Bitcoin ist nach den US-Erzeugerpreisen am Donnerstagnachmittag kurz unter 80.000 US-Dollar gefallen und steht binnen 24 Stunden trotzdem 1,2 Prozent höher bei 82.207 Dollar. Ether legt 3,6 Prozent auf 2.456,89 Dollar zu, und am Terminmarkt fallen die Liquidationen auf ein Drittel des Vortags.
In Euro kostet ein Bitcoin nach CoinGecko 73.118 Euro, ein Ether 2.185,26 Euro (Stand 10:58 Uhr MESZ). In den vergangenen 24 Stunden reichte die Spanne bei Bitcoin von 79.806 bis 82.508 Dollar. Der gesamte Kryptomarkt ist 2,79 Billionen Dollar wert, am Donnerstagmorgen waren es 2,73 Billionen.
Erzeugerpreise drücken Bitcoin kurz unter 80.000 Dollar
Den Rücksetzer lösten die US-Erzeugerpreise für September aus, die am Donnerstag um 14:30 Uhr MESZ erschienen. Nach Angaben der Statistikbehörde BLS stiegen sie gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent, so stark wie seit März 2022 nicht mehr, und lagen 6,3 Prozent über dem Vorjahr.
Am Mittwoch hatte schon die Verbraucherinflation von 3,7 Prozent den Markt belastet, wie in unserer Marktanalyse vom Donnerstag beschrieben.
Unter 80.000 Dollar blieb Bitcoin nach Angaben von CoinDesk nur rund zwei Stunden. In der stündlichen Reihe von CoinGecko steht um 16 Uhr MESZ ein Wert von 80.117 Dollar, eine Stunde später waren es bereits 81.788 Dollar. Seit Donnerstagabend 21 Uhr pendelt der Kurs zwischen 81.900 und 82.400 Dollar.
Glassnode sieht die nächste Liquidationszone knapp unter 80.000 Dollar
Der Datenanbieter Glassnode hatte in seiner Wochenanalyse vom 14. Oktober auf die durchschnittlichen Einstandskosten der Anleger in den US-Spot-ETFs bei rund 81.500 Dollar verwiesen, an denen Bitcoin zweimal abgeprallt war.
Genau diese Zone hat der Kurs am Donnerstag unterschritten. Für diesen Fall schrieb Glassnode: “A break below it would bring the liquidation cluster just under $80K, and then the True Market Mean near $78K, into play.” Ein Bruch rücke also zuerst die Häufung von Liquidationen knapp unter 80.000 Dollar und danach den durchschnittlichen Einstand der aktiven Anleger bei rund 78.000 Dollar in Reichweite. Nach oben sieht der Anbieter Widerstand bis 88.000 Dollar, weil dort viele Halter zum Einstandspreis verkaufen könnten.
CoinGlass zählt für die vergangenen 24 Stunden Liquidationen über 312,7 Millionen Dollar bei 82.498 Händlern, nach 959,6 Millionen am Vortag. Long- und Short-Positionen hielten sich mit 164,9 und 147,9 Millionen Dollar fast die Waage; die größte Einzelliquidation traf eine Long-Position über 4,81 Millionen Dollar auf Binance, ausgelöst bei 80.052 Dollar.
Worldcoin, Near und Zcash steigen zweistellig
Bei den US-Spot-ETFs auf Bitcoin hielten sich die Flüsse am Donnerstag nach den Zahlen von Farside nahezu die Waage: Unter dem Strich kamen 5,1 Millionen Dollar herein, getragen von 16,8 Millionen bei Blackrocks IBIT. Am Mittwoch waren noch 261,4 Millionen Dollar abgeflossen. Der Fear-and-Greed-Index springt von 53 auf 63 Punkte und zeigt damit wieder Gier an.
Unter den 50 größten Kryptowährungen liegen außer Stablecoins nur Canton und Bitway leicht im Minus. Worldcoin gewinnt 12,4 Prozent, Near 11,1 Prozent und Zcash 10,7 Prozent auf 1.230,72 Dollar, nachdem der Privacy-Coin am Vortag noch zu den größten Verlierern gehört hatte.
| Coin | Kurs in US-Dollar | 24 Stunden | 7 Tage |
|---|---|---|---|
| Bitcoin | 82.203 | +1,22 % | -0,39 % |
| Ethereum | 2.456,58 | +3,61 % | -1,82 % |
| XRP | 1,34 | +1,99 % | -4,30 % |
| Solana | 106,72 | +3,49 % | -3,90 % |
| Zcash | 1.230,72 | +10,68 % | +0,27 % |
| Near | 5,26 | +11,14 % | +7,44 % |
Quelle: CoinGecko, Stand 16.10.2026, 10:58 Uhr MESZ
MSCI legt am 11. November seine Streichliste vor
Für Aktien mit großem Bitcoin-Bestand rückt ein anderer Termin näher. Der Indexanbieter MSCI hat am Donnerstagabend Regeln beschlossen, nach denen Strategy und Metaplanet aus seinen globalen Indizes fallen könnten, die Liste der betroffenen Werte folgt am 11. November.
Bis zur Zinsentscheidung der US-Notenbank am 28. Oktober bleiben knapp zwei Wochen, und wie sich die Wetten seit den Inflationsdaten verschoben haben, steht in unserem Bericht zu den Zinswetten nach der Inflation.
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