrt hat Scalable Capital die Möglichkeit, eine Strategie anzupassen oder mit einer anderen zusammenzulegen, wenn sich das Risikoprofil nicht wesentlich ändert, und muss das mindestens zwei Monate vorher ankündigen.


Kosten: Was kostet die Vermögensverwaltung von Scalable Capital?

Das Entgelt für die Finanzportfolioverwaltung ist laut Preis- und Leistungsverzeichnis nach Volumen gestaffelt. Der höhere Satz fällt jeweils nur auf den Teil an, der in das Band fällt. Grundlage ist der durchschnittliche Marktwert des verwalteten Vermögens, ermittelt bei der Bewertung an den Bewertungstagen; abgerechnet wird monatlich.

Portfoliowert Entgelt pro Jahr Strategie Gerd Kommer
bis 100.000 Euro 0,75 % 0,70 %
über 100.000 Euro 0,69 % 0,65 %
über 250.000 Euro 0,69 % 0,60 %
über 500.000 Euro 0,49 % 0,60 %

Bei der Strategie Gerd Kommer gilt der Satz des jeweiligen Bands abweichend für das gesamte Portfolio. Zusätzlich fallen die laufenden Kosten der Fonds an: Für das Weltportfolio Klassisch beziffert Scalable Capital sie mit ab 0,12 Prozent, andere Strategien liegen anders. Bis 100.000 Euro ergeben sich so rund 0,87 Prozent Gesamtkosten im Jahr.

Im Entgelt stecken die Verwaltung, sämtliche Wertpapiertransaktionen, Konto- und Depotführung sowie der Service für Kunden. Ausgabeaufschläge, Performance-Gebühren und Gebühren für Ein- oder Auszahlungen verlangt Scalable Capital nach eigenen Angaben nicht. Zuwendungen von Fondsanbietern werden laut Vertrag nicht angenommen oder an den Kunden weitergegeben. Mehrere Portfolios betrachtet die Bank für die Staffel getrennt.

Rechenbeispiel: Ein Anleger legt 10.000 Euro in die Strategie Weltportfolio Klassisch. Bei 0,75 Prozent Verwaltungsentgelt sind das 75 Euro im Jahr, dazu kommen bei 0,12 Prozent ETF-Kosten rund 12 Euro. Bei 200.000 Euro wären es 750 Euro für die ersten 100.000 Euro und 690 Euro für den Rest, zusammen 1.440 Euro plus rund 240 Euro ETF-Kosten. Diese Kosten mindern die Rendite jedes Jahr, unabhängig davon, wie sich die Märkte entwickeln.

Kinderkonten in Wealth sind bis zum 18. Geburtstag von der Verwaltungsgebühr befreit; dann fallen nur die ETF-Kosten von 0,11 bis 0,42 Prozent je nach Strategie an. Was der Broker im Vergleich kostet, zeigt unsere Übersicht der Scalable Capital Kosten.


Mindestanlage, Sparplan und Entnahme beim Robo-Advisor

Der Einstieg liegt bei 20 Euro, entweder als Einmalanlage oder als monatliche Sparrate. Früher lag die Hürde höher: Bis November 2021 galt nach Angaben des Anbieters eine Mindestanlage von 10.000 Euro. Wer ein weiteres Portfolio mit anderer Strategie eröffnet, bekommt dafür ein eigenes Depot und Verrechnungskonto und muss die Mindestanlage erneut einbringen.

Für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge sind Sparpläne und Entnahmepläne vorgesehen. Ausschüttungen der ETFs, also Dividenden und Zinsen, landen auf dem Verrechnungskonto und werden automatisch nach der Anlagestrategie wieder angelegt. Zur Steueroptimierung realisiert das System vor Jahresende Gewinne in Höhe des erteilten Freistellungsauftrags; Schritt für Schritt zeigt das die Anleitung zum Scalable Capital Freistellungsauftrag.


Risiko, Sicherheit und Regulierung

Die Anlagerichtlinien schließen kreditfinanzierte Geschäfte, Derivate mit Hebelwirkung und Leerverkäufe aus. Für alle Strategien gilt eine Verlustschwelle von 10 Prozent, über das Portfolio berichtet Scalable Capital quartalsweise. Das Risiko schwankender Kurse bleibt trotzdem: Auch eine breit gestreute Strategie kann deutlich an Wert verlieren, eine Rendite ist nicht garantiert.

Vertragspartner ist eine Bank: Die Scalable Capital Bank GmbH wird von BaFin und Bundesbank kontrolliert, im September 2025 kam die Vollbanklizenz hinzu. Seit Ende 2024 führt die Bank die Depots für Broker und Wealth selbst. Früher lagen sie bei der Baader Bank; den Wechsel bestehender Baader-Bank-Depots zu Scalable stellte das Unternehmen im Juli 2025 für das Schlussquartal 2025 in Aussicht.

Wertpapiere gehören im Insolvenzfall nicht zur Insolvenzmasse, Kunden haben einen Herausgabeanspruch. Mehr zu Guthaben und Schutzgrenzen steht im Beitrag zur Einlagensicherung bei Scalable Capital.


Robo-Advisor oder ETF-Sparplan in Eigenregie?

Der wichtigste Vergleich ist der mit dem eigenen Broker-Depot. Wer Angebote verschiedener Anbieter vergleicht, schaut beim Robo-Advisor vor allem auf drei Größen: das jährliche Entgelt, die Produktkosten der Fonds und die Mindestanlage.

Im Broker kostet ein Sparplan keine Ausführungsgebühr, die Auswahl und das Umschichten übernehmen Anleger aber selbst. Der Robo-Advisor nimmt diese Arbeit ab und berechnet dafür das Verwaltungsentgelt. Im Vergleich zum selbst verwalteten ETF-Sparplan ist er teurer, dafür bequemer. Wie der Sparplan im Broker funktioniert, zeigt der Ratgeber zum Scalable Capital Sparplan.

  • Start ab 20 Euro, keine Mindestlaufzeit
  • tägliche Überwachung, Rebalancing und Steueroptimierung inklusive
  • breite Streuung über bis zu acht Anlageklassen
  • Verwaltungsentgelt von jährlich 0,75 Prozent, zusätzlich zu den ETF-Kosten
  • kein Einfluss auf einzelne ETFs innerhalb der Strategie
  • Strategien können sich durch Entscheidungen des Anbieters ändern

Unsere Bewertung des gesamten Angebots, inklusive Sicherheit und Konditionen, enthält der Scalable Capital Testbericht. Wer den Robo-Advisor direkt beim Anbieter ansehen möchte, findet ihn bei Scalable Capital. Der Wert einer Geldanlage kann fallen, Verluste des eingesetzten Geldes sind möglich; dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar.


Für wen sich die digitale Vermögensverwaltung von Scalable Capital eignet

Der Robo-Advisor Wealth passt zu Anlegern, die langfristig Vermögen aufbauen und ihre Geldanlage abgeben wollen, sich aber nicht um ETF-Auswahl, Gewichtung und Umschichtung kümmern möchten. Der Preis dafür: 0,75 Prozent jährlich auf Beträge bis 100.000 Euro. Wer bereit ist, ein oder zwei breit gestreute ETFs selbst zu besparen, kommt mit seinem Geld im Broker deutlich günstiger weg und behält die volle Kontrolle über seine Investitionen.


Häufige Fragen zu Scalable Wealth

Was kostet die Vermögensverwaltung bei Scalable Capital?

Jährlich 0,75 Prozent auf den Anteil bis 100.000 Euro, 0,69 Prozent auf den Anteil darüber und 0,49 Prozent oberhalb von 500.000 Euro. Die Fondskosten kommen hinzu; für das Weltportfolio Klassisch nennt der Anbieter ab 0,12 Prozent.

Ab welchem Betrag startet der Robo-Advisor von Scalable Capital?

Mindestens 20 Euro, als Einmalanlage oder monatliche Sparrate. Für jedes weitere Portfolio gilt die Mindestanlage erneut.

Wer trifft bei Scalable Capital die Anlageentscheidungen?

Der Algorithmus steuert die Portfolios nach festen Regeln und der gewählten Risikokategorie. Ein Investment-Team prüft und bündelt die Aufträge, greift aber nicht aktiv ins Portfoliomanagement ein.

Kann man die Anlagestrategie nachträglich ändern?

Ja, laut Hilfe-Center jederzeit nach der Anmeldung. Ein Wechsel kann allerdings Verkäufe und damit steuerpflichtige Gewinne auslösen.

Wie viel Vermögen verwaltet Scalable Capital?

Nach Angaben des Unternehmens vom 1. September 2026 kommen Broker und Vermögensverwaltung zusammen auf mehr als 60 Milliarden Euro Kundengeld bei über einer Million Kunden. Eine getrennte Zahl nur für den Robo-Advisor nennt Scalable Capital nicht.

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Kryptowährungen sind sehr schwankungsanfällig. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

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