Bitcoin steht am Freitagmorgen bei 86.302 US-Dollar, 2,5 Prozent höher als vor 24 Stunden und nach der Tagesreihe von CoinGecko so hoch wie zuletzt am 22. September. Den Schub lieferte eine Welle zwangsweise geschlossener Wetten auf fallende Kurse in der Nacht.
Der gesamte Kryptomarkt ist nach CoinGecko 2,95 Billionen US-Dollar wert, 1,7 Prozent mehr als bei unserem Abruf am Donnerstagmorgen. Ein Bitcoin kostet umgerechnet 76.718 Euro. Ethereum bleibt mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 2.726 US-Dollar (2.424 Euro) zurück, sein Anteil am Gesamtmarkt sinkt auf 11,30 Prozent, während Bitcoin auf 58,86 Prozent steigt.
Börsen lösen in vier Stunden Short-Wetten über 147 Millionen Dollar auf
Nach den Daten von CoinGlass wurden in den vergangenen 24 Stunden Positionen über 325,3 Millionen US-Dollar zwangsweise geschlossen. Fast die Hälfte davon fiel in die letzten vier Stunden vor unserem Abruf: 154,8 Millionen Dollar, davon 146,7 Millionen auf Wetten gegen den Kurs. Steigt der Preis, muss die Börse solche gehebelten Short-Positionen auflösen, und die dafür nötigen Käufe treiben den Kurs weiter.
Die größte Einzelliquidation traf mit 11,7 Millionen Dollar einen Bitcoin-Kontrakt bei Binance.
Bitcoin erreichte in 24 Stunden ein Hoch von 86.794 Dollar, das Tief lag bei 83.182 Dollar. Der Fear-and-Greed-Index gibt dagegen leicht nach, von 74 auf 72 Punkte.
Fed-Vize Jefferson legt sich auf keinen Zinsschritt fest
Am Donnerstag sprach Philip Jefferson, Vizechef der US-Notenbank, an der University of Virginia über den Kurs der Geldpolitik. Nach der Zinserhöhung im September auf 3,75 bis 4 Prozent sagte er: “My view is that any future adjustments in policy should be determined by carefully examining trends in the data, the evolving outlook, and the balance of risks.” Weitere Schritte sollen also von den Daten abhängen; ein Signal für eine Erhöhung schon im Oktober enthält die Rede nicht.
Die US-Spot-Bitcoin-ETFs drehten am Donnerstag wieder ins Plus. Nach den Daten von Farside flossen netto 102,7 Millionen Dollar zu, getragen vom Fonds von Blackrock mit 195,6 Millionen, während bei Fidelity 60,7 Millionen abflossen.
Aave legt fast zehn Prozent zu, Quant gibt ein Siebtel ab
Unter den 50 größten Kryptowährungen steigt Aave um 9,8 Prozent und liegt auf Wochensicht 27,6 Prozent im Plus. Litecoin gewinnt 3,9 Prozent, Solana 2,9 Prozent. Quant fällt nach dem Lauf der vergangenen Woche um 15,0 Prozent, NEAR verliert 8,9 Prozent, nachdem am Donnerstag ein Fehler bei NEAR Intents vorläufig 3,8 Millionen Dollar gekostet hatte.
| Coin | Kurs in US-Dollar | 24 Stunden | 7 Tage |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | 86.302 | +2,46 % | +2,83 % |
| Ethereum | 2.726,16 | +0,52 % | +2,32 % |
| Solana | 122,62 | +2,87 % | +5,36 % |
| Aave | 182,71 | +9,76 % | +27,60 % |
| NEAR | 4,97 | -8,89 % | +12,78 % |
| Quant | 251,19 | -15,01 % | +170,21 % |
Quelle: CoinGecko, Stand 02.10.2026, 07:31 Uhr MESZ
Kurse weiterer Coins zeigt unsere Kursübersicht.
Um 14:30 Uhr MESZ legt das US-Arbeitsministerium den Arbeitsmarktbericht für September vor, den nächsten Datenpunkt vor der Zinsentscheidung im Oktober.
Bitcoin direkt kaufen lässt sich unter anderem bei Bitpanda. Wer die Gebühren mehrerer Handelsplätze vergleichen möchte, findet sie in unserem Krypto-Börsen Vergleich.


























