Bitcoin kostet am Freitagmorgen 82.467 US-Dollar, nachdem der Kurs am Donnerstagabend bis auf 80.427 Dollar gefallen war. Binnen 24 Stunden wurden gehebelte Positionen über 1,09 Milliarden Dollar zwangsweise geschlossen, Ether verliert 2,9 Prozent und damit deutlich mehr als Bitcoin.
In Euro sind es nach CoinGecko 73.418 Euro je Bitcoin, 0,5 Prozent weniger als vor 24 Stunden und 3,9 Prozent weniger als vor einer Woche. In der Stundenreihe stand der Kurs am Donnerstag um 20 Uhr MESZ bei 80.652 Dollar. So tief lag er zuletzt am 20. September.
Der gesamte Kryptomarkt ist 2,80 Billionen US-Dollar wert, der Anteil von Bitcoin steigt auf 59,1 Prozent.
Trump schließt Angriffe auf Iran vor den Midterms aus
Gebremst wurde der Abverkauf am Donnerstagabend von einer Nachricht aus Washington. US-Präsident Donald Trump schrieb nach Angaben von CoinDesk gegen 18:15 Uhr MESZ auf Truth Social: “We will not be attacking Iran at any time prior to the Midterm Elections to be held in the United States on November 3rd.” Vor den Kongresswahlen am 3. November werde es also keinen Angriff auf Iran geben; die Blockade bleibe aber in Kraft.
Zuvor hatte ein Bericht, das Pentagon bereite wieder größere Kampfhandlungen vor, den Ölpreis getrieben. Der US-Ölkontrakt WTI stieg laut CoinDesk von 89 auf 93,20 Dollar je Barrel und fiel nach Trumps Beitrag auf 90,69 Dollar zurück. Gegen 21 Uhr MESZ stand Bitcoin wieder über 81.400 Dollar.
Die Fonds blieben trotzdem auf der Verkäuferseite. Nach den Daten von Farside flossen am Donnerstag 244,1 Millionen Dollar aus den US-Spot-ETFs auf Bitcoin ab, davon 197,1 Millionen aus dem Fidelity-Fonds FBTC; zusammen mit dem Mittwoch sind es 729 Millionen Dollar in zwei Tagen. Gemeint sind Rückgaben von Fondsanteilen durch Anleger, nicht Verkäufe der Fondsgesellschaften auf eigene Rechnung. Die Ether-ETFs verlieren 72,5 Millionen Dollar und damit den achten Tag in Folge.
Ether-Wetten verlieren mehr als Bitcoin-Wetten
CoinGlass zählt für die vergangenen 24 Stunden Zwangsschließungen über 1,09 Milliarden Dollar bei 181.194 Händlern. Auf Wetten auf steigende Kurse entfielen 940,1 Millionen, auf Short-Positionen 153,8 Millionen Dollar; die größte einzelne Liquidation war eine Ether-Position über 19,98 Millionen Dollar auf Hyperliquid. Nach einer Auswertung von CoinDesk wurden auf Ether rund 356 Millionen Dollar liquidiert, auf Bitcoin 298 Millionen, obwohl Ether nicht einmal ein Fünftel des Börsenwerts von Bitcoin hat.
Seit der Erholung hat sich das Bild gedreht: In den vier Stunden bis 7:30 Uhr MESZ trafen 89 Prozent der Liquidationen Short-Positionen.
Ethereum notiert bei 2.494,99 US-Dollar (2.221,22 Euro), das Tagestief lag bei 2.409 Dollar. Auf Wochensicht fehlen 8,5 Prozent. Am stärksten fällt unter den 30 größten Kryptowährungen NEAR, um 11,7 Prozent auf 4,85 Dollar. Gegen den Markt steigen unter den 50 größten nur wenige Token, etwa Bitway um 7,2 und Ondo um 3,4 Prozent.
| Coin | Kurs in US-Dollar | 24 Stunden | 7 Tage |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | 82.467 | -0,49 % | -3,85 % |
| Ethereum | 2.494,99 | -2,92 % | -8,54 % |
| Solana | 110,52 | -4,30 % | -9,34 % |
| NEAR | 4,85 | -11,68 % | -4,23 % |
| Cardano | 0,2376 | -6,66 % | -6,05 % |
| Ondo | 0,4843 | +3,39 % | -4,55 % |
Quelle: CoinGecko, Stand 09.10.2026, 07:31 Uhr MESZ
Weitere Kurse stehen in unserer Kursübersicht.
Das Fed-Protokoll und die Quantendebatte wirken nach
Zum Abverkauf trugen zwei Themen der Vortage bei. Das Protokoll der US-Notenbank stellt eine weitere Zinserhöhung bis Jahresende in Aussicht, und die Warnung des Ethereum-Forschers Justin Drake, KI-gestützte Mathematik könne die Verschlüsselung von Wallets früher angreifen als erwartet, wird weiter diskutiert. Was Drake und Vitalik Buterin dazu geschrieben haben, steht in unserem Bericht über den “Bunker-Modus”.
Der Fear-and-Greed-Index fällt von 64 auf 59 Punkte. Am Samstag jährt sich der Crash vom 10. Oktober 2025, als nach CoinGlass an einem einzigen Tag 19,16 Milliarden Dollar liquidiert wurden, rund das 18-Fache des Donnerstags.
Für Anleger in Deutschland steht am 14. Oktober der nächste heimische Termin an, wenn sich das Bundeskabinett mit dem Ende der einjährigen Haltefrist für Kryptogewinne befassen soll.
Wer nach dem Rücksetzer Bitcoin direkt kaufen und in der App verwahren will, kann das unter anderem bei Bitpanda tun. Was andere Handelsplätze für dieselbe Order verlangen, zeigt der Krypto-Börsen Vergleich.


























