Coinbase und die US-Großbank Citi bauen ihre Zusammenarbeit aus: Firmenkunden sollen über Konten mit Citi-Unterbau Geld empfangen und automatisch in Stablecoins tauschen, Händler bei Citi Zahlungen in Stablecoins annehmen. Beides startet zunächst nur in den USA, einen Termin und Gebühren nennen die Unternehmen nicht.
Coinbase hat die Ausweitung am 28. September in seinem Blog bekanntgegeben, und beide Angebote richten sich an Unternehmen, nicht an Privatanleger.
Das erste heißt Coinbase Virtual Accounts. Firmen, die auf der Zahlungsinfrastruktur von Coinbase aufbauen, bekommen damit kontoähnliche Funktionen: Geld annehmen, halten und auszahlen. Eingehende Beträge in staatlicher Währung wandelt das System nach Angaben von Coinbase automatisch in Stablecoins um, die Bankinfrastruktur darunter stellt Citi mit seinem Virtual Account Wallet, einem Baustein des Banking-as-a-Service-Angebots der Bank.
Das zweite Angebot läuft in die umgekehrte Richtung. Über Spring by Citi, die Plattform der Bank für die Zahlungsabwicklung von Händlern, können deren institutionelle Kunden Stablecoins an der Kasse annehmen, ohne sie selbst zu halten. Coinbase tauscht die digitale Währung in Dollar, Citi schreibt den Betrag als kontoführende Bank gut. Den möglichen Kreis der Zahlenden beziffert Coinbase auf mehr als 150 Millionen Stablecoin-Besitzer weltweit.
Coinbase will Stablecoins aus dem Versuchsstadium holen
Brett Tejpaul, Chef von Coinbase Institutional, begründet die Wahl des Partners so: “Citi is exactly the kind of regulated banking partner the digital asset economy needs to move from experimentation to everyday commerce.” Citi sei also genau der regulierte Bankpartner, den die Kryptowirtschaft für den Schritt vom Experiment in den Alltag brauche.
Welche Stablecoins die Konten und die Kasse verarbeiten, lassen beide Unternehmen offen. Nach der Darstellung von BTC-ECHO knüpft die Vereinbarung an eine Zusammenarbeit vom Oktober 2025 an, bei der es um Ein- und Auszahlungen in staatlicher Währung ging. Citi bringt laut der Mitteilung Bankdienste in mehr als 180 Ländern und Rechtsräumen ein. Händler, die über die Bank abrechnen, sollen mit dem Stablecoin selbst nie in Berührung kommen.
Europäische Firmen müssen auf einen Termin warten
Die Angebote starten zuerst in den USA, weitere Funktionen sollen “in the coming months” folgen. Ob und wann Unternehmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sie nutzen können, sagt die Mitteilung nicht. Für Privatanleger ändert sich vorerst nichts.
Der Schritt fällt in eine Zeit, in der Europas Notenbanken die Bankeinlagen-Pflicht für Stablecoin-Emittenten abschaffen wollen. In Washington stehen die Token ebenfalls im Blick der Politik: Am selben Tag erschien ein Minderheitsbericht im US-Senat zu Tethers USDT.
Was hinter den an den Dollar gekoppelten Token steckt, erklärt unser Ratgeber zu Stablecoins. Welche Handelsplätze Privatkunden im DACH-Raum USDT oder USDC anbieten, zeigt der Krypto-Börsen Vergleich.


























