Auf der Robinhood Chain entsteht eine Gattung von Token, die es vorher nicht gab: Memecoins, deren Gegenwährung im Handelspaar kein Stablecoin ist, sondern ein tokenisierter Aktienanteil. Die Forschungsabteilung von HTX hat den Markt untersucht und kommt zu einem zweiteiligen Befund.
Die Ausgabe ist praktisch kostenlos. Nach der Beschreibung im Bericht wählt der Ersteller einen Aktientoken aus, legt einen Memecoin mit einer Milliarde Einheiten an und eröffnet dazu einen dauerhaften Markt auf Uniswap v4. Die Gebühr dafür beträgt 0,001 Ether, eigenes Kapital muss er nicht einbringen.
Verdient wird an den Handelsgebühren, und zwar gestaffelt: die Hälfte für den Ersteller, drei Zehntel für die Plattform, zwei Zehntel für den Vermittler.
Warum der Weg zum Geld über vier Stationen führt
Wer einen solchen Token kauft, handelt selten direkt. Der Bericht beschreibt die übliche Kette von Wrapped Ether über einen Stablecoin und den Aktientoken bis zum Memecoin. Jede Station ist ein eigener Pool, und jede Station verlangt eine Gebühr.
Das erklärt, warum die Konstruktion für ihre Betreiber attraktiv ist: Ein einziger Kauf erzeugt Einnahmen an mehreren Stellen gleichzeitig. Für den Käufer bedeutet dieselbe Kette Kosten und Abhängigkeit von vier Märkten statt einem.
Zum Stichtag 8. September zählt der Bericht 194 unterstützte Aktientoken-Paare und einen in der Kette gebundenen Wert von 901 Millionen Dollar.
Sieben Risiken, von denen zwei häufig übersehen werden
HTX Research listet sieben Risikoebenen auf, darunter erwartbare wie ungeprüfte Smart Contracts und konzentrierte Liquidität. Zwei davon sind spezifisch für diese Bauart.
Das erste sind die Handelszeiten: Der zugrunde liegende Aktientoken bildet ein Papier ab, das nachts und am Wochenende nicht gehandelt wird. Der Memecoin läuft weiter. Das zweite ist die Verwahrung, die bei einem einzelnen Anbieter liegt – fällt sie aus, hängt die ganze Kette.
Ob sich der Markt hält, ist damit nicht gesagt. Der Bericht beschreibt eine Struktur, keine Prognose, und weist darauf hin, dass die Ausschüttungen an Ersteller die tatsächlichen Einnahmen oft übersteigen.
Wer Kryptowährungen ohne solche Verschachtelung kaufen will, findet die dafür zugelassenen Handelsplätze im Krypto-Börsen Vergleich.

























