Die Plattform X von Elon Musk zeigt bei Kurs-Kürzeln wie $BTC oder $TSLA jetzt einen Knopf zum Handeln. Gekauft wird aber nicht auf X selbst: Der Knopf führt zu Partnern wie Coinbase, Kraken, Gemini, Interactive Brokers und Moomoo. Die Funktion gilt vorerst nur für Nutzer in den USA. Tippen Nutzer auf ein sogenanntes Cashtag, sehen sie neben Kursdaten und Beiträgen zu dem Wert den neuen Knopf. Wer ihn antippt, landet beim gewählten Partner, meldet sich dort an und gibt die Order auf. X selbst tritt nicht als Broker auf und führt keine Konten. Mridul Singhai, bei X für die Produktentwicklung zuständig, beschreibt den Schritt so: “Cashtags close the gap between a ticker on the timeline and the market itself.” Die Cashtags schließen also die Lücke zwischen einem Kürzel in der Timeline und dem Markt selbst.
X liefert den Anlass, die Partner übernehmen den Handel
Das Modell verteilt die Rollen klar. X liefert den Anlass, etwa eine Diskussion über einen Kurssprung, und die Partner übernehmen alles, was eine Zulassung verlangt: Kontoeröffnung, Identitätsprüfung, Verwahrung, Ausführung. Welche Vergütung zwischen X und den Partnern fließt, haben die Unternehmen nicht veröffentlicht. Für die Partner ist der Zugang zu einem sozialen Netz wertvoll, weil Kaufentscheidungen oft dort beginnen, wo über Kurse gesprochen wird. Umgekehrt steigt damit der Druck auf X, gegen Kursmanipulation durch koordinierte Beiträge vorzugehen. Angekündigt hat X die Funktion über das Unternehmenskonto X Business.
Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen den Knopf vorerst nicht
Ob und wann die Funktion nach Europa kommt, ist offen; X hat dazu nichts angekündigt. In der EU bräuchte jeder Partner für das Angebot eine Zulassung nach der Kryptoverordnung MiCA oder für den Wertpapierhandel, und die Weiterleitung aus einem sozialen Netz wäre zusätzlich an den Regeln für Werbung und Anlegerschutz zu messen. Coinbase ist in Deutschland mit einem eigenen Angebot vertreten; was es dort gibt, beschreibt unser Überblick Coinbase in Deutschland. Wie die App im Alltag funktioniert, steht im Beitrag zur Coinbase-App.
Bitcoin und Aktien lassen sich unter anderem bei eToro handeln. Weitere Anbieter stehen im Krypto-Börsen Vergleich.


























