Das nächste Zahlungs-Upgrade des XRP Ledger hat die nötige Mehrheit erreicht. 29 der 35 vertrauenswürdigen Validatoren stimmen für die Änderung mit dem Namen BatchV1_1, das sind 82,86 Prozent; erforderlich sind 28 Stimmen. Seit dem 15. September läuft die zweiwöchige Frist, nach deren Ablauf die Funktion automatisch aktiv wird. Vorgesehen ist der 29. September 2026.
Die Neuerung erlaubt es, bis zu acht Transaktionen von verschiedenen Konten so zu bündeln, dass sie gemeinsam gültig werden oder gemeinsam scheitern. Ein Teilvollzug ist ausgeschlossen. Damit lassen sich Vorgänge abbilden, die bisher entweder einen Vertrauensvorschuss oder einen separaten Vertrag auf der Blockchain brauchten: eine Zahlung samt zugehöriger Plattformgebühr etwa, oder die Übergabe eines Vermögenswerts Zug um Zug gegen Bezahlung.

Das Batch-Upgrade in Zahlen, Stand 16.09.2026. Quellen: XRP Ledger (xrpscan-API), The Crypto Basic und U.Today
Im XRP Ledger entscheiden die Validatoren über solche Änderungen selbst. Erreicht ein Vorschlag die Zustimmung von 80 Prozent und hält sie 14 Tage lang, wird er automatisch aktiv. Fällt die Unterstützung in dieser Zeit unter die Schwelle, beginnt die Zählung von vorn. Der Termin steht also unter Vorbehalt, auch wenn die Mehrheit derzeit deutlich über der Marke liegt.
Warum die zweite Anlaufstelle nötig wurde
Bemerkenswert an dem Vorgang ist die Vorgeschichte. Eine erste Fassung der Änderung war bereits fertig, wurde aber im Februar 2026 gestoppt, nachdem bei der Prüfung ein schwerwiegender Fehler in der Signaturprüfung aufgefallen war: Existierte ein unterzeichnendes Konto auf dem Ledger noch nicht, meldete die Funktion vorzeitig Erfolg und übersprang die übrigen Unterschriften. Auf dem Hauptnetz war die Fassung nie aktiv, Guthaben waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Für die Neufassung wurde der Prüfaufwand deutlich erhöht. Neben der Durchsicht durch vier erfahrene Entwickler kamen ein öffentlicher Wettbewerb für Sicherheitsforscher sowie Prüfungen der Firmen Halborn und Common Prefix hinzu. Dabei traten elf weitere Schwachstellen zutage, darunter Sonderfälle bei Signaturen und bei der Rechteprüfung. Sie gelten nach Angaben der Entwickler als behoben.
Was das für Anlegerinnen und Anleger bedeutet
Am Kurs oder an der Verfügbarkeit von XRP ändert das Upgrade nichts. Wer die Währung hält, muss nichts tun; Aktualisierungen dieser Art laufen auf Ebene des Netzwerks, nicht der Wallet. Drei Punkte sind trotzdem bemerkenswert:
- Der Fehlerfund spricht für das Verfahren, nicht dagegen. Eine Schwachstelle vor dem Einsatz zu finden, ist der Sinn solcher Prüfungen. Kritisch wäre der umgekehrte Fall gewesen.
- Bündelung ist eine Funktion für Anwendungen, nicht für Nutzer. Spürbar wird sie erst, wenn Zahlungsdienste sie einsetzen, etwa bei Abwicklungen mit mehreren Beteiligten.
- Der Termin steht, aber nicht in Stein. Die Aktivierung erfolgt automatisch, sofern die Unterstützung bis zum 29. September über 80 Prozent bleibt. Sinkt sie darunter, beginnt die Frist von vorn.
Wie der XRP Ledger arbeitet und worin er sich von anderen Netzwerken unterscheidet, erklärt unser Ratgeber zu XRP. Grundbegriffe stehen im Ratgeber zu Kryptowährungen, aktuelle Notierungen auf unserer Kursseite.
XRP lässt sich unter anderem bei eToro handeln. Weitere Handelsplätze im Krypto-Börsen Vergleich.


























